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Kein Sammeltransport ins Impfzentrum

Kosten für Taxifahrten werden bei Erstattungsanspruch von  Krankenkassen oder dem Land übernommen

21.01.2021

Das regionale Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle hat seinen Betrieb aufgenommen – vorerst allerdings werden dort nur Personen der höchsten Prioritätsstufe geimpft. Dies sind überwiegend (mit Ausnahme von Pflege- und medizinischem Personal) die über 80-Jährigen, die oftmals nicht mehr mobil sind. Dies hat eine Diskussion über Sammeltransporte und die Übernahme von Fahrtkosten ausgelöst.

Die Meinung der Stadt Langen dazu ist eindeutig: „Wir haben eine ganz klare und einheitliche Regelung im Kreis Offenbach und an die werden wir uns halten. Auch wenn nun eine Kommune bereits ausgeschert ist: Wir werden keine Sammeltransporte anbieten und auch keine Kosten erstatten“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Das heißt aber natürlich nicht, dass wir unsere betagten Bürgerinnen und Bürger im Regen stehen lassen. Ganz im Gegenteil: Mit dem Verzicht auf organisierte Fahrten etwa in Reisebussen helfen wir mit, das Infektionsrisiko für sie zu minimieren. Denn nach wie vor gilt es, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren“, so der Verwaltungschef. Einzeltransporte zu organisieren ist nach seinen Worten aufgrund des extremen Aufwands seitens der Stadt logistisch nicht machbar. Zumal es gute Alternativen gibt.

Jan Werner verweist ausdrücklich darauf, dass Personen, die nicht mobil sind, die Möglichkeit haben, die mobilen Impfteams in Anspruch zu nehmen. Wer darüber hinaus nicht selbst fahren oder den ÖPNV nicht nutzen möchte, kann sich ein Taxi rufen. Wer bei Arztbesuchen einen Erstattungsanspruch für Fahrtkosten hat, erhält die Taxikosten von seiner Krankenkasse zurück. Sollte diese eine Erstattung ablehnen, hat Innenminister Peter Beuth für das Land Hessen bei Vorlage entsprechender Belege die Übernahme der Kosten angekündigt. Im Impfzentrum werden dazu sogar eine Bescheinigung und weitere Informationen ausgegeben.

„Greifen Sie auf die heimischen Taxiunternehmen zurück, wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, nach Frankfurt zu gelangen“, empfiehlt der Bürgermeister ausdrücklich. „Das gleiche gilt übrigens auch, wenn voraussichtlich am 9. Februar das Impfzentrum des Kreises in Heusenstamm eröffnet. Dies ist der beste Schutz gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie.“ Wenn bei Verfügbarkeit von größeren Mengen an Impfstoff dann auch immer mehr jüngere Menschen Impftermine bekommen können, werde das Thema Anreise an Bedeutung verlieren, da diese überwiegend mobiler sind. „Die beste Art und Weise, ins Impfzentrum und zurück zu kommen, ist immer noch das eigene Auto“, betont Jan Werner. „Schließlich darf nicht vergessen werden, dass jeder von uns, ob geimpft oder nicht, in den nächsten Wochen und Monaten nach wie vor die Abstands- und Hygieneregeln streng beachten muss, damit wir diese Pandemie endlich in den Griff bekommen. Ich bin mir aber sicher, dass die Langenerinnen und Langener alles tun werden, damit wir schon bald zu einem normalen Leben zurückkehren können.“

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