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Kreativer Marathon fürs Auge

Vierter „Salon der Kunst“ im ehemaligen EKZ Oberlinden

13.11.2017

Beim „Salon der Kunst“ dürfen sich Künstler und Publikum dieses Mal auf eine Ausstellung in ganz besonderem Ambiente freuen. Die vierte Auflage der beliebten Veranstaltungsreihe, bei der Kreative Einblicke in ihr Schaffen geben, ist gleichzeitig der Auftakt des Großprojektes „Kunsträume Langen“ und bringt Leben ins ehemalige Einkaufszentrum (EKZ) Oberlinden am Farnweg.

Knapp 30 namhafte Kunstschaffende haben gemalt, gezeichnet, fotografiert und so Bilder und Collagen erstellt, die vom 23. November bis zum 14. Januar in den leerstehenden Räumen zu sehen sein werden. Die Ausstellung ist samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Premiere feierte der „Salon der Kunst“ im Jahr 2007. Eine Heimat fand er bisher im Alten Rathaus und den Schererhallen. Die Idee stammt von der Künstlerin Annelie Kusch, dem Künstler Thomas Rodin und Kulturfachdienstleiter Joachim Kolbe und führte die erfolgreiche Tradition gemeinschaftlicher Kunstausstellungen in Langen fort. Von 1968 bis Mitte der achtziger Jahre organisierten sich die hiesigen Künstler im „Atelier Langen“. Später griffen die Ausstellungen von „Frau und Kreativität“ den Gedanken auf, zusammen Kunst zu präsentieren.

Nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt ist der „Salon der Kunst“ eine feste Größe im kulturellen und künstlerischen Leben der Stadt. „Hier finden Künstlerinnen und Künstler ein Forum, das Ihnen den direkten Kontakt untereinander und mit dem Publikum ermöglicht“, sagt Gebhardt. Den Standort im ehemaligen Einkaufszentrum Oberlinden begrüßt der Bürgermeister: „Bevor der große Umbau durch den Eigentümer Kambiz Ghaliai beginnt, können wir das Areal mit dem Projekt „Kunsträume Langen“ wiederbeleben und zurück ins Gedächtnis der Anwohner bringen.“ Der Gebäudekomplex soll saniert und die ein- und zweigeschossige Randbebauung im Norden und Westen teilweise auf drei Geschosse erhöht werden. Es entstehen moderne und zum Teil barrierefreie Wohnungen, Einzelhandelsgeschäfte und Arztpraxen. Von der Idee, vor dem Start der Arbeiten eine temporäre Kunstgalerie und Ateliers im EKZ einzurichten, zeigte sich Ghaliai begeistert. Kostenfrei stellt der Frankfurter Unternehmer der Stadt und den Akteuren die ehemaligen Läden mehrere Monate lang zur Verfügung.

Fast alle Künstlerinnen und Künstler werden den ehemaligen Supermarkt innerhalb des Kunstsalons ausstatten. Die freischaffende Malerin und Diplom-Grafikdesignerin Renate Kletzka, richtet ihr temporäres Atelier allerdings in einem früheren Ladengeschäft ein. Seit 1982 stellt sie ihre Kunst aus und begeisterte damit bereits Kenner in Ungarn, Spanien, Italien und Polen. Ihre Werke wirken zugleich sanft und wild und sind von formgebenden, abstrakten Linien und Farbbändern durchzogen, die ihre Bewegtheit ordnen. Renate Kletzka gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Größen der regionalen Kunstszene. Für Samstag, 3. Dezember, 17 Uhr, lädt sie gemeinsam mit „Welt der Weine“ zu einer Weinprobe in ihr Domizil auf Zeit ein. Für einen Kostenbeitrag von fünf Euro lässt es sich dann wunderbar genießen – mit Auge und Gaumen. Anmeldungen für das kulinarisch-künstlerische Event nimmt „Welt der Weine“-Inhaberin Monika Eigl-Anthes per E-Mail an m.eigl@web.de entgegen. 

Seit 2013 beschäftigt sich Nicola Barth in ihren Bildern mit Momentaufnahmen von Entwicklungsprozessen, die sich auf organische, anorganische, mentale und emotionale Bereiche beziehen können. Sie arbeitet dabei mit Graphitstiften, Ölfarben und Pigmenten auf Leinwand, diversen Papieren und gelegentlich auch auf alten Notenblättern. Ihre Werke bereichern den Eingangs- und Tagungsbereich der Neuen Stadthalle Langen und faszinieren Besucher in Ausstellungen immer wieder durch ihre Farbintensität und Harmonie.

