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Erneut weniger Straftaten in Langen

Polizei präsentiert Statistik und Ergebnis erfolgreicher Arbeit

24.04.2020

Das sind gute Nachrichten: In Langen wurden 2019 weniger Straftaten verübt als in den Vorjahren. Zugleich konnten vergleichsweise viele Diebe, Betrüger und nicht zuletzt Mörder durch die gute Polizeiarbeit vor Ort dem Richter vorgeführt werden. Das bescheinigt jetzt die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen, zu dem auch der Kreis Offenbach und damit die Stadt Langen gehört.

Insgesamt 1.535 Delikte mussten die Ordnungshüter verfolgen. Zwölf Monate zuvor waren es noch 1.730. Genau 64,6 Prozent aller kriminellen Handlungen konnten aufgeklärt werden und damit mehr als 2018 (62,5 Prozent). Mehr als drei Viertel aller Fälle (80,8 Prozent) gingen auf das Konto von Erwachsenen und 10,4 Prozent auf das von jungen Männern und Frauen zwischen 18 und 21 Jahren. Jugendliche (14 bis 18 Jahre) und Kinder unter 14 hatten 8,9 Prozent der Straftaten auf dem Kerbholz.

Die meisten Vergehen in der Sterzbachstadt fielen in die Kategorie Diebstahl. 223-mal mussten die Beamten wegen der „Aneignung fremder Sachen“ (2018: 315) ermitteln - in 272 Fällen sogar unter „erschwerenden Umständen“ (2018: 300). Hierzu zählen Wohnungseinbrüche (2019: 54, 2018: 46) oder Diebstahl von Gegenständen aus Kraftfahrzeugen (24 Delikte) und Diensträumen (15). 39 Langfinger wurden wegen Ladendiebstahls angezeigt (2018: 76) und 134 Fahrräder geklaut (2018: 144). Von diesen gelangten immerhin 88 wieder in die Hände ihrer Besitzer zurück.

Außerdem kamen die Freunde und Helfer von der Südlichen Ringstraße 306 Personen wegen Betrugs auf die Schliche - gemeldet wurden insgesamt 354 Fälle (2018: 314). Die Aufklärungsquote lag dabei immerhin bei rund 86,4 Prozent. Wegen Körperverletzung war die Polizei 133-mal im Einsatz (2018: 146). Die meisten Tatverdächtigen (95 Prozent) wurden gefasst.

Mit Rauschgiftdelikten hatten es die Schutzleute 103-mal zu tun (2018: 198). In 95 Prozent der Fälle wurden die Täter ermittelt. Nahezu gleichgeblieben sind die rund 100 Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. Die Straftaten gegen die „sexuelle Selbstbestimmung“ – dazu gehören zum Beispiel Belästigung und Nötigung - stieg geringfügig von 18 auf 20 Fälle. Leichte Körperverletzungen gingen von 146 auf 133 zurück. Opfer einer Gewalttat wurden im vergangenen Jahr in Langen vier Menschen, zwei mehr als 2018, aber alle Mörder wurden gefasst.

Detlef Krüger, stellvertretender Dienststellenleiter vor Ort, sieht den Rückgang der registrierten Straftaten überaus positiv. „Das spornt uns weiter an und wir werden auch künftig Kontrollen durchführen und starke Präsenz zeigen, um den Langenerinnen und Langenern und ihren Gästen größtmögliche Sicherheit zu bieten.“ Bürgermeister Frieder Gebhardt lobt die Erfolge der Polizei. „Das sind erfreuliche Nachrichten für unsere Stadt und ein Beleg für die hervorragende Präventions- und Ermittlungsarbeit der Langener Ordnungshüter“, sagt der Rathauschef. Die Sicherheit sei ein enorm wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, die sich zwischen Neurott und Steinberg in guten Händen fühlen könnten. Besonders beachtlich findet Gebhardt die Aufklärungsquote und die sinkende Zahl der Straftaten im Hinblick auf das derzeitige Bevölkerungswachstum in der Kommune. „Es leben mehr Menschen in unserer Stadt, aber es gibt immer weniger Straftaten – das zeigt die Qualität des Einsatzes unserer lokalen Polizei“, fasst er zusammen. „Die Dienststelle mit ihrer zentralen Lage im Rathaus ist ein Glücksfall für Langen.“ Dennoch gelte: „Jede Tat ist eine zu viel.“

Wer die gesamte Statistik als PDF-Datei studieren möchte, findet sie auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Südosthessen unter der Adresse www.polizei.hessen.de.

 

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