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Sparen durch Synergieeffekte

Langen kooperiert auf vielen Gebieten mit anderen Kommunen

18.12.2017

Gemeinsam geht vieles besser. Das weiß auch die Langener Stadtverwaltung und setzt gleich in mehreren Gebieten auf Partnerarbeit mit anderen Städten und Gemeinden. Interkommunale Zusammenarbeit heißt das Erfolgskonzept, das Geld und Ressourcen spart.

Jüngstes Beispiel des behördlichen Miteinanders ist das Standesamt. Weil es in Egelsbach personelle Engpässe gab, sprang eine Beamtin aus Langen stundenweise ein und half den Nachbarn im Süden, die Amtsgeschäfte zu erledigen. Die Egelsbacher übernahmen die Personalkosten für den Mehraufwand und schickten eine Beamtin in Ausbildung zur Hospitation in die Sterzbachstadt.

Hand in Hand mit der Flugplatz-Gemeinde soll künftig auch bei der Abfallentsorgung und Müllabfuhr gearbeitet werden. Die Pläne sehen unter anderem eine gemeinsame Nutzung des neuen KBL-Betriebshofs an der Darmstädter Straße vor und sollen voraussichtlich 2019 Realität werden. Wie die Umsetzung konkret erfolgen kann, wird in den kommenden Monaten ausgearbeitet.

Der wertvolle Wissens- und Erfahrungsaustausch steht für die Stadt Langen bei den Kooperationen im sozialen Sektor im Vordergrund. Regelmäßig treffen sich Fachleute für Kinderbetreuung, Jugend-, Senioren- und Migrationsarbeit mit ihren Kollegen aus dem Umland. Nicht selten geht es dabei um Veranstaltungen, Fortbildungen oder zielgruppenspezifische Angebote, die dann über die Stadtgrenzen hinaus geplant werden. Kreisweite Zusammenarbeit gehört auch bei der Volkshochschule, der Musikschule und der Stadtbücherei zum Tagesgeschäft. Davon profitieren vor allem die Bürger, denen damit ein umfassenderes Serviceangebot zur Verfügung steht. Das dieses Prinzip funktioniert, zeigt sich seit Jahren in der Kfz-Zulassung: Die Außenstelle Langen ist für Anwohner, die nicht nach Dietzenbach fahren möchten, ein Gewinn und entlastet die dortige Behörde. Gleichzeitig profitiert die Langener Stadtkasse von den zusätzlichen Einnahmen vor Ort.

Ein sinnvolles Netzwerk mit anderen Kommunen pflegt darüber hinaus die Langener Feuerwehr. Geräte, Einsatzkleidung und Ausrüstung für alle Brandschützer werden kollektiv über die Kreisverwaltung bestellt. Durch die hohen Stückzahlen verbessern sich die Konditionen. Auch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten greifen sich die Floriansjünger unter die Arme. So werden in Langen die Ketten für Motorsägen geschärft, während die Feuerwehrleute in Neu Isenburg alle Messgeräte kalibrieren. Nicht alle brauchen also Spezialwerkzeug oder handwerkliche Expertise. Gemeinsame Schulungen bei geteilten Kosten stehen ebenfalls auf dem Plan.

„Die interkommunale Zusammenarbeit ist uns wichtig“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. „Wir nutzen Synergieeffekte, um unsere Stadtverwaltung wirtschaftlicher und serviceorientierter zu machen“, betont der Rathauschef. Auch künftig werde Langen alle Möglichkeiten ausloten, die behördlichen Abläufe zu optimieren – im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

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