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Die Physiker

Schauspiel von Friedrich Dürrenmatt mit Hellena Büttner, Peter Bause u.a.

14.01.2020

Großes Theater, große Schauspieler. Mit dem Schauspiel Die Physiker kommt ein wahrer Klassiker Friedrich Dürrenmatts am Freitag, 24. Januar, 20 Uhr, in die Neue Stadthalle Langen. Und mit unter anderem Hellena Büttner und Peter Bause ist dieses zeitlose Stück mehr als brillant besetzt. Das sieht scheinbar auch das Theaterpublikum so, denn der Abend ist schon bis unter das Dach gefüllt.

1961 stand die Mauer, die Welt befand sich im Kalten Krieg. In diesem Jahr und vor diesem Hintergrund brachte der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt seine Komödie „Die Physiker“ zu Papier. Ein Jahr später, zur Zeit der Kubakrise, wurde das Stück erstmals aufgeführt. Ort des Geschehens ist eine psychiatrische Klinik in der damaligen Gegenwart. Es spielen mit: drei Wissenschaftler und ihre Krankenschwester; es wirken mit: die angespannte internationale Weltlage und die Wissenschaft mit ihrem Einfluss auf die globalen Konflikte. Thema ist die Verantwortung für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation.

Heutzutage haben viele die Absicht, eine Mauer zu bauen, Mauern haben geradezu Hochkonjunktur, die sich zusehends anbahnende Krise im Weltgeschehen sucht zwar noch nach ihrer fetten Überschrift, aber wir fühlen, dass es bald ums Ganze gehen könnte.

Da lohnt ein Blick in Dürrenmatts Klinik: In dem beschaulichen Schweizer Sanatorium Les Cerisiers werden zwei Krankenschwestern ermordet, angeblich erdrosselt von ihren Patienten. Dabei wirken die drei Herren auf Station eher harmlos: Der eine hält sich für Albert Einstein, der andere für Sir Isaac Newton und dem dritten – Johann Wilhelm Möbius -  erscheint der König Salomon. Doch unter den Augen des mit dem Mordfall betreuten Inspektors Voß offenbart sich immer deutlicher, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Möbius ist nicht etwa ein Irrer, sondern ein brillanter Kernphysiker, der die Weltformel entdeckt hat. Er weiß, dass das eine furchtbare und gefährliche Formel ist und weil er denkt, dass ihre Anwendung katastrophale Folgen für die Menschheit haben würde, versteckt er sich im Irrenhaus, in der Hoffnung, sein Wissen vor der Welt zu verheimlichen. Doch wie lange? Schon sind ihm zwei Geheimagenten auf der Spur und die Chefärztin des Irrenhauses hat bereits Kopien der Aufzeichnungen Möbius` in der Hand. Das Irrenhaus entpuppt sich als Falle, und so treibt das Geschehen unaufhaltsam auf die schlimmstmögliche Wendung zu, die eine Geschichte nehmen kann, die in die Komödie.

Hellena Büttner, ihr Ehemann Peter Bause und ein feines Ensemble von Mitspielerinnen und Mitspielern sind in der Produktion, die in Langen gastiert, zu erleben. Bause ist ein virtuoser Schauspieler, ein Großer auf deutschen Bühnen, einer, der viel für das Theater im Land – in der Fläche - geleistet hat.

Überlassen wir uns also einen Abend lang einem Meisterwerk der Theatergeschichte, erleben wir diese großartigen Mimen bei der Arbeit und lassen wir uns auf Dürrenmatts These ein, die letztlich ein Paradoxon ist: Er fordert dazu auf, nicht jede wissenschaftliche Theorie zu Ende zu denken, stellt aber gleichzeitig klar, dass entwickelte Gedankenmodelle, die einmal in der Welt sind, sich nie wieder beseitigen lassen.

Eintrittskarten gibt es im Hallenbad Langen, Südliche Ringstraße 75 in Langen, Telefon: 06103 203-455, im Reisebüro Mister Travel, Westendstraße 2 in Langen, Telefon: 06103 25021, sowie in Egelsbach in der Ernst-Ludwig-Straße 55, Telefon: 06103 943333, im Buchladen am Lutherplatz in Langen, Telefon: 06103 28717
und an allen bundesweit bekannten Vorverkaufsstellen von „AD Ticket“, www.adticket.de Tickethotline: 0180 6050400.

Die Abendkasse öffnet am 3. Dezember um 19 Uhr. Karten gibt es für 32,80 Euro, 30,60 Euro und 28,40 Euro im Vorverkauf. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 06103 203-431 oder im Internet unter www.neue-stadthalle-langen.de und www.facebook.com/NeueStadthalleLangen.

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