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Die Stadt Langen hat 21 Töchter

Bericht sorgt für Transparenz bei den Beteiligungen

04.10.2021
Beteiligungsbericht 2020

Jede hessische Kommune hat das Recht, sich wirtschaftlich zu betätigen. Davon macht auch die Stadt Langen Gebrauch und informiert darüber jetzt wieder in einem Beteiligungsbericht. Die vom Magistrat vorgelegte Auflage fasst den Stand vom 31. Dezember 2020 zusammen und wird nach dem Haupt- und Finanzausschuss (7. Oktober, Beschlussempfehlung) und der Erörterung in der Stadtverordnetenversammlung (28. Oktober) in der Stadtbücherei zur Einsicht ausliegen. Außerdem veröffentlicht die Stadt das 62 Seiten umfassende Papier auf ihrer Webseite (www.langen.de).

Wie zahlreiche andere Städte und Gemeinden nutzt Langen die Vorteile privatrechtlicher Organisationsformen und hat daher eine Reihe von Aufgaben in Beteiligungen ausgegliedert. Die mehrstufige Konzernstruktur, an deren Spitze mit der Beteiligungsmanagement Langen GmbH (BML) eine vermögensverwaltende Einheit steht, ist in dem Bericht übersichtlich dargestellt.  

Demnach ist die Stadt an 21 Unternehmen direkt oder indirekt beteiligt, die maßgeblich zur Daseinsvorsorge beitragen. Die Bandbreite reicht von Mini-Anteilen von 0,002 Prozent bis zu hundertprozentigen Töchtern. Der Bericht informiert anhand der wichtigsten Daten aus den Wirtschaftsplänen über Art und Umfang der jeweiligen Beteiligung und damit auch über ihre Bedeutung. Die wirtschaftlichen Verhältnisse werden durch die Abbildung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar.

„Der Bericht schafft für die politischen Entscheidungsträger und die Bevölkerung ein hohes Maß an Transparenz bei der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt“, sagt Bürgermeister Jan Werner. Die Informationen würden es erleichtern, die Leistungs- und Finanzplanung der Kernverwaltung und der Beteiligungen aufeinander abzustimmen. Außerdem könne die Geschäftspolitik der Beteiligungen besser in die Strategie des „Konzerns Stadt“ eingeordnet werden.

Ein Organigramm gibt eine gute Übersicht über alle Beteiligungen. Anschließend stellt der Bericht die Unternehmen im Einzelnen vor. In ihrer 100-prozentigen Tochter, der Beteiligungsmanagement Langen GmbH, bündelt die Stadt ihre wichtigsten Beteiligungen. 2020 managte diese GmbH die städtischen Anteile an der Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH (100 Prozent), der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (55,6 Prozent) und der Stadtwerke Langen GmbH (75,2 Prozent). Die Stadtwerke wiederum waren zu 100 Prozent an der Stadtwerke Langen Immobilien GmbH beteiligt, zu neun Prozent an der Baugenossenschaft Langen eG, zu 6,67 Prozent an der Dynega Energiehandel GmbH, zu 13,1 Prozent an der Bürger Energiegenossenschaft eG, zu 12,5 Prozent an der ENTEGA Windpark Erksdorf GmbH und zu 1,25 Prozent an der Windpool GmbH & Co. KG.

Die Stadt selbst hielt außerdem 2,54 Prozent an der TRIWO Egelsbach Airfield GmbH (dem Betreiber des Flugplatzes Egelsbach), 5,88 Prozent an der Regionalpark RheinMain SÜDWEST GmbH, 3,45 Prozent an der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH, 3,125 Prozent an der Holzkontor Darmstadt-Dieburg-Offenbach AöR, 1,84 Prozent an der Baugenossenschaft Langen eG, 0,85 Prozent an der Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH, 0,067 Prozent an der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungs GmbH und 0,002 Prozent an der Volksbank Dreieich eG. Darüber hinaus sind die Kommunalen Betriebe Langen in vollem Umfang in städtischem Besitz. Sie stellen als sogenannter Eigenbetrieb streng genommen allerdings keine Beteiligung dar. Die Kommunalen Betriebe selbst halten 75 Prozent an der Abfallservice Langen Egelsbach GmbH (ALEG). Aufgeführt ist außerdem der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen, an dessen Betriebszweig 1 die Stadt mit 60 Prozent beteiligt ist.

Ergänzt wird der Beteiligungsbericht mit einer Liste der Vereinsmitgliedschaften der Stadt Langen. Sie umfasst rund 50 Positionen und reicht von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte bis zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

 

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