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Gemeinsam für weniger Abfall

Europäische Woche der Abfallvermeidung in Langen

20.12.2021

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) ist seit 2009 Europas größte Kampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Recycling. Sie findet jährlich Ende November auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus statt. Ziel ist es, auf die Notwendigkeit der Ressourcenschonung aufmerksam zu machen und Abfälle zu vermeiden. Regelmäßig seit 2015 gehört auch die Stadt Langen zu den Teilnehmern der Aktion, an der in diesem über 200 Kommunen aus Deutschland mitmachen.

2021 liegt der Themenschwerpunkt auf der Vermeidung von Abfällen und dem Ressourcenschutz. Das Motto in Deutschland lautet: „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit!“ Auch die Kleinsten machten am Sterzbach mit. Ein schönes Beispiel dafür ist die Aktion der Kitas Nordlicht.  Gemeinsam mit dem Hortteam bastelten die 20 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren Minigewächshäuser aus Recyclingmaterialien wie Marmeladen- und Einmachgläsern. Anschließend pflanzten sie dort zahlreiche gespendete Ableger von Zimmerpflanzen ein, beschrifteten und verzierten die Gefäße. Jetzt können sie den Pflanzen in ihrem Minigewächshaus beim Wachsen zuschauen und nebenbei sorgt das Grünzeug auf den Fensterbänken der Kita und Zuhause auch noch für ein gutes Klima.

Der weltweite Ressourcenverbrauch hat zwischen 2014 und 2019 um 17 Prozent zugenommen. In diesem Zeitraum ist die jährliche Menge an Siedlungsabfällen um 700 Millionen auf 2,7 Milliarden Tonnen gewachsen. Die Bundesrepublik ist mit etwa 50 Millionen Tonnen daran beteiligt. Ein gutes Zeichen ist, dass seit einigen Jahren die Netto-Abfallaufkommen in Deutschland stagnieren. Durch Maßnahmen der Abfallvermeidung soll dieser Trend weiter gestärkt werden. Daher hat die EWAV zum Ziel, mehr Akteurinnen und Akteure zu motivieren und mit ihren Aktionen aufzuzeigen, wie Abfälle vermieden werden können, damit die täglich bundesweit eingesammelten über 31.000 Tonnen kommunalen Abfalls deutlich gesenkt werden.

Trotzdem ist die Menge an Abfall zwischen Alpen und Nordsee immer noch zu hoch. Ob Kleidung, Möbel oder elektronische Geräte – nicht selten haben Produkte nur eine kurze Nutzungsphase. Die kurze Lebensdauer von Produkten und ein ständig wachsender Markt lassen auch die Abfallberge stetig steigen. Diese Entwicklung geht zu Lasten der natürlichen Ressourcen und gefährdet letztlich den Klimaschutz. Aber nicht nur „Fast Fashion“-Trends und schnelle Innovationszyklen sind es, die dazu führen, dass Produkte schnell im Müll landen. Studien zu Elektrogeräten ergeben, dass immer mehr dieser Geräte bereits innerhalb der ersten fünf Jahre kaputtgehen. 2013 etwa mussten 8,3 Prozent der Haushaltsgroßgeräte innerhalb dieses Zeitraums aufgrund von Defekten ersetzt werden, während es 2004 noch 3,5 Prozent waren (Quelle: Umweltbundesamt 2017).

Weitere Informationen können im Internet unter www.wochederabfallvermeidung.de abgerufen werden. Lohnenswert ist zudem ein Blick auf die Internetseite der städtischen Umweltberatung unter www.langen.de. Telefonisch ist die Umweltberatung unter 06103 203-391 zu erreichen.

 

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