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Corona: Rathaus geschlossen

Telefonische Erreichbarkeit ausschließlich von 8 bis 12 Uhr

30.03.2020

Im Langener Rathaus sind die Türen für den allgemeinen Publikumsverkehr seit Anfang der Woche fest verschlossen. Darauf hat Bürgermeister Frieder Gebhardt abermals hingewiesen. „Wir müssen alles tun, um einer schnellen Ausbreitung des Coronavirus entgegenzutreten“, betonte das Stadtoberhaupt. Und dazu gehöre eben auch, der Ansteckungsgefahr mit drastischen Schritten vorzubeugen.

Die Rathaus-Schließung gilt zunächst bis zum 19. April. Alle Funktionen innerhalb der Verwaltung bleiben allerdings besetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch von montags bis freitags ausschließlich von 8 bis 12 Uhr erreichbar, außerdem per E-Mail. In absolut dringenden Fällen ist es möglich, einen Termin zu vereinbaren. Auf der Homepage der Stadt unter www.langen.de stehen die Kontaktdaten für die jeweiligen Funktionen. Am einfachsten geht das über den Button „Bürgerservice“ auf der Startseite. Eine weitere Möglichkeit, Informationen zu erhalten, bietet die kostenfreie Behördenrufnummer 115.

Vollkommen eingestellt wurde der Service der Kfz-Zulassungsstelle. Hier sind auch keine terminlichen Absprachen möglich. Ebenfalls nicht geöffnet sind zudem die städtischen Außenstellen wie Stadtbücherei, Volkshochschule, Musikschule, das Kulturhaus Altes Amtsgericht und das Jugendzentrum. Gleiches gilt für die Kinderbetreuungseinrichtungen. In Obhut genommen werden kann nur der Nachwuchs von Eltern von bestimmten Berufsgruppen wie aus dem Gesundheitsdienst und von der Polizei oder der Feuerwehr. Ein entsprechender Nachweis muss vorgelegt werden. Näheres dazu unter www.langen.de. Geschlossen sind jetzt auch alle städtischen Spiel- und Bolzplätze und nun auch der Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe Langen an der Darmstädter Straße.

Bei den Gebühren - von der Musikschule bis zur Kinderbetreuung-  wird die Stadt nach Angaben Gebhardts zu gegebener Zeit angemessene, korrekte und faire Lösungen finden. Entsprechende Regelungen werde es auch für gekaufte Tickets für städtische Veranstaltungen geben, genauso wie für Theaterabonnements und für Jahreskarten der Bäder.  

Auf dem Friedhof bleiben ab sofort die Trauerhalle und der Andachtsraum geschlossen. Angehörige können allerdings weiterhin am Grab Abschied nehmen. Dazu sollten sich wegen der Ansteckungsgefahr nach Möglichkeit aber nur kleinere Gruppen einfinden.

Inzwischen geschlossen sind auch alle Sporthallen, –anlagen und -plätze des Kreises Offenbach und der Stadt. Dazu zählt in Langen zum Beispiel das Sportzentrum Nord.

Für die Stadtbusse gilt jetzt der Ferienfahrplan, weil ja der Schulbetrieb ruht. Falls Kinder im Zuge der Notbetreuung dennoch zur Schule müssen, können sie den normalen Linienverkehr nutzen.

Die für Donnerstag, 19. März, anberaumte Stadtverordnetenversammlung wird vom Rathaus in die Neue Stadthalle verlegt, weil dort der Saal viel größer ist und dadurch die Übertragungsgefahr des Erregers minimiert werden kann. Abgesagt wurde der nächste städtische Flohmarkt, der für Samstag, 4. April, geplant war.

Informationen zur Hilfe für Unternehmen durch das Land Hessen bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stehen auf der städtischen Homepage.

Bürgermeister Gebhardt appellierte an alle, sich nur mit wirklich wichtigen und unaufschiebbaren Anliegen an die örtlichen Dienststellen zu wenden. „Wir werden uns als Gesellschaft in den nächsten Wochen einschränken müssen. Nur so und nur gemeinsam können wir die Verbreitung des Coronavirus eindämmen und verlangsamen.“ Jede und jeder sei jetzt gefordert, umsichtig und besonnen zu bleiben. Soziale Kontakte müssten auf eine andere Ebene gestellt werden. Das bedeute, nicht den Nachbarn besuchen, sondern anrufen oder per E-Mail und per Messanger-Diensten in Verbindung bleiben. Alle seien gefordert, auf diesem Wege niemanden alleine zu lassen. Jetzt seien mehr denn je Nachbarschaftshilfen gefragt, um für Kranke und Ältere einzukaufen, aber unter Beachtung der Hygiene- und Verhaltenshinweise des Robert Koch-Instituts.

„Wir erleben aktuell einen gesellschaftlichen Kraftakt sondergleichen“, sagte Gebhardt. „Es kommt jetzt darauf an, dass wir aufeinander aufpassen und uns umeinander kümmern. Und dazu rufe ich auf.“

 

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