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Elterntaxen gefährden Kinder

Verkehrsbehinderungen vor Langens Schulen

27.09.2021

Die Sommerferien sind zu Ende und in Langen bringen wieder zahlreiche Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und holen sie von dort wieder ab. Dabei halten sie häufig verkehrswidrig an Bushaltestellen, im Halteverbot, auf dem Zebrastreifen oder in der zweiten Reihe. Die Folge sind Verkehrsbehinderungen und ein erhöhtes Unfallrisiko. Vor allem behindern die rücksichtslos parkenden „Elterntaxen“ die Sicht der Autofahrer auf die Kinder und die der Schüler auf die fahrenden Autos. Und dadurch gefährden die Eltern oder Großeltern letztlich auch die Schulkinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Zugleich sind sie auch schlechte Vorbilder. Aus diesem Grund wird die städtische Ordnungspolizei die Verkehrssituationen rund um die Schulen und Kitas in der nächsten Zeit auch regelmäßig kontrollieren.

Bürgermeister Jan Werner bittet alle Mütter, Väter, Omas und Opas ihren Nachwuchs möglichst zu Fuß zum Unterricht zu bringen und von dort wieder abzuholen. Falls solche Bring- und Abholtouren doch einmal nötig sind, sollte besonders vorsichtig und umsichtig gefahren, auf die Verkehrsregeln geachtet und nicht verkehrswidrig vor der Schule geparkt werden.

„Auch der ADAC Deutschland empfiehlt, dass Schüler bei einem Schulweg von bis zu zwei Kilometern zu Fuß gehen sollten. Nach Ansicht von Experten wäre es gut, wenn sich Kinder vor Schulbeginn bewegen würden, da dies ihre Konzentration im Unterricht steigere. Außerdem würden sie auf dem Schulweg besser grundlegende Verkehrsregeln erlernen, den Blick für den Straßenverkehr schärfen und dadurch an Kreuzungen die Geschwindigkeit nahender Autos besser einschätzen“, ergänzt der Rathauschef. Denn, wenn Jungen und Mädchen stets mit dem Wagen zur Schule gefahren werden, können sie kaum selbständige Mobilität zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Schulbus üben. Dieser Lernprozess kann gar nicht früh genug beginnen. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nach der Einschulung einige Wochen zu Fuß begleiten. Dann können sie sicher sein, dass ihr Nachwuchs den Weg auch im Alleingang bewältigt. Und damit ist ein „Elterntaxi“ in der Regel nicht mehr vonnöten.

 

 

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