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Hallenbad öffnet unter Corona-Bedingungen

Online-Kartenverkauf, Zeitfenster und Schwimmen im Kreisverkehr

09.10.2020

Etwas später als üblich nimmt das Langener Hallenbad in diesem Jahr seinen Betrieb auf: Von Dienstag, 13. Oktober, an kann dort geschwommen werden – unter Corona-Bedingungen. Dazu zählen auch ein Online-Ticketsystem sowie eine Begrenzung der maximalen Aufenthaltsdauer und Besucherzahl. Aufgrund der bis zum 27. September verlängerten Freibadsaison und der im Hallenbad erforderlichen Arbeiten war der nahtlose Übergang von Freibad- und Hallenbadsaison in diesem Jahr nicht möglich.

Das Team der Bäder- und Hallenmanagement GmbH Langen (BaHaMa) hat in den vergangenen Wochen ein detailliertes, den gesetzlichen Vorgaben entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt. Das war mit großem Aufwand verbunden. „Aber es ist uns speziell mit Blick auf unsere Kinder und Vereine wichtig, dass auch in der kalten Jahreszeit in Langen geschwommen werden kann“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Die Pandemie darf nicht zur Folge haben, dass die Zahl der Kinder, die nicht oder nur schlecht schwimmen können, ansteigt. Damit helfen wir, Badeunfälle zu vermeiden, die unter Umständen tödlich enden können. Auch möchten wir den Sportvereinen das Training ermöglichen. Dafür nehmen wir die enormen Mehrkosten, die uns durch Corona entstehen, in Kauf.“

Maximal 70 Badegäste (je 35 männlich und weiblich) dürfen gleichzeitig ins Bad. Mehr ist durch das begrenzte Platzangebot in den Umkleidebereichen nicht möglich. Wegen der eingeschränkten Besucherkapazität sind Schul-, Vereins- und öffentlicher Betrieb streng getrennt. Für alle Badegäste gelten schon im Foyer der Neuen Stadthalle und im gesamten Bereich des Hallenbades die Abstands- und Hygienevorschriften. Es besteht eine generelle Maskenpflicht, die erst im Beckenbereich endet.

Im Eingangsbereich ist eine Desinfektionsstation zur Handreinigung aufgebaut. In den Umkleide- und Sanitärbereichen gilt eine Personenbeschränkung. Der Aufenthalt in diesen Räumen ist so kurz wie möglich zu halten.

Beim Schwimmen selbst ist dann Disziplin gefragt: Im 50-Meter-Becken gilt Kreisverkehr, dafür sind breite Bahnen im Wasser abgeteilt. Auch dort muss auf den Abstand geachtet werden.

Sofern das Sprungbecken frei ist, besteht auch dort die Möglichkeit zu schwimmen. Der Sprungturm ist jedoch geschlossen. Das Kinderplanschbecken kann ebenfalls nicht genutzt werden. Im Lehrschwimmbecken finden in der Regel ausgewählte Kurse der Schwimmschule statt.

Warmbadetage wird es während der Pandemie nicht geben. Die Wärmebänke in der Schwimmhalle dürfen unter Einhaltung der Abstandsregelung aber genutzt werden. Gleiches gilt für die Warmwasserduschen. Das Föhnen ist im Hallenbad dagegen nicht erlaubt. Der Schwimmbadshop ist während der Pandemiephase geschlossen.

„Ganz wichtig: Der spontane Hallenbadbesuch ist nicht möglich. Eintrittskarten müssen vorab online gebucht werden“, erklärt BaHaMa-Geschäftsführer Joachim Kolbe. Das Buchungssystem ist über die Homepage der Stadt Langen (www.langen.de) erreichbar. Dabei sind Zeitfenster (Time-Slots) von jeweils zwei Stunden für den regulären Badebetrieb eingerichtet, die von den Badegästen online reserviert werden können. Die reinen Eintrittsgebühren werden reduziert: Sie betragen für Erwachsene drei, für Begünstigte zwei Euro. Da allerdings Vorverkaufs- und Systemgebühren anfallen, entspricht der Endpreis in etwa der regulär fälligen Summe. Wer keinen Internetzugang hat oder aus anderen Gründen nicht online buchen möchte, hat die Möglichkeit, Karten im Reisebüro Mister Travel, Westendstraße 2, oder im Buchladen am Lutherplatz kaufen. Der Normalpreis von 3,80 Euro beinhaltet drei Euro Eintritt plus zehn Prozent Vorverkaufsgebühr (30 Cent) plus 50 Cent Systemgebühr. Der Preis für Begünstigte von 2,70 Euro beinhaltet zwei Euro Eintritt plus zehn Prozent Vorverkaufsgebühr (20 Cent) plus 50 Cent Systemgebühr. 

Jahreskarteninhaber müssen sich ebenfalls einbuchen. Das Ticket an sich ist dabei kostenfrei, allerdings wird eine geringe Systemgebühr von 50 Cent fällig. Als Ausgleich erhalten sie jedoch eine Verlängerung der Laufzeit ihrer Karte. Zudem bietet ihnen die BaHaMa die Möglichkeit, sich eine Stunde vor jedem Slot telefonisch unter 06103 203-456 über eventuell freie Kapazitäten zu informieren. Ein Online-Ticket ist dann nicht erforderlich, allerdings ist am Bad-Eingang die Jahreskarte vorzuzeigen.

Jahreskartenbesitzer, die dies nicht nutzen oder aktuell komplett auf den Badbesuch verzichten möchten, haben alternativ die Möglichkeit, ihre Karten zurückzugeben. Sie erhalten dann eine entsprechende Rückzahlung prozentual zur noch nicht genutzten Laufzeit.

Für den öffentlichen Betrieb sind folgende Zeitfenster eingerichtet: dienstags und donnerstags von 7 bis 9, 13.45 bis 15.45 und 19.15 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags von 7 bis 9, 13.45 bis 15.45 sowie 16.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 13.45 bis 15.45 und 16.30 bis 18.30 Uhr sowie sonntags von 9 bis 11, 11.45 bis 13.30 und 14.15 bis 16.15 Uhr. Montags ist kein individueller Besuch möglich.

Die Schulen und Vereine verfügen über eigene Zeitfenster, die außerhalb des regulären Badebetriebs eingerichtet worden sind. Nach jedem Zeitfenster wird das Bad komplett geräumt und anschließend desinfiziert.

Über alle Bestimmungen, Änderungen und Neuigkeiten informiert die Stadt auf ihrer Webseite www.baeder-langen.de sofort und in Echtzeit. Möglich macht das der offizielle Twitter-Account der Langener Bäder (@BaederLangen). Zum Lesen der Nachrichten auf der Internetseite ist kein eigener Twitter-Account nötig.

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