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Kleine Gesten und großen Taten - „Langen sagt Danke“

Eure/Ihre Botschaften gelebter Solidarität und Rücksichtnahme

13.07.2020
Kleine Gesten und großen Taten - „Langen sagt Danke“

Die Partnerschaft für Demokratie „Vielfalt in Langen“ lud die Langener Bevölkerung mit dem Aufruf zur Schreibaktion „Langen sagt Danke. Mach mit und Menschen eine Freude – schick Deine Botschaft raus an alle!“ dazu ein, denjenigen „Danke“ zu sagen, die während der beschwerlichen Zeit der Corona-Pandemie persönlich oder gesellschaftlich Großes geleistet haben.

Nun möchte der Begleitausschuss „Vielfalt in Langen“, bestehend aus Multiplikator*innen der Langener Zivilgesellschaft, gemeinsam mit den beiden für die Partnerschaft in Langen verantwortlichen Ansprechpersonen, Lea Berend und Lea Wissel, ihnen die beeindruckenden und bewegenden Ergebnisse präsentieren und zum Rundgang durch die Stadt einladen: Zwanzig ausgewählte Botschaften werden in der Zeit vom 14.7. bis zum 3.8.2020 auf DIN A1-Plakaten an allen Litfaßsäulen der Stadt Langen zu sehen sein. Um aber alle der bewegenden Danksagungen, die zum Thema „Langen sagt Danke“ eingereicht wurden, zu honorieren, werden zeitgleich alle weiteren eingesendeten Beiträge bei Institutionen, Vereinen und Gemeinden des Netzwerks von „Vielfalt in Langen“ gezeigt. Damit soll keine der Botschaften untergehen und alle im öffentlichen Stadtbild einen Platz erhalten, um das gesamte, vielfältige Engagement öffentlich wahrnehmbar aufzuzeigen.

Zudem wurden unter allen Einsendungen bereits drei Gewinnerinnen gelost, die sich über einen der drei Gutscheine im Wert von jeweils 50,-€ für das Lichtburg Kino Langen freuen können, dass vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen, im August wieder seine Pforten für Besucher*innen öffnet. Ziel der Aktion ist die Sichtbarmachung der kleinen Gesten und großen Taten. Alle Danksagenden sollen eine Plattform geboten bekommen, sich für die empfangene Unterstützung erkenntlich zu zeigen. Anita hat sich bei der Aktion beteiligt, weil sie „so überwältigt und dankbar“ war „für die viele Hilfe, die ich durch gute Freunde quasi über den Zaun erfahren habe. Ich war in der misslichen Lage zu dieser Zeit krank zu sein und zusätzlich nicht laufen zu können, da ich die Füße verletzt hatte. […] Die viele von Herzen kommende Unterstützung ließen mich wieder heilen.“ Angelika freut sich über die Gelegenheit „Positives formulieren zu können und mit der Plakataktion die Möglichkeit zu bekommen, mich bei Menschen zu bedanken, die ich sonst nicht erreichen kann.“ Und auch Parvin findet, „Danke zu sagen mit vollem Herzen, ist ein kleines Geschenk für wertvolle Menschen die immer freundlich, nett und hilfsbereit sind.“

