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Wieder großer Wurf für Kinderbetreuung in Langen

„Terminal for Kids“ mit gut 160 Plätzen an Asklepios Klinik

24.02.2020

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen der Asklepios Klinik, den Fachdiensten im Rathaus und dem freien Träger „Terminal for Kids gGmbH“ (TfK) wird die Stadt Langen beim Ausbau der Kinderbetreuung zusätzliche Plätze schaffen. Nachdem die neue Kita der Arbeiterwohlfahrt vor Kurzem an der Frankfurter Straße an den Start ging, nimmt somit ein weiteres Großprojekt Konturen an. Der Magistrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung für eine Zusammenarbeit mit der TfK ausgesprochen. Konkret geht es darum, dass die gemeinnützige Gesellschaft auf dem Gelände der Asklepios Klinik eine neue Tageseinrichtung für Kinder vorfinanziert, baut und betreibt.

„Es geht hier um eine große Einrichtung und um einen erfahrenen und verlässlichen Partner“, freut sich Bürgermeister Frieder Gebhardt. Das Projekt komme zur rechten Zeit und werde einen spürbaren Beitrag dazu leisten, die Kitaplatz-Versorgung in Langen abermals zu verbessern. Laut der Magistrats-Vorlage sollen 125 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren entstehen und 36 Plätze für Ein- bis Dreijährige. Zusammen wären das acht Gruppen. Vorgesehen ist, dass bis zu 25 Prozent der Plätze an Langener Firmen vergeben werden. Davon würde auch die Klinik profitieren, die gerade bei der Suche nach Pflegepersonal mit der Trumpfkarte der Kinderbetreuung werben könnte. Ansonsten gilt, dass der Träger am zentralen Aufnahmeverfahren und an der zentralen Platzvergabe der Stadt teilnimmt.

Der Name „Terminal for Kids“ gibt einen Hinweis auf die Herkunft der Gesellschaft. Sie ist eine Tochter der medical airport service GmbH und diese wiederum eine Konzerntochter des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport AG und der B.A.D. Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH. Die TfK ist seit 2006 tätig und mittlerweile ein großer privater Träger von Betreuungseinrichtungen in Hessen. Alle Einrichtungen garantieren nach Angaben des kaufmännischen Leiters Björn Hörnle eine hohe Betreuungsqualität. „Tiergestützte Pädagogik und bilinguale Erziehung gehören bei uns ebenso zum Alltag wie täglich frisch aus Bio-Produkten zubereitete Mahlzeiten.“

Entstehen soll die Tageseinrichtung für Kinder auf dem südlichen Zipfel des Klinik-Geländes hinter den Parkplätzen. Dort sind rund 3.000 Quadratmeter für das Gebäude und die Freiflächen reserviert. Das Teilgrundstück würde Asklepios dem Träger in Erbpacht zur Verfügung stellen. Der Klink-Konzern hat das Gesamtareal selber vom Kreis Offenbach gepachtet.

Nach jetzigem Stand könnte die Einrichtung im September 2021 in Betrieb gehen. Die Betriebskosten trägt – wie bei allen freien und kirchlichen Trägern - die Stadt. Sie liegen laut aktuellen Berechnungen bei voraussichtlich 1,4 Millionen Euro im Jahr. Allerdings wird die TFK alle Möglichkeiten nutzen, um bei Bund, Land und darüber hinaus Zuschüsse zu erhalten und dadurch den städtischen Anteil zu verringern.

Die Magistratsvorlage wird am Donnerstag, 5. März, im Haupt- und Finanzausschuss mit beigeladenem Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport beraten. Am Donnerstag, 19. März, steht das Papier zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

 

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