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Einsatzkräfte mit Sirenen alarmiert

Dauerton nach Unwetter löste Spekulationen aus

02.09.2019

Als der Sturm vor knapp zwei Wochen sein unheilvolles Werk verrichtet hatte, heulten für kurze Zeit die Sirenen. Das kommt ausgesprochen selten vor in Langen und ließ in den sogenannten sozialen Medien die wildesten Spekulationen blühen. Zum Beispiel, dass ein weiterer Orkan im Anmarsch sei und sich die Leute in Sicherheit bringen sollten. In Wirklichkeit wurden durch das Signal sämtliche verfügbaren Feuerwehr-Einsatzkräfte alarmiert. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Frank Stöcker mit Erfolg: „Wir konnten 25 zusätzliche Kräfte gewinnen.“

Normalerweise funktioniert das mit modernen Kommunikationsmitteln, über die „stille Alarme“ ausgelöst werden. Dazu verfügen die Feuerwehrleute über tragbare Funkmeldeempfänger, die sie bei sich tragen. Sirenen sind allein schon deswegen nicht mehr angesagt, weil sie vor allem auch die Neugier von Schaulustigen hervorrufen würden.

Eine Folge des Unwetters war allerdings, dass das Funknetz vorübergehend zusammenbrach, weil es einen Stromausfall gab. Deshalb entschied sich die Feuerwehr für einen Sirenenalarm. Dafür gibt es ein bundesweit einheitliches Signal: ein zweimal unterbrochener Dauerton von einer Minute. Er hat nicht die Alarmierung der Bevölkerung zum Ziel.

Anders sieht das beim Sirenensignal „Heulton Dauer eine Minute “ aus. Die Bevölkerung wird hiermit aufgefordert, Radio und Fernseher einzuschalten und entsprechende Durchsagen abzuwarten und Warnhinweise zu befolgen.

Wer vor Bränden, schweren Unwettern oder unerwarteten Katastrophen gewarnt und möglichst verschont bleiben möchte, kann das System „Katwarn“ als App auf sein Mobiltelefon installieren. „Katwarn“ leitet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die betroffenen Menschen. Über Inhalt, Zeitpunkt und Umfang entscheiden allein autorisierte Behörden und Sicherheitsorganisationen. Ähnliche Funktionen bietet „NINA“, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes. Die Langener Feuerwehr weist zudem darauf hin, dass sie bei Einsätzen regelmäßig und zeitnah über Twitter informiert.

 

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