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2018 mehr Bücher und Medien ausgeliehen

Stadtbücherei zieht erfolgreiche Bilanz

25.03.2019
Bilanz 2018 der Stadtbuecherei - Lesung Reinert
Begeisterte zahlreiche kleine Zuhörer bei seiner Lesung in der Stadtbücherei: Kinderbuchautor Alex Reinert mit dem Mäuserich Fidel. Foto: Stupp/Stadt Langen

Mit Büchern kann man viel Spaß haben, sich entspannen und gleichzeitig noch etwas lernen. Den Stoff für das Lesevergnügen bietet die in der Neuen Stadthalle angesiedelte Stadtbücherei in Hülle und Fülle. Darüber hinaus kann das Publikum dort auch CDs und DVDs ausleihen und an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen.

Im vergangenen Jahr gingen mehr als 60.000 Leute an die Regale und circa 11.600 Leserinnen und Leser hatten einen Büchereiausweis, wie Bibliotheksleiter Thomas Mertin in seinem Jahresbericht bilanziert. Er und sein Team freuten darüber hinaus über 942 neue Literaturfreunde. Alle gedruckten, digitalen und Online-Medien zusammen wurden rund 195.300 Mal ausgeliehen. Das sind auch für Bürgermeister Frieder Gebhardt eindrucksvolle Beweise für die Attraktivität der topmodernen Einrichtung.

2018 erhöhten die Bibliothekare an der Südlichen Ringstraße den Leihbestand um etwa 3.600 Exemplare, auch durch Mittel des Kommunalen Finanzausgleichs. In den Regalen stehen jetzt knapp 55.000 Werke für die Wissenserweiterung und Unterhaltung.

Besonders beliebt war bei den 4.300 aktiven Leserinnen und Lesern der Roman „Im Wald“ von Nele Neuhaus, bei den Jugendbüchern „Silber (Erstes Buch der Träume)“ von Kerstin Gier und bei den Kinderbüchern „Der kleine Drache Kokosnuss geht auf Schatzsuche“ von Ingo Siegner beziehungsweise „Komm mit in den Zirkus“ von Patricia Mennen. Bei den Sachbüchern hatte der Dauerbestseller „Darm mit Charm“ von Guilia Enders die Nase vorn.

An Bedeutung gewonnen hat nach Mertins Angaben auch die Internetbibliothek. Die elektronischen Bücher, Hörbücher und Zeitschriften erzielten rund 26.600 Downloads (2017: 22.800). Rund 570 Büchereikunden haben sich aus der Internetbibliothek bedient. Ihr Anteil bei der Gesamtleserschaft und den Online-Ausleihen liegt bei jeweils 13 Prozent. Sehr großen Zuspruch gab es auch für das WLAN-Angebot, die beiden Internet-PCs und den Arbeits-Computer, die über 2.400 Mal genutzt wurden. Wiederholt wurden daran Power-Point-Präsentationen, Bewerbungen und Lebensläufe gestaltet.

Das pädagogische Konzept der Stadtbücherei Langen sieht laut Mertin Veranstaltungen für ein- bis zwölfjährigen Kinder vor und berücksichtigte dabei immer die verschiedenen Entwicklungsstufen der jeweiligen Gäste. „Wir bieten eine individuelle Lese- und Sprachförderung in den unterschiedlichen Programmpunkten. Rund 3.000 Kinder nahmen im vergangenen Jahr an den 169 Aktionen teil. Zu ihnen gehörten Reihen wie die Bücherzwerge, das Bilderbuchkino, die Vorlesestunde und Klassenführungen“, berichtet Thomas Mertin.

Erfolgreich war auch der „Leseclub“ für zehn- bis zwölfjährige junge Leseratten, bei dem eine Mitarbeiterin die neuesten Bücher für diese Altersgruppe vorstellt. In den Oster- und Herbstferien organisierte die städtische Umweltberatung Projektaktionen, in denen es um Natur und Umweltschutz geht. Das preisgekrönte Förderprojekt „Lesekiste“ veranstaltete die Stadtbücherei mit der Buchhandlung „litera“. Am Sommerferien-Preisrätsel für Acht- bis Zwölfjährige beteiligten sich 147 Kinder. Im November präsentierten beim „Bundesweiten Vorlesetag“ die Försterin und Waldpädagogin Iris Husermann und ihr Kollege Dieter Hanke ihre Lieblingswerke. Die musikalische Lesung „Villa Timecode“ mit dem Jugendensemble des Harmonika Spielrings unter der Leitung von Beate Rettig-Horch fand ebenfalls großen Zuspruch. An den Autorenlesungen für Schulkinder nahmen die Langener Kinderbuchautoren Sabine Kranz und Alex Reinert teil.

Als Ort der Lesekultur bot die Stadtbücherei darüber hinaus verschiedene Vorträge für Erwachsene mit einem breiten inhaltlichen Spektrum und in verschiedenen Formaten. Als besondere Publikumsmagneten entpuppten sich die Autoren Dora Heldt und Jan Costin Wagner, die ihre neuesten Bestseller-Bücher vorstellten. Weitere Höhepunkte waren die Auftritte der Langener Kulturpreisträger Heribert Gött, Peter Holle, Frank Oppermann und Reinhold Werner mit ihrem Buch „Von Bänken, Bäumen und Bembeln - 140 Jahre VVV“. Gerd J. Grein zog als Johann Wolfgang von Goethe seine Gäste in seinen Bann und berichtete über die Trinkgewohnheiten des deutschen Dichterfürsten. Mehrere Workshops zu seiner Profession gestaltete der Offenbacher Poetry Slammer Finn Holitzka. Dabei vermittelte er die Kunst Texte im Slam-Style zu den unterschiedlichsten Themen zu schreiben und vorzutragen.

Erfolgreich verlief auch die Spendenaktion „Kostenlose Büchereiausweise für Flüchtlinge“. Sie ermöglichte 60 Personen die Stadtbücherei zum Nulltarif zu nutzen. Das Angebot wird weiter aufrechterhalten. Für die kommenden Monate hat das Büchereiteam die Frankfurter Bestsellerautorin Eva Demski und Fernsehmoderator Holger Weinert eingeladen. Außerdem wird es wieder das offene „Gute-Laune-Singen“ des Ensembles Gesang und Satire aus Dreieichenhain in der Stadtbücherei geben. Ein spezielles Kinderprogramm ist ebenfalls in Planung.

Weltweit werden Stadtbüchereien immer öfter und von immer mehr Menschen als „Dritter Ort“ für ein Verweilen ohne kommerzielle Voraussetzungen außerhalb der eigenen Wohnung genutzt. Diesen starken Trend spürt auch Büchereichef Mertin. Daher sollen einzelne Bereiche im Haus umgestaltet werden, um noch mehr Platz für den Aufenthalt und für Begegnungen zu bieten. Mit zusätzlichen Arbeitsplätzen und neuen Computerangeboten wird der Lesetempel künftig seine Bedeutung als Lernort optimieren.

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