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Unterstützung in einer schweren Zeit

Städtische Zuschüsse für Vereine im sportlichen, kulturellen  und sozialen Bereich

01.02.2021

Das Vereinsleben ist in der Corona-Pandemie weitestgehend zum Erliegen gekommen. Etliche Vereine und Institutionen stellt das vor große Probleme, da sie nur wenige oder gar keine Möglichkeiten haben, Einnahmen zu erzielen. Ein Lichtblick kommt aber nun aus dem Rathaus: Da der Kreis Offenbach als Kommunalaufsicht den Haushaltsplan so früh wie noch nie genehmigt hat, kann die Stadt die Zuschüsse bereits auszahlen. „Wir helfen unseren Vereinen damit durch die Krise“, freut sich Bürgermeister Jan Werner. „Sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur unserer Stadt und wir müssen alles daransetzen, ihren Erhalt zu sichern.“

Allein die Sportvereine der Sterzbachstadt erhalten im laufenden Jahr eine Unterstützung in einer Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Die Sportförderung ist breit angelegt. Sie umfasst sowohl Zuschüsse beispielsweise für Übungsleiter als auch zum laufenden Betrieb sowie Investitionen in Neuanschaffung und Sanierungen oder Optimierungen von Sportanlagen und Gebäuden. Ein großes Projekt für 2021 ist die grundlegende Sanierung der 400-Meter-Kunststofflaufbahn im SSG-Center, der sowohl für den Vereins- als auch für den Schulsport eine große Bedeutung zukommt. „Wir warten noch auf eine Zuschusszusage vom Land Hessen, dann beginnen wir mit der Realisierung“, erläutert Joachim Kolbe, als städtischer Fachbereichsleiter unter anderem für Sport und Kultur verantwortlich. Das Projekt hat ein Volumen von rund 300.000 Euro.

Weitere Investitionskostenzuschüsse 2021 bewegen sich zwischen 495,25 Euro für die Schützengesellschaft zur Beschaffung von Schießsportgeräten und 7.500 Euro für den Tennisklub zur Erneuerung der Ballwandanlage. 6000 Euro gibt es für den 1. FC Langen zur Umrüstung der Flutlichtanlage des Rasenplatzes auf LED. Die SSG erhält für die gleiche Maßnahme an ihrem Tennenplatz 3.650 Euro sowie rund 12.450 Euro zur Erneuerung von 18 Duscharmaturen. Den Turnverein unterstützt die Stadt beim Fensteraustausch im großen Saal der Jahnhalle mit 7.000 Euro. Geld für Anschaffungen gibt es ferner für den Judo-Verein, den Dreieich-Segelclub, den Kraftsportverein und den Tischtennisclub.

Den Einsatz von Übungsleitern fördert die Stadt mit 22.000 Euro, der Jugendarbeit kommen 19.000 Euro zugute. An das Basketball-Teilzeit-Internat fließen rund 7.800 Euro und an den Verein für Bewegung, Sport und Gesundheit 1.200 Euro für den Herzsport. Die Zuschüsse für die Anmietung von Räumen in der Neuen Stadthalle werden weiterhin gewährt. Für Meldegelder und Schiedsrichterkosten hochklassiger Bundesligateams (beispielsweise für die Basketballer, Rollsportler, Unterwassersportler oder Faustballer) stehen 25.000 Euro zur Verfügung.

Die fachgerechte Pflege der Sportplätze wird mit 137.250 Euro sichergestellt. Der TVL bekommt für Bewirtschaftung und Unterhaltung der Georg-Sehring-Halle und der Sporthalle am Jahnplatz 60.000 Euro. An den Kraftsportverein gehen für den Betrieb des Kraftsportzentrums an der Zimmerstraße 18.000 Euro. Weitere Clubs erhalten Zuschüsse für angemietete Sporträume von insgesamt 16.000 Euro.

Das Sportzentrum Nord schlägt einschließlich Personal mit voraussichtlich rund 380.000 Euro an kalkulatorischen Kosten zu Buche; davon dienen allein in diesem Jahr rund 113.000 Euro der Bauunterhaltung des Gebäudes. Der Kreis Offenbach steuert zu den Unterhaltskosten ein Drittel bei, weil die Halle von der benachbarten Sonnenblumenschule für den Sportunterricht genutzt wird. Als Ausgleich für Vereinsnutzungen zahlt die Stadt ihrerseits rund 40.000 Euro an den Kreis für den Sportbetrieb in der Drei-Felder-Sporthalle an der Dreieichschule. Für den Hausmeister-Schließdienst in den kreiseigenen Sporthallen fließen zudem gut 44.000 Euro pro Jahr. Außerdem übernimmt die Stadt einen Großteil der Verwaltungsarbeit, indem der Fachdienst Kultur und Sport den Trainings- und Spielbetrieb sowie alle Belegungszeiten in den zehn kreiseigenen Hallen und im Sportzentrum Nord koordiniert, steuert, regelt und abrechnet.

„Gesundheitsprävention, die Förderung sozialer Kompetenz, sinnvolle Freizeitgestaltung, das alles sind Gründe, warum uns die Sportvereine dieses Geld auf jeden Fall wert sind“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Wichtig ist uns aber auch ein breites kulturelles Angebot.“ So unterstützt die Stadt beispielsweise die Kunst- und Kulturgemeinde und die Jazz-Initiative Langen, damit es auch nach dem Ende der Pandemie weiterhin ein solch hochwertiges und vielfältiges Angebot mit renommierten Künstlern geben kann wie bisher.

Mit rund 220.000 Euro fördert Langen die Tätigkeit von Vereinen und Institutionen im sozialen Bereich. Die Bandbreite reicht vom 250-Euro-Zuschuss beispielsweise für die Rheuma-Liga bis zur Zahlung von 55.000 Euro an die Arbeiterwohlfahrt für deren ambulante Dienste. An das Zentrum für Jung und Alt (ZenJA) fließen 36.800 Euro, an den Deutschen Kinderschutzbund gut 31.300 Euro, an die Langener Tafel 6.000 Euro. Das Projekt „Hand in Hand“ der evangelischen Familienbildung wird mit 10.000 Euro unterstützt, die „Hilfe von Haus zu Haus“ der katholischen Gemeinde St. Jakobus mit 6.500, die Ehe- und Paarberatung des Diakonischen Werks mit 4.000 und die Allgemeine Lebensberatung der Caritas mit 3.000 Euro. Weitere Zuschüsse gehen unter anderem an das Autismus-Therapieinstitut Langen und die Evangelische Gemeinde sowie an nicht in Langen ansässige, aber auch hier tätige Institutionen wie die Behindertenhilfe in Stadt und Kreis (Wohnverbund, Albrecht-Tuckermann-Wohnanlage, 1.450 Euro), das Suchthilfezentrum Wildhof (15.800 Euro) oder CBF Dreieich (12.000 Euro für Behindertenfreizeiten).

„Die sozialen Folgen der Corona-Pandemie können wir heute noch gar nicht absehen. Sie werden erst nach und nach erkennbar. Deshalb ist es wichtig, dass die in diesem Bereich tätigen Vereine und Initiativen gut aufgestellt sind, um den Herausforderungen gewachsen zu sein“, erklärt Constantin Strelow Castillo, Fachbereichsleiter für Soziales und Bildung. „Das Geld, das wir für sie, aber auch für alle anderen Vereine ausgeben, ist gut angelegtes Geld für die Zukunft unserer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner“, sagt Bürgermeister Jan Werner.

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