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Für die Gleichstellung in der Gesellschaft

Langener Frauenbeauftragte Sprecherin auf Landesebene

19.02.2018
Frauenbeauftragte Sabine Nadler
Sabine Nadler ist jetzt Mitglied des Sprecherinnengremiums der Landesarbeitsgemeinschaft hessischer Frauen- und Gleichstellungsbüros. Foto: Sorger/Stadt Langen

Die Frauenbeauftragte der Stadt Langen, Sabine Nadler, hat eine zusätzliche Aufgabe übernommen: Sie wurde ins Sprecherinnengremium der Landesarbeitsgemeinschaft hessischer Frauen- und Gleichstellungsbüros (LAG) gewählt. An Themen wird es ihr dabei nicht mangeln. Die Büros befassen sich mit allem, was für Frauen relevant ist, und setzen sich für die Umsetzung der Gleichstellung in der Gesellschaft ein. Sie sehen Defizite bei den Erwerbs- und Aufstiegschancen von Frauen und kritisieren die fortdauernde Gewalt im Geschlechterverhältnis. Außerdem setzen sie sich unter anderem für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Bekämpfung der Altersarmut von Frauen ein. Zu ihren Aufgaben zählt es darüber hinaus, in ihrem Kommunen runde Tische zu organisieren, an denen sie Frauenhäuer, Beratungsstellen und die Polizei zusammenbringen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft gibt es seit nunmehr 30 Jahren. Auf der Jubiläumsfeier gratulierte neben vielen anderen der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Ihn konfrontierten die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit dem Wunsch nach einer hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle auf Hessenebene. Sie sei angesichts ihrer begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen ein Gebot der Stunde. Das Thema will die LAG auch im Landtagswahlkampf zur Sprache bringen.

Barbara Stolterfoht, Staatsministerin a. D. und erste Frauenbeauftragte einer hessischen Kommune, bestärkte die Landesarbeitsgemeinschaft, sich „in der männlich geprägten Hierarchie von Verwaltung, Politik und Unternehmen Respekt zu verschaffen“. Cornelia Schonhart, Leiterin der hessischen Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten, die in Kooperation mit dem Land Hessen vor Ort eine tragende Rolle dabei übernähmen, häusliche Gewalt zu benennen und Beratung und Hilfe zu etablieren. Sigrid Isser, Vorsitzende des Landesfrauenrats Hessen, hob hervor, es sei sehr wichtig, dass sich 46 Frauenverbände vernetzt hätten. Sie bot eine noch engere Zusammenarbeit in wichtigen Themenfeldern wie Frauenarmut, Medien und Verbesserung der Lebenssituation in ländlichen Räumen an.

Für dieses Jahr steht eine große frauenpolitische Errungenschaft im Mittelpunkt: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Dazu werden die hessischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Veranstaltungen und Aktionen organisieren.

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