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Zweisprachige Kitagruppe

Stadt unterstützt Arbeiterwohlfahrt bei Plänen zur Anwerbung von Erzieherinnen und Erziehern aus Spanien

03.11.2020
AWO-Kita
Sie wollen gemeinsam eine bilinguale Gruppe mit deutschen und spanischen Erzieherinnen und Erziehern in der AWO-Kita aufbauen: (von links) Bürgermeister Jan Werner, Ana Waldow (Fachbereichsleitung Kinder und Jugend der Awo Kreis Offenbach), Raúl Krämer (Geschäftsführer HELMECA) und Dirk Hartmann (Geschäftsführer AWO Kreis Offenbach). Foto: AWO

Kinder, die schon früh mit einer Fremdsprache in Berührung kommen oder gar zweisprachig aufwachsen, profitieren davon ihr Leben lang. So gibt es in den Kindertagesstätten in Langen fremdsprachige Angebote und bereits eine bilinguale Gruppe in der Kita Mittendrin auf dem alten SSG-Platz, in der Deutsch und Englisch gesprochen wird. Nun plant auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in ihrer Anfang des Jahres eröffneten Kita Mikrokosmos ein zweisprachiges Angebot. Dafür sollen Erzieherinnen und Erzieher aus Spanien angeworben werden. Der Magistrat möchte die Initiative mit 5.000 Euro als Anschubfinanzierung unterstützen.

Seit die vom Kreisverband Offenbach Land der AWO betriebene Kindertagesstätte auf dem Gelände des DRK-Seniorenheims an der Frankfurter Straße im Februar ihre Türen öffnete, wird die Zahl der Kinder dort sukzessive erhöht. Letztendlich werden dort 99 Kinder betreut – 75 über drei Jahre (drei Gruppen) sowie 24 unter drei (zwei Krippengruppen). Aktuell ist eine der Ü3-Gruppen noch nicht eröffnet. Diese soll nach dem Wunsch von AWO und Bürgermeister Jan Werner zu einer bilingualen Gruppe „Deutsch/Spanisch“ mit teilweise spanischen Erzieherinnen und Erziehern werden.

Dafür will die Arbeiterwohlfahrt den Personaldienstleister HELMECA zur Anwerbung von Fachkräften aus dem südwesteuropäischen Land beauftragen. Ziel ist es, spanisch sprechendes Personal einzustellen, das nach Ablauf eines Jahres die staatliche Anerkennung in Deutschland erhält. Während des ersten Jahres werden diese Erzieherinnen und Erzieher als pädagogische Zusatzkräfte beschäftigt. In einer Egelsbacher Kita hat sich dies bereits bewährt.

„Von einer solchen zweisprachigen Gruppe profitieren die Kinder ganz enorm“, weiß Bürgermeister Jan Werner. „Zudem hilft es der Arbeiterwohlfahrt bei der Suche von Erzieherinnen und Erziehern. Denn auf dem deutschen Fachkräftemarkt herrscht bekanntlich ein eklatanter Mangel.“

Der Bürgermeister war es, der mit der Idee einer deutsch-spanischen Kitagruppe an die AWO herantrat – und dort offene Türen einrannte. Der Magistrat empfiehlt, 5.000 Euro als Anschubfinanzierung für die Anwerbung von Personal aus Spanien zu gewähren. Beginnen sollen die Fachkräfte im Februar 2021.

Mit dem Thema befassen sich der Haupt- und Finanzausschuss am 10. November sowie der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport am 19. November. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 2. Dezember.

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