Mit ihren diversen Beiträgen haben alle Teilnehmenden der partizipativen Aktion, ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Engagierten ausgedrückt und manchen zuweilen unsichtbaren Helfenden sichtbar gemacht. Tahir, 9 Jahre, dankt seiner Klassenlehrerin, die für ihn eine Heldin ist, da sie ihm Mut gemacht hat und kein Kind der Klasse auf der Strecke ließ. Sieglinde, 91 Jahre, empfindet schon ein Lächeln und einen Gruß von Passant*innen auf der Straße alles andere als selbstverständlich. Als älterer Mensch hat sie nicht nur während der Pandemie mit der Einsamkeit zu kämpfen und wünscht sich, dass auch weiterhin Menschen von ihren Telefonen aufschauen, sich gegenseitig beachten und einen respektvollen Umgang pflegen. Viele danken auch den zahlreichen ehrenamtlichen Schneider*innen, die Mund-Nasen-Masken herstellen, diese verteilen oder gegen Spende ausgeben und den Erlös wiederum sozialen Projekten und einem Kinderhospiz spenden. Andere bedanken sich bei den diversen Berufsgruppen, die trotz Gefahren für ihre persönliche Gesundheit, die Stellung gehalten oder uns mit Alltäglichem versorgt haben. Neben medizinischem Personal und Lehrkräften, richten sich die vielfältigen Einsendungen so auch an Mitarbeitende im Supermarkt, Busfahrer*innen oder Lastwagenfahrer*innen, deren Tätigkeiten häufig als selbstverständlich wahrgenommen werden. Der geschärfte Blick während der Krise macht besonders deutlich, wie wichtig alle Teile unserer Gesellschaft sind und dass ein Funktionieren stark davon abhängt, wie sich jede*r Einzelne einbringt und mit anderen im Verbund zusammenwirkt.

Natürlich sollen die schönen Botschaften gelebten Zusammenhalts, der Rücksichtnahme und des ehrenamtlichen Engagements vor allem diejenigen erreichen, denen der Dank gilt. Neben den vielen Adressat*innen der Botschaften möchten wir aber alle Langener Bürger*innen erreichen, um nach der Zeit des körperlichen Abstandhaltens, wieder positive Gesprächsanlässe bieten und zum Austausch über das Erlebte anregen. Denn so viel Belastung die Corona-Pandemie mit sich brachte, hat sie auch gezeigt, dass viele Ehrenamtliche, Institutionen und Organisationen das Miteinander und den Zusammenhalt nicht nur als Slogan proklamieren, sondern auch unter erschwerten Bedingungen danach handeln. So haben viele mit ihrer persönlichen Unterstützung und Arbeit, die Folgen der Krise, vor allem für die Schwächsten abgefedert, und wo es geht versucht, ein Stück Normalität möglich zu machen. Das demokratische, vielfältige und solidarische Zusammenleben in der Stadt Langen bleibt mit „Langen sagt Danke“ nicht nur ein abstrakter Eindruck, sondern wird an vielen Stellen durch die persönlichen Botschaften mit Leben gefüllt und ins verdiente Rampenlicht gerückt. Damit setzt „Vielfalt in Langen“ gemeinsam mit allen, die sich aktiv am Aufruf beteiligt haben, ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit, Egoismus und Ausgrenzung und für Anerkennung, wechselseitige Rücksichtnahme und gelebte Solidarität über alle Grenzen hinweg.

Die Partnerschaft für Demokratie „Vielfalt in Langen“ setzt sich auch über die Aktion „Langen sagt Danke“ hinaus für die Gestaltung vielfältiger Projekte und Angebote ein, die sich für eine gelebte Demokratie vor Ort stark machen. Hierfür stellen das Bundesfamilienministerium und das Land Hessen im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“, der Zivilgesellschaft fachliche Beratung und Mittel für die Umsetzung eigener Ideen und Vorhaben zur Verfügung und erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Entscheidungsgremium Begleitausschuss auch eigene Projekte und Kampagnen. „Die erste Idee zur Aktion Langen sagt Danke kam von einem Mitglied unseres Netzwerks und besonders unser Begleitausschussmitglied, Batul Shamel, hat sich sehr aktiv an der konkreten Projektplanung beteiligt. Wir von Vielfalt in Langen sind sehr froh, so viele offene, engagierte und kreative Köpfe in unseren Reihen zu haben und gemeinsam mit ihnen einen aktiven Beitrag zur lokalen Umsetzung des Bundesprogramms Demokratie leben! erbringen zu können. Auch wir möchten an dieser Stelle allen herzlich danken für dieses großartige Engagement und freuen uns auf weitere spannende Ideen für die kommenden Jahre“, resümiert Lea Berend, städtische Ansprechpartnerin von „Vielfalt in Langen“.

Dieses Projekt wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie „Vielfalt in Langen“ innerhalb des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport.

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