Corona-Pandemie: Bitte die Informationen auf der Startseite www.langen.de beachten!

Aktuelles | Aktuelles Rathaus | Aktuelles Kultur/Freizeit

Spende für Gedenkstätte ehemalige Synagoge

02.07.2020
Spende Synagoge
Die großzügige Spende eines Bürgers leistete einen weiteren Beitrag zum Erhalt und zur Verschönerung der Langener Gedenkstätte. Der ehrenamtliche Stadtarchivar und „Heimatkundige“ Heribert Gött (von links), der ehemalige Bürgermeister Frieder Gebhardt und Fachdienstleiter Uwe Sandvoß sowie Ralf Baier von der Stadt Langen konnten sich vom Erfolg der Maßnahmen überzeugen. Foto: Stupp/Stadt Langen

Ein Langener Bürger hat 5.000 Euro für die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge an der Dieburger Straße gespendet. Für das Geld wurde eine junge Eiche gepflanzt. Ihr Vorgängerbaum fiel 2019 dem großen Sturm zum Opfer. Außerdem konnte die Tür zum rituellen jüdischen Tauchbad Mikwe mit einer Lochblechplatte versehen werden. Dadurch weht kein Laub mehr in den Raum hinein und verschmutzt ihn.

Weiter befestigte die Stadt den Übergang zum Nachbarhaus und gestaltete die hintere Begrenzung an der Rückseite der Synagoge mit alten Sandsteinblöcken neu. Bereits im vergangenen Jahr errichtete sie eine zweite Schautafel auf der Straßenseite, damit die Bevölkerung nicht erst das Grundstück betreten muss, um etwas zur Historie des Hauses zu erfahren.

Seit dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts sind Juden in Langen urkundlich nachweisbar. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die jüdische Bevölkerung langsam, aber stetig zu. Sie feierte damals ihre Gottesdienste bis in die 1850er Jahre in einem angemieteten Raum an der Obergasse, anschließend in einem eigenen Gebäude an der Borngasse. Wegen der räumlichen Enge erwarb die jüdische Gemeinde ein Grundstück an der Dieburger Straße und errichtete dort ein Synagogengebäude im neoromanischen Baustil. Diesem war eine Mikwe angeschlossen, die 1902 eingeweiht wurde. Am 10. November 1938 setzten die Nazis das Gotteshaus in Brand und zerstörten es völlig. Am einstigen Standort der Langener Synagoge errichtete die Stadt nach dem Krieg aus den noch vorhandenen Reststeinen ein Mahnmal, das seinerzeit eines der ersten seiner Art in Hessen war.

Zurück