Anette Bartke wurde als Anette Dyla 1977 geboren und gehört zur Langener Künstler-Gruppe Art People. Durch experimentelle Kunst fand sie vor über zehn Jahren zur Malerei und schafft seither abstrakte Bilder aus Acryl, Lack, Sprühlack und Textil. Auch Öl- und Wandmalerei gehören zum Repertoire des Art People-Mitglieds.

Moritz Bartke fand durch Graffiti und Wandgestaltung den Zugang zur Kunst. Seit 1998 produziert der Langener Leinwände mit Öl- und Acrylfarbe, Acrylsprühlack oder Spachtelmasse. Auch er gehört zu den Art People.

Brigitte Grausam-Tynan stammt aus Rumänien, ist eigentlich Architektin, und fängt in ihren Fotografien Formen, Licht und Atmosphäre ein, seit sie als Jugendliche erste Erfahrungen in einem Fotolabor machte. Sie ist Gründungsmitglied der Art People und durch ihre Bilder, die unter anderem die Eingangshalle des Langener Fachärztezentrums schmücken, eine lokale Szenegröße.

Solly Guigui erblickte 1945 in Kairo das Licht der Welt und begann als junger Mann in Israel eine Ausbildung in Malerei und Grafik. Jahrelang arbeitete er als Fotograf in New York, bevor er 1981 nach Frankfurt zog. Mittlerweile ist ihm die Malerei Beruf und Berufung. Guigui malt in Öl und Acryl, veranstaltet Kinderkurse in Malerei, Bildhauerei und Basteln, ist ebenfalls ein Art People und gestaltet übergroße Postkartenmotive, unter anderem von der Langener Bahnstraße.

Seit 1974 lebt Hilde Henniger in Egelsbach. Sie malt seit 1990 Aquarelle, Öl- und Acrylbilder. Ihre Motive sind von der Natur und ihren Reisen inspiriert. Sie ist Mitglied im Kunstverein Egelsbach.

Katja Jaehnert, geboren 1963 auf Sizilien, hat sich das Malen und Zeichnen selbst beigebracht und sieht darin eine Leidenschaft und Ausdrucksform. Ihre Bilder erzählen Geschichten, meist aus der Bibel. Seit März 2011 ist sie Mitglied der Art People.

Für Claudia Knöchel aus Offenbach ist die Kunst ein „Lebenselixier“, das einer Therapie für Körper und Seele gleichkommt. Neben kreativen Auftragsarbeiten ist sie als Art People-Mitglied und Solokünstlerin auf Ausstellungen präsent und leitet Mal- und Bastelworkshops für Kinder.

Susanne Link arbeitete schon als Assistentin einer Kunstgalerie in Paris. Malen ist für die Wahl-Langenerin das „Abtauchen in einen imaginäre Welt der Farben und Formen“. Im Kreise der anderen Art People entdeckt sie gern Neues und experimentiert mit Öl, Acryl, Kunstharz, Holz, Textil oder Metall.

Die mehrschichtigen, pastosen Werke von Astrid Napp begeistern durch die Liebe zum Detail. Die Modedesignerin aus Offenthal präsentierte ihre Kunst bereits in Frankreich und Polen.

Irene Narciso hat portugiesische Wurzeln und malt seit fast 20 Jahren. Kunstfreunde kennen ihre Miniaturbilder, Porträts und abstrakten Gemälde aus zahlreichen regionalen Ausstellungen.

Ruth Oellers aus Langen zeigt ihre Acrylfarben-Bilder auf Leinwand. Sie fand durch das Fotografieren zur Malerei und erstellte ihr erstes Werk als Geburtstagsgeschenk für ihre Enkeltochter.

Norbert Ottawa aus Dreieich ist das einzige Art People-Mitglied, das beim „Salon der Kunst“ in einem separaten Atelier-Raum des EKZ ausstellt. Seine Passion ist die Öl- und Acrylmalerei.

Andrea Penndorf ist seit 2011 als freischaffende Malerin tätig und absolvierte ein Studium in bildender Kunst und Kunsttherapie. Ihre abstrakten Bilder sind zum Teil sehr dynamisch in der Strichführung, weisen aber auch monochrome Flächen auf. Sie ist Gründungsmitglied des Kunstvereins Egelsbach, Mitglied der Art People und Dozentin an der Volkshochschule Egelsbach.

