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Nach Sachbeschädigung Zeugen gesucht

Unbekannte zerstören Zäune, die dem Naturschutz dienen

24.01.2022

Zweimal binnen weniger Wochen sind Absperrgeländer nahe dem Radschnellweg in Langens Südgemarkung mutwillig zerstört worden. Die Holzkonstruktionen sollen Bereiche, die unter Natur- oder Landschaftsschutz stehen, vor unbefugtem Betreten schützen. Insofern ist der Schaden ein doppelter: Zu den Kosten für die Reparatur kommt die Zerstörung der Natur, da die eigentlich unerwünschten Trampelpfade weiterhin rege genutzt werden.

Weite Teile der Feldgemarkung südlich des Stadtgebiets sind als Landschafts- oder Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die besonders empfindlichen Lebensräume beherbergen eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten. Das im vergangenen Jahr neu eröffnete Teilstück des Radschnellwegs Darmstadt – Frankfurt verläuft in weiten Teilen durch diese Schutzgebiete. Holzzäune entlang der Trasse sollen Spaziergänger und Hundehalter, die ebenfalls entlang der Schnellwegtrasse unterwegs sind, auf den offiziellen Wegen halten. Schilder weisen zudem deutlich darauf hin, dass das Betreten der angrenzenden geschützten Flächen streng verboten ist. Allerdings haben sich in den vergangenen Jahren bereits etliche breite, aber illegale Trampelpfade gebildet, die ebenfalls durch Zäune zugestellt wurden.

„Leider scheinen einige Mitbürger den Wert unserer Natur immer noch nicht erkannt zu haben“, bedauert Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Die Zäune stehen dort aus einem guten Grund.“ Wenn nun Passanten oder Gassigeher über diese Holzzäune klettern oder sie umgehen, ist das illegal und kann mit Bußgeldern geahndet werden. Dass nun einige Zeitgenossen aber sogar so weit gehen, die Absperrungen mutwillig zu zerstören, ist eine Steigerung.

„Den Schaden hat nicht nur die Natur, sondern auch die Allgemeinheit und somit jeder Bürger. Schließlich werden die Reparaturarbeiten letztlich aus Steuergeldern bezahlt“, verdeutlicht der Erste Stadtrat. Er appelliert deshalb, die Zäune zu akzeptieren. Gleichzeitig bittet er Spaziergänger und Radfahrer, die dort unterwegs sind und entsprechende Beobachtungen machen, diese zu melden. „Sachbeschädigungen wie diese können jederzeit unter der Rufnummer 06103 90300 bei der Polizeistation Langen gemeldet werden“, sagt Stefan Löbig.

Ein Infoflyer der städtischen Umweltberatung zeigt das offizielle Wegenetz in der Südgemarkung, das problemlos begangen werden kann. Dieser kann auch von der städtischen Internetseite unter www.langen.de/schutzgebiete-in-langen.html heruntergeladen werden.

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