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Der neue Theaterbrief 2021/2022 ist da

Programm bietet Stücke mit Tiefgang, Boulevard und Kabarett

14.06.2021

„Bühne frei und Vorhang auf“ heißt es ab Herbst an der Südlichen Ringstraße, wenn nach dem Lockdown endlich wieder Kulturgenuss angesagt ist. Und dafür haben die Programmmacher aus der Neuen Stadthalle einen neuen Spielplan für die Saison 2021/2022 zusammengestellt, der für alle Generationen und Geschmäcker mit Theater, Boulevard und Kabarett etwas bietet. Frisch gedruckt liegt das Werk, das dem Publikum in gewohnter Qualität und Vielfalt kulturelle Abwechslung mit Niveau präsentiert, ab sofort in der Neuen Stadthalle und im Rathaus aus. Ebenso erhältlich ist die knapp 40-Seiten starke Broschüre beim Mister Travel-Reisebüro in Langen, West­­endstraße 2, im Buchladen am Lutherplatz und anderen lokalen Einrichtungen.

In der Reihe Stadt.Theater.Langen zeigt das Team um Stadthallenchef Joachim Kolbe wieder sechs ganz unterschiedliche Stücke. Den Startschuss gibt am Mittwoch, 20. Oktober, das Schauspiel „Nein zum Geld“, in dem ein Sonderling dem Reichtum entsagt und von seiner Umwelt für verrückt erklärt wird. Gespielt wird er von Boris Aljinovic, der als Tatort-Hauptkommissar Felix Stark einem breiten Publikum bekannt ist. An seiner Seite agieren Erika Skrotzki und Janina Stopper.

George Orwells Klassiker „1984“ ist am Freitag, 19. November, auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu sehen. In Zeiten von Instagram, Facebook oder Google bekommt das Werk einen ganz eigenen aktuellen Bezug und rund 70 Jahre nach Erscheinen seines Buches rücken Orwells Visionen den heute Lebenden so „richtig auf die Pelle.“ Mit von der Partie sind Jacques Breuer, Isabell Kott, Marcus Widmann und Christian Buse.

Einen faszinierenden Theaterabend verspricht August Strindbergs Werk „Fräulein Julie“ am Sonntag, 28. November. Eine unheilvolle Nacht führt zum Weltuntergang vom Feinsten, wenn die junge Comtesse Julie sich in die Arme des Dieners Jean wirft. In den Rollen der beiden brillieren Judith Rosmair und Dominique Horwitz.

Eine Premiere wird in Langen am Mittwoch, 12. Januar, mit „Dinge, die ich sicher weiß“ dargeboten. Es ist ein lebenskluges Stück über starke Bindungen, harmonische Geborgenheit, Liebe und Verlust. Christoph Tomanek, Maria Hartmann, Nina Petri, Rune Jürgensen und Maximilian zur Mühlen spielen darin eine australische Familie, die einem ans Herz wächst.

Am Samstag, 19. März, kommt es zu einer Begegnung der besonderen Art. In „Ich bin nicht Rappaport“ trifft der 80-jährige Jude Nat auf den auch nicht mehr blutjungen Schwarzen Midge. Zwei Männer, die sich nicht gesucht, aber gefunden haben. Gespielt werden sie von Peter Bause und Pierre Sanoussi-Bliss.

Im Bühnenwerk „Extrawurst“ geht es ums Ganze, wenn im Streit um den Grill Atheisten auf Gläubige, Deutsche auf Türken und Hardliner auf „Gutmenschen“ treffen. Diese Konstellationen am Donnerstag, 12. Mai, verheißen den Zuschauern zahlreiche Gedanken anregende Momente.

Hinter Boulevard.Langen stehen auch in der neuen Saison Komödien und Lustspiele vom Feinsten. Den Auftakt macht „Alles was Sie wollen“ am Mittwoch, 27. Oktober. Dabei begegnen sich eine erfolgreiche Theaterautorin mit Schreibblockade (Nora von Collande) und ihr bodenständiger Nachbar Thomas (Herbert Herrmann). Beide sind auf ihre Art zwei schrullige und liebenswürdige Gestalten mit hinreißendem Witz, Charme und Spaß an der Absurdität.

