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Mehr Frauen, mehr Teilzeit

Stadtverwaltung fördert weibliche Beschäftigte

13.08.2018

Was die Bundesregierung schon lange vormacht, strebt auch die Langener Stadtverwaltung an: Im Rathaus und den Außenstellen sollen mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt werden. Wie das machbar ist, skizziert der sogenannte Frauenförderplan, den die Verwaltung regelmäßig vorlegt. Für die kommenden fünf Jahre setzt das frisch aktualisierte Papier Zielvorgaben für die Aus- und Fortbildung und betont die Bedeutung flexibler Arbeitszeitmodelle.

Die Statistik aus 2017 zeigt: Von insgesamt 504 Beschäftigten der Stadtverwaltung sind 385 weiblich (2016: 363) - 188 von ihnen arbeiten in Teilzeit. Im Vergleich dazu sind 19 der 119 männlichen Kollegen nicht im vollen Umfang (ein Prozent mehr als in den Vorjahren). Von 41 Personen mit Führungsaufgaben im Rathaus gehören nur 14 zum vermeintlich schwachen Geschlecht. Vor allem für pädagogisches Fach- und Hilfspersonal sind in den vergangenen Jahren neue Stellen entstanden. Bei den Beschäftigten im Rathaus nimmt der Frauenanteil stetig zu.  Auch im Sozial- und Erziehungsbereich haben die Frauen mit 88 Prozent immer noch klar die Oberhand (2016: 89 Prozent).

Der Frauenförderplan beruht auf dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz und soll die Chancengleichheit im öffentlichen Dienst gewährleisten. Mitarbeiterinnen in Langen soll vor allem mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und modernen Kommunikationswegen unter die Arme gegriffen werden. „Bei der Stadt Langen wird der Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf große Bedeutung beigemessen“, sagt die interne Frauenbeauftrage der Stadtverwaltung, Claudia Brücher. Gleitende Arbeitszeit, Teilzeitmodelle und Telearbeitsplätze seien nicht überall selbstverständlich, würden aber von Seiten der Stadt gefördert. „Schließlich ist es eine Win-win-Situation, wenn zum Beispiel gut ausgebildetes Personal nach einer privaten Aus-, Eltern- oder Pflegezeit früh an den Arbeitsplatz zurückkehren kann“, betont Claudia Brücher.

Handlungsbedarf gibt es weiterhin. „Der demografische Wandel macht auch vor uns nicht halt“, erklärt sie. Gerade in den nächsten zehn Jahren seien viele Stellen neu zu besetzen. „Wir müssen jetzt gezielt junge Leute ausbilden, fördern und weiterbilden, um diesen Bedarf künftig zu decken.“ In Langen spielt das Geschlecht deshalb bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen eine Rolle. Weil bei den Beamten im Höheren Dienst nur ein Viertel weiblich ist, werden gezielt qualifizierte Frauen für das Duale Studium eingestellt. Auch bei den Ausbildungsplätzen in den typisch männlichen Domänen Fachinformatik und Veranstaltungstechnik soll die Hälfte aller Stellen bei gleicher Eignung an Bewerberinnen gehen.

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Infofaltblatt Gruppe nach Trennung
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