Die 52-jährige Stella Reichmann arbeitet unter dem Künstlernamen „Stella Reich“ in ihrem Langener Atelier. Ihre abstrakten Bilder sind inspiriert von Naturdetails und flüchtigen Eindrücken. Auch sie gehört zu den Art People.

In über 40 Einzel –und Gruppenausstellungenhat die gelernte Lithografin Martina Retzdorff bereits ihre Bilder präsentiert. Die gebürtige Berlinerin lebt seit 1995 in Langen und ist vielen durch ihre Malkurse im eigenen Atelier und ihr Engagement bei den Art People bekannt. Ihr Stil, der anfangs eher naturalistisch geprägt war, entwickelte sich im Laufe der Zeit hin zu abstrahierten und gänzlich abstrakten Bildern.

Die Darmstädterin Nora Schaefer arbeitet seit über 15 Jahren als Bildhauerin. 2009 entdeckte sie ihre Leidenschaft für Malerei und arbeitet seither hauptsächlich an Collagen und Acrylbildern, deren schwarzer Untergrund ein Ausdruck tiefer Emotionen ist.

Der gebürtige Langener Willi Schäfer, Jahrgang 1953, wohnt seit 40 Jahren in Dreieich und ist dort Mitglied in einer Künstlergruppe. Seine Leidenschaft ist die experimentelle, abstrakte Malerei mit Acrylfarben.

Aquarell-Malerin Mirela Schip wurde in Bukarest geboren, wohnt seit 20 Jahren in Frankfurt. Ihre realistischen und naturalistischen Landschaften und Stillleben waren schon in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

Antje Schmitt lebt seit 24 Jahren in ihrer Wahlheimat Langen. Seitdem sie vor einigen Jahren durch Zufall zur Malerei kam, lebt sie ihre Passion im eigenen Atelier aus, wo farbenprächtige Bilder verschiedenster Stilrichtungen entstehen. Bei den Art People findet sie Inspiration und arbeitet weiter an ihren Fertigkeiten.

Die preisgekrönte Goldschmiedin und Diplomdesignerin Britta Schwalm ist am Sonntag, 26. November, mit von der Partie. In einem Workshop zur Schmuckgestaltung gibt sie ihr Wissen von 14 bis 18 Uhr kostenfrei an die Besucher weiter.

Als „Farben, die die Fantasie anregen“ sieht Christa Steitz ihre Bilder. Die Arbeit mit Acrylfarbe und Spachtel hat die Langenerin 2005 für sich entdeckt. Vorher lebte sie ihre Kreativität in Ikebana-Kursen und beim Bemalen von Porzellanpuppen aus.

Gabriele Teichmann-Reimer, Jahrgang 1955, malt und zeichnet, seit sie Stift und Pinsel halten kann. Die studierte Kunstpädagogin experimentiert mit verschiedenen Techniken von Keramik über Speckstein bis zu Acrylmalerei und Fotografie und trifft sich regelmäßig mit den gleichgesinnten Art People-Künstlern.

Irma Stella Velasco Serrano stammt aus Kolumbien und lebt seit 2005 in Egelsbach. Ihre Bilder sind fröhlich und optimistisch und begeistern mit kräftigen und auffälligen Farben. Sie ist ebenfalls Mitglied der Art People und gehört darüber hinaus dem Kunstverein Egelsbach an.

Joachim Kolbe, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport, freut sich auf das Treffen der Kreativen in Oberlinden. „Klasse, was hier gemeinsam auf die Beine gestellt wird“, findet der Kulturamtschef. „,Der Salon der Kunst´ ist immer wieder ein großartiger Beweis für die Vielfalt der Langener Kunstszene und zeigt, welche Entwicklung sie durch gezielte Förderung in den vergangenen Jahren gemacht hat“, betont Kolbe, der selbst künstlerisch tätig ist und zu den Ausstellern gehört. Seit 1980 lebt der Beamte seine kreative Ader mit Zeichnungen und Bildern in Acryl oder Öl aus. Zu sehen waren die Werke bereits in diversen Ausstellungen in Langen und Umgebung.

Zur Vernissage am Donnerstag, 23. November, 20 Uhr, im Einkaufszentrum Oberlinden lädt Bürgermeister Frieder Gebhardt alle Kunstfreunde herzlich ein. Für den musikalischen Rahmen der Eröffnung sorgen die Sängerin Nina Rose und der Chor Ebbel Voices. Der Eintritt ist frei.

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Einladung Langener Salon der Kunst 2017 - Kunsträume Oberlinden
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