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Kita-Kinder vermieden vorbildlich Abfall

Origineller Beitrag zur europäischen Aktionswoche im November

07.12.2020

„Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!" lautete diesmal das Motto der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Unsichtbarer Müll sind beispielsweise Produktionsreste, die bei der Erzeugung von Elektrogeräten, Textilien oder Mobiliar reichlich anfallen. Zu den zahlreichen Aktions-Teilnehmern aus Deutschland zählte in diesem Jahr auch wieder die Stadt Langen. Die Kita Nordlicht an der Nordendstraße engagierte sich dabei in besonderer Weise und sagte der Wegwerfmentalität den Kampf an. Gemeinsam mit dem Kita-Team, organisiert von der Erzieherin Martina Müller, haben die Hort-Kinder, schöne Dinge für die Adventszeit nur aus Recyclingmaterialien gebastelt.

Egal ob Eierkarton, Toilettenpapierrolle, Gurkenglas oder verschrumpelte Kartoffel: Alle diese Dinge fanden bei den Do-it-yourself-Produkten noch Verwendung. Alufolie, Glitzersterne und Schneespray aus der Treibgasdose konnten dafür getrost im Geschäft bleiben. So entstanden ganze Nadelwälder aus Eierkartons, Weihnachtsbaumschmuck und Geschenkanhänger aus Klopapierrollen, schöne Windlichter aus Obstgläsern oder selbstbedrucktes Geschenkpapier. Eine kreative und umweltfreundliche Aktion, passend zur Jahreszeit findet auch Bürgermeister Jan Werner, der sich über die Recyclinginitiative der jungen Langener Umweltschützer freut.

Eine weitere Aktion für die EWAV war der Livestream der Gruppe fair-brauchen Langen. Hier wurde online (www.facebook.com/fairbrauchenLangen) am 24. November gezeigt, wie umweltfreundliche Wachstücher als Verpackungsmaterial für Lebensmittel entstehen.

Die EWAV ist seit 2009 Europas größte Kampagne rund um die Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Ziel ist es, alle auf die Notwendigkeit der Ressourcenschonung aufmerksam zu machen. Ob Kleidung, Möbel oder elektronische Geräte – häufig haben Produkte nur eine kurze Lebensdauer. Folge sind unter anderem steigende Abfallberge. Die Woche hat sich daher den Fragen gewidmet, wie es gelingen kann, die Herstellung und den Konsum von Waren umweltgerechter zu handhaben und wie die gefährlichen Auswirkungen von Abfall durch die richtige Entsorgung vermieden werden können. Die europaweiten Veranstaltungen zur Abfallvermeidung widmeten sich 2020 zwei großen Fragen: Wie kann man die Herstellung und den Konsum von Waren umweltgerechter gestalten und die gefährlichen Auswirkungen von Abfall für Mensch und Umwelt durch die richtige Entsorgung vermeiden?

Zu den unsichtbaren Abfällen gehört auch Mikroplastik, das sich unsichtbar, mittlerweile überall in unserem Leben festgesetzt hat, beispielsweise in Kosmetik, wie in Peelings, Duschgels und Shampoos, wo es als „Schleifmittel“ oder Füllstoff verwendet wird. Mikroplastik begegnet uns auch in Form von Mikrofasern, die sich beim Waschen aus synthetischen Kleidungsstücken wie Fleece und Polyester lösen und ins Abwasser gelangen. Aber auch der mittlerweile alltägliche Einsatz von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien, vom Kloreiniger bis zum Backofenspray ist unnötig, vielmehr schädigen diese aggressiven Spezialreinigungsmittel sogar Umwelt und Gesundheit. Vier einfache Produkte wie Schmierseife oder ein neutraler Allzweckreiniger, Essigreiniger oder Zitronensäure, Scheuerpulver sowie ein Handspülmittel reichen im Haushalt völlig aus. Weitere Informationen gibt es unter der Adresse www.wochederabfallvermeidung.de im Internet.

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