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Schnelles Internet für alle

Letzte „weiße Flecken“ in der Stadt werden beseitigt

27.12.2021

Mit Höchstgeschwindigkeit im Internet unterwegs, das ist heutzutage sowohl für Unternehmen, aber auch für Privatleute ein unbedingtes Muss. Gerade in Ballungsräumen ist dies fast flächendeckend möglich – aber eben nur fast. So gibt es auch in Langen noch einige „weiße Flecken“, wo Telekommunikationsunternehmen mangels Aussicht auf Gewinne nicht von sich aus tätig werden. Häufig davon betroffen sind Grundstücke im Außenbereich, aber auch zahlreiche Schulen. Diese sollen nun im Rahmen eines Ausbauprojekts des Kreises Offenbach an ein gigabitfähiges Glasfasernetz angeschlossen werden.

Zum Ausbau des Breitbandnetzes und zur Beseitigung der „weißen Flecken“ hat das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur ein Förderprogramm aufgelegt, das in Hessen durch die Staatskanzlei und das Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit weiteren Mitteln aufgestockt wird. Diese insgesamt 90-prozentige Förderung nutzt der Kreis Offenbach und hat den Netzausbau an die PEB Breitband GmbH & Co. KG vergeben. PEB ist eine Beteiligungsgesellschaft der Entega Medianet und der Firma Klenk & Sohn, beides Unternehmen mit regionalem Bezug. Die noch offenen zehn Prozent der Kosten trägt der Kreis. Abgeschlossen sein soll der Ausbau in allen Kreiskommunen spätestens Ende 2023.

Der Ausbau erfolgt als sogenannter FTTH-Anschluss (Fiber To The Home). Dabei wird die Glasfaserleitung bis ins Haus an einen Übergabepunkt verlegt. Dadurch werden diese Adressen stabil mit mindestens ein Gigabit pro Sekunde symmetrisch versorgt. Welche Datenrate der Kunde dann tatsächlich nutzt, ist natürlich von seinen individuellen Vertragskonditionen abhängig.

Für Langen listet der Ausbauplan insgesamt 54 Adressen auf. Darunter sind auch acht Schulen: Ludwig-Erk-, Geschwister-Scholl-, Albert-Schweitzer-, Adolf-Reichwein-, Albert-Einstein-, Dreieich-, Erich-Kästner- und Janusz-Korczak-Schule. Die Sonnenblumenschule sowie die Wallschule verfügen nach Angaben des Kreises bereits über eine ausreichende Anbindung.

Neben einigen Unternehmen sowie Privatadressen – beispielsweise im Loh – befindet sich auch das Strandbad Langener Waldsee auf der Liste. „Das ist eine sehr gute Nachricht, da wir ja auch weiterhin auf elektronische Tickets setzen wollen und uns eine schnelle, stabile Datenverbindung dabei die Arbeit erleichtert“, sagt Joachim Kolbe, Geschäftsführer der Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH (BaHaMa) und als städtischer Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport unter anderem für das Thema Breitband zuständig.

„Wie wichtig schnelle Internetverbindungen für alle sind, haben wir nicht zuletzt durch Homeoffice und Homeschooling gelernt“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Gerade für die Schulen sind Highspeed-Anschlüsse unerlässlich. Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir nun dank der Förderung durch Bund, Land und Kreis die letzten ,weißen Flecken‘ in unserer Stadt beseitigen können.“

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