Aktuelles Rathaus | Aktuelles Standesamt | Slider Startseite

Mehr Hochzeiten und mehr Geburten

In der Statistik des Standesamtes gehen nur die Sterbefälle zurück

23.01.2017

Die Asklepios Klinik hat dieser Tage einen Rekord vermeldet. Demnach kamen 2016 an der Röntgenstraße 944 Kinder zur Welt. Das lässt Spekulationen zu, dass dieses Jahr die 1000er Marke geknackt wird. Ganz so optimistisch ist der Langener Standesamtsleiter Klaus Treml allerdings nicht. „Das könnte doch noch etwas länger dauern“, meint er. Seine Statistik weicht im Übrigen leicht von der der Klinik ab. Denn der Geburtstermin ist nicht identisch mit dem Tag der Beurkundung. Bis die Eltern nach der Niederkunft ins Standesamt kommen, dauert es im Durchschnitt zwei Wochen.

So weist Tremls Statistik für das vergangene Jahr 930 Geburten aus, weil in ihr die der letzten Dezembertage 2016 fehlen. Trotzdem ist das ebenfalls ein Rekord und eine Zunahme gegenüber 2015 von acht Geburten. Wie schon in der Vergangenheit dominiert das männliche Geschlecht mit 472 Jungen zu 458 Mädchen. Zwillingsgeburten waren Fehlanzeige, es gab allerdings drei Hausgeburten.

In der Asklepios Klink gebären Mütter aus der ganzen Region. Sie sind maßgeblich für den Baby-Boom verantwortlich. Fakt ist nämlich, dass der Babywunsch bei den Langenerinnen und Langener nicht auffallend ausgeprägt war. Es gab sogar einen leichten Rückgang von Eltern mit hiesigem Wohnort von 238 (2015) auf 221. Das machten die Auswärtigen aber mit einem Plus von 684 auf 709 Geburten wieder wett.

Bei den Mädchen-Vornamen war Sophie die unangefochtene Spitzenreiterin. Es folgten Marie, Mia, Elisabeth, Emma, Lea, die Vorjahressiegerin Marie und Sophia. Bei den Jungen machte Elias das Rennen. Dahinter lagen Leon, Paul, David, Ali, Ben und Finn. Luca, der Bestplatzierte von 2015, war nicht mehr unter den ersten Sieben.

Eine leichte Zunahme gab es bei den Eheschließungen, und zwar von 146 auf 149. Im Trausaal des Rathauses gaben sich 82 (2015: 80) Paare das Ja-Wort. Für Trauungen im Alten Rathaus ging die Nachfrage zurück. In dem klassizistischen Bauwerk mit seinem schönen Ambiente gab es 31 Feiern gegenüber 37 im Jahr 2015. Dafür stand die Merzenmühle höher im Kurs. Im Mühltal schifften sich 36 Paare (29) in den Hafen der Ehe ein. Hier kann die Hochzeitsgesellschaft von der Trauzeremonie gleich zur gedeckten Tafel in dem Gourmet-Restaurant wechseln. Nach den Worten von Klaus Treml spielt vor allem die Größe bei der Ortswahl eine Rolle. „Für das Alte Rathaus mit seinem stattlichen Saal im ersten Stock entscheiden sich eher Veranstalter mit vielen Gästen, in die Merzenmühle kommen vorzugsweise kleinere Gesellschaften“, schildert der Standesamtsleiter seine Erfahrungen.

Offenbar werden die Menschen in Langen immer älter. Zumindest sind nach der Statistik weniger gestorben: 546 im Vergleich zu 625 im Jahr 2015. Davon waren 268 Männer und 278 Frauen. 224 Verstorbene kamen aus Langen. Der hohe Anteil aus anderen Kommunen ergibt sich aus der Existenz der Asklepios Klinik und der beiden Alten- und Pflegeheime.

In den Zahlen des Standesamtes sind auswärts beurkundete Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle Langener Einwohner nicht enthalten.

Zurück