Ring frei für eine Paar-Therapie par excellence heißt es am Mittwoch, 1. Dezember, auf der Bühne bei „Der Sittich“. Michaela May und Peter Prager zeigen mit großer Lust, wie schnell ein Ehestreit eskalieren kann, vor allem, wenn man ihn nicht erwartet. Und am Ende ist nichts mehr so, wie es am Anfang war.

Erneut in der Stadthalle zu Gast ist am Montag, 6. Dezember, das Hamburger Ohnsorg-Theater. Mit „Champagner zum Frühstück“ präsentieren die Hanseaten ein turbulentes Lustspiel über das dritte Lebensalter und das Rentnerdasein.

Bei „Oscar für Emily“ geht es am Mittwoch, 16. Februar, um zwei alternde Schauspieler, die sich in ihrem bescheidenen Vorort-Appartement auf die Oscar-Preisverleihung vorbereiten. Denn beide erwarten die angemessene Würdigung ihres Lebenswerks.

„Und wer nimmt den Hund?“ ist die Frage, die sich am Sonntag, 10. April, Marion Kracht und Michael Roll stellen. Das Bühnenstück macht auf humoristische Weise schnell klar, dass in Scheidungskriegen keine Gefangenen gemacht werden.

Jeder Beruf hat seine Licht und Schattenseiten. Vor allem, wenn man Einbrecher ist und auf seine Meisterin trifft. Das wird am Donnerstag, 28. April, in „Celine“ schnell deutlich. Mit Christine Neubauer spielt eine der beliebtesten Film- und Fernsehschauspielerinnen die Hauptrolle.

Acht künstlerische Leckerbissen auf einer großen „Drei-Sterne-Menükarte“ mit Kabarett, Satire und Comedy bringen das Publikum zum Schmunzeln, Nachdenken und Lachen. Mit „Ohne Dich war es immer schön“ geht es los am Donnerstag, 28. Oktober. Tina Teubner weiß: Den Tatsachen ins Auge zu schauen hat noch niemandem geschadet. Höchstens den Tatsachen. Bei Florian Schröder ist es am Donnerstag, 11. November, Zeit für einen „Neustart“ und zwar so sehr wie noch nie. Und zwar heute. Eigentlich schon gestern. Aber da hatten wir keine Zeit. Am Freitag, 3. Dezember, präsentiert Dauerbrennerin Lisa Fitz Aktuelles zum Zeitgeschehen, Best-of-Klassiker, intelligentes Kabarett und Songs zur Gitarre. Anny Hartmann blickt am Samstag, 15. Januar, in „Schwamm drüber“ witzig und charmant auf das vergangene Jahr zurück.

Christine Prayon geht am Donnerstag, 17. Februar, auf „Abschiedstour“, doch verlässt sie wirklich die Bühne? Am Donnerstag, 3. März, präsentiert Django Asül unter dem Titel „Offenes Visier“ sein neuestes Power-Programm, bei dem es weniger um Scheuklappen, sondern um Weitblick geht. Bei Lars Reichow steht am Donnerstag, 31. März, ganz bescheiden sein „Ich“ im Mittelpunkt. Ein Programm ohne Skrupel und jeden Selbstzweifel. 30 Jahre mondän kultiviertes Schabrackentum: Wenn das kabarettistische Naturereignis Nessi Tausenschön am Freitag, 29. April, unter dem Motto „30 Jahre Zenit – Operation goldene Nase“ die Brüche des Lebens zelebriert, dann erwachen selbst die Seelenblinden im Publikum aus ihrer distanzierten Erstarrung.

Neben den ausführlichen Texten zu den einzelnen Bühnenstücken informiert der neue Theaterbrief auch über verschiedene Nachholtermine, Konzerte und Partys. Abonnements für die Stadt.Theater.Langen- und Boulevard.Langen-Aufführungen kosten zwischen 81 und 99 Euro, der Preis für das Wahl-Abo liegt bei 90 Euro. Der Einzelkartenverkauf beginnt Ende August. Sparfüchse und Kulturhungrige bestellen ihre Abonnements bis dahin schriftlich beim Fachdienst Kultur und Sport. Ein entsprechendes Formular dafür liegt dem Theaterbrief bei. Neben einer Ersparnis von etwa 30 Prozent bietet das Abo auch die Möglichkeit der exklusiven Platzwahl. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.neue-stadthalle-langen.de, telefonisch unter 06103 203-431 oder per Mail an cstaubach@langen.de.

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