Aktuelles Rathaus | Aktuelles Kultur/Freizeit | Slider Startseite | Slider Kultur/Freizeit

Feinste Musik kommt nach Langen

Hochkarätige Künstler treten bei der Konzertreihe „Edle Klänge“ auf

11.03.2019

Es sind außergewöhnliche Konzerte auf höchstem Niveau: Auch in diesem Jahr können sich Musikliebhaber in Langen auf „Edle Klänge“ freuen. Die Reihe wird an drei Sonntagen mit international bekannten Künstlern fortgesetzt. Auftakt ist am Sonntag, 14. April, mit Hélène Schmitt, die auf einer dem Geigenbauer Michel Deconet (1713 - 1799) zugeschriebenen Violine spielt. Zusammen mit Sylvie Leroy am Flügel trägt die französische Geigerin Stücke von Debussy, Boulanger, Beach, Chaminade und anderen vor.

Dank der Kooperation der Stadt Langen und der Evangelischen Kirchengemeinde Langen ist der wunderbare Saal des Petrusgemeindehauses (Bahnstraße 46) wiederum Schauplatz für die hochkarätigen Musikereignisse. Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro, Schüler und Studenten zahlen den ermäßigten Preis von zehn Euro. Karten sind im Vorverkauf erhältlich unter www.adticket.de, Tickethotline 06103 203-455.

Hélène Schmitt studierte zunächst am Konservatorium in Metz und beendete das Studium am Pariser Konservatorium mit einem Abschluss in Violine und Kammermusik. Danach erlernte sie bei Chiara Banchini das Spiel der Barockvioline, wurde in historischer Aufführungspraxis geschult und bei Jesper Bøje Christensen am Generalbass. Sie hat bereits zahlreiche Preise gewonnen wie beispielsweise 1993 den ersten Preis des „Musica-Antiqua“ Brügge und 1994 die „Van Wassener Concours“-Auszeichnung.

Darüber hinaus musizierte sie zusammen mit Partnern wie dem Cembalisten Jörg-Andreas Bötticher, dem Lautenspieler Éric Bellocq, Blandine Rannou, Pierre Hantaï, Gaetano Nasillo und vielen weiteren. Im Jahr 2009 gründete sie das Ensemble Luceram und brachte somit viele erfahrene Künstler zusammen, die Stücke des Barocks als auch der Klassik und der Frühromantik aufführen. Zusätzlich arbeitet sie als Konzertmeisterin des Kammerorchesters Basel unter der Leitung von Paul McCreesh und hatte eine Professur für Barockgeige am regionalen Konservatorium von Toulon inne und am Musikkonservatorium in Boulogne-Billancourt, Paris. Sie gastierte in angesehenen philharmonischen Hallen wie beispielsweise in Brüssel, Köln oder Versailles.

Fortgesetzt wird der „Edle Klänge“-Konzertreigen am 13. Oktober mit Cellisten Johann Ludwig und am ersten Advent (1. Dezember) mit Sven Stucke, der ebenfalls sein Können auf der Violine unter Beweis stellt. Der in Köln geborene Johann Ludwig stammt aus einer Musikerfamilie und hatte bereits mit elf Jahren sein Debüt als Solist mit dem Staatsorchester Frankfurt an der Oder. Längst blickt er auf zahlreiche Auftritte im In- und Ausland zurück. Er ist mehrfacher Gewinner des bundesweiten Wettbewerbes „Jugend musiziert“. Seit 2015 ist er Konzertmeister der Violoncelli am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Ähnlich wie Johann Ludwig gab auch der aus Magdeburg stammende Violinist Sven Stucke sein Konzertdebüt mit elf Jahren, damals mit dem Kammerorchester des Telemann Konservatoriums seiner Heimatstadt. Seitdem begeistert er weltweit mit seinem außergewöhnlichen Können. Er tritt als Solist mit verschiedenen Orchestern auf, hat bedeutende Musikpreise gewonnen und arbeitet zusammen mit Kammermusikensembles in Europa, Nordamerika und Asien, mit denen er große Hallen füllt.

Außergewöhnlich sind bei den „Edlen Klängen“ nicht nur die Künstler, sondern auch die Rahmenbedingungen. Die Auftritte werden durch einen Langener Bürger in Kooperation mit der Violin Assets GmbH mit Sitz in Frankfurt und auf Schloss Bedburg bei Köln ermöglicht. Violin Assets verbindet Finanzen und Kultur und verleiht im Zuge dessen hochwertige Streichinstrumente an begabte Künstler. So kann der Investor, falls er möchte, zusätzlich die Rolle des Mäzens übernehmen. Wer zum Beispiel eine Violine kauft, kann sie dem talentierten Nachwuchs oder einem namenhaften Musiker leihweise und kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Künstler zeigen sich für die Leihgabe erkenntlich und treten aus Dankbarkeit gerne ohne Gage auf. Schließlich will das Instrument ja gespielt werden und soll nicht unter Verschluss bleiben. „Und so ist es auch bei den „Edlen Klängen“ in Langen“, erläutert Joachim Kolbe, der Leiter des städtischen Fachdienstes Kultur und Sport.

Zurück