Aktuelles Rathaus | Aktuelles Wahlen | Slider Startseite

Acht Listen, viele Kandidaten & große Stimmzettel

Kommunalwahl am 14. März unter besonderen Vorzeichen

25.01.2021

Die Langenerinnen und Langener haben die Qual der Wahl: Insgesamt acht Parteien und Wählergruppen möchten am 14. März in die Stadtverordnetenversammlung einziehen, 219 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die 45 Sitze. 45, das ist auch die Zahl der Stimmen, die die rund 28.000 Wahlberechtigten zu vergeben haben. Sie können dabei entweder eine einzelne Liste unverändert ankreuzen, durch Panaschieren einzelne Kandidaten verschiedener Listen auswählen und/oder durch Kumulieren bis zu drei Stimmen auf einzelne Bewerber „anhäufen“.

Sieben der Parteien und Gruppen, die der Wahlausschuss jetzt zugelassen hat, zogen bereits 2016 in die Stadtverordnetenversammlung ein: CDU, SPD, Bündnis 90/Grüne, FWG-NEV, FDP, Freie Wähler/UWFB und Die Linke (deren Fraktion zerfiel allerdings während der Legislaturperiode). Erstmals tritt 2021 zudem die Wählerinitiative Langen (WiLa) an. Die Maximalzahl von 45 Kandidaten auf der Liste hat einzig die CDU. Kleinste Liste ist die der Linken mit 15 Bewerbern. Grüne und SPD haben jeweils 32 Personen benannt, FDP 16, FWG-NEV 41, Freie Wähler/UWFB 21 und WiLa 17.  

Am selben Tag wie die Stadtverordnetenversammlung wird auch der Kreistag neu gewählt. Dabei bewerben sich zehn Parteien und Gruppierungen mit 514 Kandidaten um die 87 Sitze. Da sich die Zahl der Stimmen, die jeder Wahlberechtigte vergeben kann, nach der Zahl der Sitze im jeweiligen Gremium richtet, sind für den Kreistag maximal 87 Kreuzchen möglich. Auch dabei ist Kumulieren und Panaschieren möglich.

Die hohe Anzahl der Bewerber, die entsprechend großen Stimmzettel und die Möglichkeit, Stimmen zu verteilen und anzuhäufen sorgen dafür, dass der Zeitaufwand bei der Stimmabgabe höher ist als bei anderen Wahlen. Je nachdem, welche seiner Möglichkeiten der Wahlberechtigte nutzt, kann es mehrere Minuten dauern, bis die Stimmzettel ausgefüllt sind.

Vor dem Hintergrund der noch immer andauernden Corona-Pandemie hatte Bürgermeister Jan Werner gemeinsam mit neun Amtskollegen aus dem Kreis beim Land Hessen dafür geworben, die Kommunalwahl 2021 als ausschließliche Briefwahl abzuhalten. Diesem Ansinnen ist das Innenministerium aber nicht gefolgt. „Dennoch ist Briefwahl gerade in dieser Zeit besonders zu empfehlen“, wirbt der Langener Verwaltungschef. „Dadurch können Schlangen in und vor den Wahllokalen vermieden werden.“

„Wir treffen bei der Vorbereitung dieser Wahl natürlich alle notwendigen Vorkehrungen, um eine Gefährdung der Gesundheit sowohl der Wählerinnen und Wähler als auch der ehrenamtlichen Wahlvorstände auszuschließen“, betont Heike Gollnow, Wahlleiterin im Langener Rathaus. Dazu gehört zuallererst die Verlegung der Wahllokale in die großen Sporthallen im Stadtgebiet. Die Schulturnhallen von Adolf-Reichwein- und Dreieichschule, die Georg-Sehring-Halle sowie das Sportzentrum Nord sind groß genug, um dort jeweils mehrere Wahllokale mit den erforderlichen Abstandsflächen einzurichten. Ein einziges Wahllokal in einem anderen Gebäude wird in der Kita am Steinberg öffnen.

Generell besteht die Verpflichtung, sowohl im Wahllokal und im gesamten Gebäude eine Mund-Nasen-Maske zu tragen als auch den Mindestabstand einzuhalten. Verstöße dagegen werden als Ordnungswidrigkeit geahndet. Die Räume werden regelmäßig desinfiziert und gelüftet. Die Stadt stellt desinfizierte Stifte zur Verfügung; wer möchte, kann einen eigenen Stift zum Ausfüllen des Stimmzettels verwenden.

Auch Heike Gollnow rät aufgrund der für viele Bürger weiteren Wege zum Wahllokal, der zeitaufwändigen Stimmabgabe und der nach wie vor angespannten Corona-Lage dringend zur Briefwahl. Um die erwartete Zunahme bewältigen zu können, hat die Stadt reagiert und die Zahl der Briefwahlbezirke von fünf auf zehn erhöht.

Parallel zur Kommunalwahl findet am 14. März zudem die Ausländerbeiratswahl statt. Dazu aufgerufen sind etwa 6.700 Langenerinnen und Langener mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Auf einer Liste bewerben sich 20 Kandidaten um 13 Sitze. Damit können maximal 13 Personen angekreuzt werden.

Die zugelassenen Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung und den Ausländerbeirat sowie die Namen aller Kandidaten sind hier zu finden. Die Wahlvorschläge für die Kreistagswahl können hier beim Kreis Offenbach eingesehen werden.

Zurück