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Urlaub ohne Koffer für Ältere

Ausflugsangebot des Langener Begegnungszentrums Haltstelle

23.07.2018

Wenn Kofferpacken und –schleppen wegfallen, ist der Urlaub noch mal so schön. Darum bietet das Seniorenzentrum Haltestelle einen „Kurzurlaub“ ohne Gepäck an. Das Besondere ist die persönliche Betreuung: „Die Fahrten sollen für alle möglich sein. Deswegen legen wir auf Handicaps besondere Rücksicht und helfen gerne“ hebt das Begegnungszentrum Haltestelle hervor. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden direkt von zu Hause abgeholt und Rollator oder Rollstuhl bei Bedarf gleich mit eingepackt. Wer Hilfe benötigt, bekommt einen Begleiter zur Seite gestellt. Damit Senioren trotz kleiner Rente an der Fahrt teilnehmen können, zahlen sie statt des normalen Beitrags nur die Hälfte. Für das anschließende Kaffeetrinken am Ausflugsziel fallen allerdings meistens zusätzliche Kosten an.

„Viele Veranstaltungen sind nicht behindertengerecht organisiert und ältere Menschen bleiben außen vor“, sagt Yvonne Weber. Deshalb habe die Haltestelle das Angebot „Urlaub ohne Koffer“ auf die Beine gestellt. Kriterien dafür seien, dass die Ziele im Umkreis von hundert Kilometern liegen und viel zum Anschauen bieten. Bei den Ausflügen wird besonders darauf geachtet, dass die Wege möglichst kurz gehalten werden und dass immer auch genügend barrierefreie Toiletten vorhanden sind.

Ausgearbeitet wird das Ganze jeden Monat von Stefan Kleinhenz von dem städtischen Treffpunkt für Ältere an der Elisabethenstraße. Er stellt immer ein möglichst vielseitiges Programm zusammen. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Tourismus sucht er neue Destinationen aus, wiederholt aber auch beliebte Ausflüge gerne. Besonders achtet Kleinhenz darauf, dass die Werksbesichtigungen, Museumsbesuche oder Stadtrundfahrten möglichst mit einer informativen Führung kombiniert sind. Für das leibliche Wohl seiner Gäste sorgt er ebenfalls.

Bei jedem Ausflug steht ein behindertengerechter Bus den Teilnehmern zur Verfügung. Dieser bietet nicht nur sehr viel Stauraum, sondern hat auch eine ausfahrbare Rampe. Damit können alle Damen und Herren direkt in das Fahrzeug gebracht werden, die in den großen Bus nicht mehr selbst einsteigen können. Von großem Vorteil für alle Reisenden ist, dass es mehrere Treffpunkte gibt, von denen man sich mit dem Bus abholen lassen kann. Wer nicht selbst zu den verschiedenen Sammelpunkten des Busses kommen kann, wird kostenlos von einem Helfer abgeholt und später auch wieder nach Hause gebracht. Die ehrenamtlichen Begleiter der Haltestelle sind nicht nur vor Ort aktiv, sondern auch schon in der Planungsphase mit viel Engagement und Ideen am Werk. Sie helfen beim Ein- und Aussteigen in den Bus, schieben die Rollstühle und sind immer zur Stelle, wenn Hilfe von Nöten ist. Auch Senioren ohne körperliche Einschränkungen können mit auf „Urlaub“ gehen, sofern noch genügend Plätze vorhanden sind.

Für die nächste Fahrt am Dienstag, 24. Juli, nach Hanau zum Gartencenter Löwer sind noch wenige Plätze frei. Hier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour einen kleinen Vortrag zur Firmengeschichte und eine Führung durch das Center. Im Anschluss besteht noch die Möglichkeit zum „Einkaufsbummeln“ und zur Einkehr in das „Löwer Bistro“. Die Kosten betragen 22 Euro.

Anmeldungen entgegen nimmt das Begegnungszentrum Haltestelle, Elisabethenstraße 59 a, Telefon 06103 203-928. Dort gibt es auch weitere Informationen.

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