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Mehr Komfort für Radfahrer

Neue Wegeverbindungen sollen das Radeln noch attraktiver machen

28.09.2020

Langen fährt Rad. Aktuell beim Stadtradeln: 82.032 Kilometer haben die 421 Teilnehmer im 38 Teams bereits zurückgelegt (Stand: 24. September, 9.30 Uhr); noch bis Samstag, 26. September, können weitere Strecken dazukommen.

Aber auch über den Wettbewerb hinaus ist das Fahrrad im Stadtgebiet ein gutes Fortbewegungsmittel. Ist es doch umweltfreundlich, gut für die Gesundheit – und die lästige Suche nach dem Parkplatz fürs Auto entfällt ebenfalls. „Wir haben in Langen bis auf den Steinberg keine nennenswerten Steigungen, somit kommt man auch überwiegend ohne größere Anstrengungen zum Ziel“, sagt Bürgermeister Jan Werner. Er selbst schaut ebenfalls, dass er möglichst oft aufs Rad steigt. Und deshalb ist es ihm besonders wichtig, die Bedingungen und die Sicherheit weiter zu verbessern.

Gerade erst hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Trassenführung für die Radschnellverbindung Darmstadt – Frankfurt in der Südgemarkung der Stadt gebilligt. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein. Zudem sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, auch auf der Westseite der Bahntrasse das Radwegenetz auszubauen. „Das sind ausgesprochen gute Nachrichten für alle Radler“, freut sich Jan Werner.

Im Westen Langens ist dabei sogar die Schaffung einer ganz neuen Wegeverbindung geplant: Entlang der Schienen verläuft aktuell ein Trampelpfad, der südlich der Fußgängerbrücke in Höhe der Lortzingstraße allerdings in einer Sackgasse endet. Dieser soll nach den Vorstellungen des Bürgermeisters zum durchgängigen Radweg ausgebaut werden, der am Südende an die Straße ins Loh angeschlossen ist. Für diesen Anschluss müssen noch verschiedene Varianten geprüft werden. Eine grobe Kostenschätzung geht von 700.000 Euro für den neuen Radweg aus. In Aussicht gestellt ist dafür in diesem Jahr eine mindestens 70-prozentige Förderung als „Zubringer“ zum Radschnellweg durch das Land Hessen. Diese, so hat es die Stadtverordnetenversammlung festgelegt, ist zwingende Voraussetzung für die Realisierung. Derzeit finden Gespräche mit den Eigentümern von Flächen statt, die die Stadt für den Radweg-Ausbau benötigt. Sie sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Parallel dazu laufen bereits die weiteren Planungen für den Radschnellweg Richtung Frankfurt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Verlauf am Bahnhof, wo die Radler auf Fußgänger, Autos und Busse treffen. „Wir werden alles daransetzen, die bestmögliche Lösung für alle Verkehrsteilnehmer zu finden“, kündigt Jan Werner an. Nördlich des Bahnhofs verläuft der Radschnellweg dann zwischen Bahngleisen und Liebigstraße. Dieser Teil der Trasse wird im Zusammenhang mit der Sanierung der Liebigstraße realisiert. Unmittelbar vor der Abfahrt zur Leerweg-Unterführung wird der Radschnellweg dann über eine neu zu bauende Brücke über die Fahrbahn in die Feldgemarkung Richtung Dreieich geführt.

Diese beiden neuen Maßnahmen werden natürlich noch keine Auswirkungen auf den großen Fahrradklima-Test 2020 haben, den der ADFC aktuell betreibt. Bürgermeister Jan Werner ruft die Bürgerinnen und Bürger dennoch erneut dazu auf, sich an der Umfrage im Internet (www.fahrradklima-test.adfc.de) zu beteiligen. „Die Erkenntnisse, die dort für unsere Stadt gewonnen werden, können uns als Leitfaden für zukünftige Maßnahmen dienen“, sagt er.

 

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