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Eine Stunde Ruhe

Komödie von Florian Zeller mit Timothy Peach, Nicola Tiggeler u. a.

07.01.2020
Stunde Ruhe (c) Loredana La Rocca
Nicola Tiggeler & Timothy Peach © Loredana La Rocca

Am Dienstag, 14. Januar, 20 Uhr, erwartet das Langener Theaterpublikum in der Neuen Stadthalle eine Farce in bester französischer Tradition von Florian Zeller, dem Autor von Vater und des Welterfolgs Die Wahrheit; beide Stücke waren vor gar nicht allzu langer Zeit in Langen zu sehen. In Eine Stunde Ruhe, mit unter anderem Timothy Peach, Nicola Tiggeler und Saskia Valencia, dreht Zeller kräftig an der Chaos-Schraube, lässt es für Michel immer schlimmer und schlimmer kommen und liefert so unter dem Strich eine virtuose Komödie mit Sinn und Witz. Der Theatersaal ist bereits prächtig gefüllt, die Nachfrage riesig.

Seit seiner Jugendzeit schwärmt Jazz-Liebhaber Michel für das Album Me, Myself and I seines Jazz-Idols Niel Youart und nun hat er die Scheibe nach all den Jahren vergeblichen Suchens auf einem Flohmarkt gefunden. Überglücklich stürmt er nach Hause, um sie sofort zu hören. Er verlangt nicht viel: bloß eine Stunde Ruhe – doch die ganze Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Niemand gönnt ihm auch nur eine Minute, weder seine Frau, noch ihre beste Freundin (gleichzeitig seine Geliebte). Und auch sein Sohn, sein Nachbar und ein sich als Pole ausgebender portugiesischer Klempner hindern ihn am Hörgenuss. Und es kommt, was kommen muss: Katastrophen über Katastrophen, eine schlimmer als die andere. Nicht nur die ehelichen, unehelichen, freundschaftlichen, väterlichen und nachbarlichen Beziehungen gehen in die Binsen, sondern dank des polnisch-portugiesischen Klempnerpfuschs wird auch noch die Wohnung geflutet. Nach Wasserschäden, Lügen, Ablenkungsmanövern und Manipulationen könnte Michel eigentlich seine heißgeliebte Platte hören – wenn, ja wenn … Das Leben ist manchmal einfach wie ein Rohrbruch, dessen bedrohliche Signale man überhört, bis die ganze Hütte zusammenbricht.

„Der Star des Abends war zweifellos Timothy Peach, der als Michel nicht nur eine Glanzrolle hatte, sondern in seiner Beweglichkeit, seiner mimischen und darstellerischen Gestaltung die ganze Komödie prägte“, urteilt Helmut Fischer in der Amberger Zeitung. Auch in Langen ist er dabei, der 1963 in München geborene deutsch-britische Schauspieler. Er studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, war zuerst am Augsburger Theater engagiert und entschied sich 1991 dann für ein Laufbahn als freischaffender Schauspieler, mit Erfolg auf der Bühne, der Leinwand und im Fernsehen.

Nicht nur im Stück ist Nicola Tiggeler die Frau an seiner Seite (Nathalie), die beiden sind auch im echten Leben miteinander verheiratet. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und ist diplomierte Opernsängerin und Gesangslehrerin. Bekannt ist sie u.a. durch ihre Bühnenengagements und Fernsehrollen wie zum Beispiel die intrigante Barbara in der ARD-Telenovela Sturm der Liebe.

Und schön, dass auch sie wieder in Langen gastiert: Saskia Valencia spielt die Elsa und trägt ihren Teil dazu bei, dass Me, Myself and I keine Chance bekommt.

www.timothy-peach.de, www.saskia-valencia.de, www.nicola-tiggeler.de

Eintrittskarten gibt es im Hallenbad Langen, Südliche Ringstraße 75 in Langen, Telefon: 06103 203-455, im Reisebüro Mister Travel, Westendstraße 2 in Langen, Telefon: 06103 25021, sowie in Egelsbach in der Ernst-Ludwig-Straße 55, Telefon: 06103 943333, im Buchladen am Lutherplatz in Langen, Telefon: 06103 28717 und an allen bundesweit bekannten Vorverkaufsstellen von „AD Ticket“, www.adticket.de, Tickethotline: 0180 6050400.

Die Abendkasse öffnet am 14. Januar bei eventuellen Restkarten um 19 Uhr. Karten gibt es für 26,20 Euro im Vorverkauf. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 06103 203-431 oder im Internet unter www.neue-stadthalle-langen.de und www.facebook.com/NeueStadthalleLangen.

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