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Emilia, Emma, Louis und Rayan sind die Favoriten

Aus der Statistik des Langener Standesamtes des Jahres 2018

28.01.2019
Standesamtstatistik - Trauzimmer Merzenmühle
Das romantische Trauzimmer in der Merzenmühle erfreute sich bei den Brautleuten in Langen 2017 wachsender Beliebtheit. Foto: Stadt Langen

Manchmal geben Eltern ihren Kindern einen exotischen Vornamen. Das kommt auch auf dem Langener Standesamt vor, wo beispielsweise ein Mädchen mit dem Namen der Zeus-Geliebten Io angemeldet wurde. Ein Jupitermond und das Meer zwischen Italien und Griechenland heißen ebenfalls so. Doch ein Blick auf die Hitliste des vergangenen Jahres zeigt, dass die Mütter und Väter für ihre Töchter und Söhne eher klassische Varianten wählen.

In der Standesamtsstatistik für 2018 sind bei den Mädchen Emilia und Emma unangefochtene Favoritinnen, gefolgt von Mila, Ella und Lina. Letztere war 2017 die Bestplatzierte. Dieses Mal rutschte sie in der Gunst der Eltern jedoch auf den vierten Rang ab. Bei den Jungen wurden Louis und Rayan (muslimischer Name) am häufigsten gewählt. Mit Abstand folgten Anton, Ben, Leon, Max und Yusuf (muslimischer Name).

Landesweit standen bei den weiblichen Namen Emma, Mia und Hanna ganz oben auf dem Treppchen. Bei den Buben lag Ben ganz vorne, gefolgt von Paul und León. Luis hingegen kam in Hessen nur auf Platz sieben. Allerdings basiert die Reihenfolge auf einem statistischen Algorithmus, der die Vornamen automatisch nach ihrer Häufigkeit auswirft. Dabei wird nicht unterschieden, ob die Benennung als Erst-, Zweit- oder Drittname vergeben wurde. 53 Prozent der Kinder haben aber ohnehin nur einen Rufnamen, 41 Prozent zwei und nur sechs Prozent drei oder mehr.

Innerhalb der üblichen Schwankungen lagen im Vorjahr die Geburten in Langen. 941 (972) Neugeborene erblickten das Licht der Welt. Das städtische Standesamt registrierte damit ein Minus von 31 Babys. Aber nur bei auswärtigen Eltern (667 statt 698 Geburten). Allein auf Langen bezogen blieb alles beim Alten (274 Geburten). Bis auf drei Hausgeburten (2017: eine) kamen alle Säuglinge nach Angaben von Standesamtsleiter Klaus Treml in der Asklepios Klinik zur Welt. Nach wie vor dominiert das männliche Geschlecht. Laut Treml wurden 477 (506) Jungen, 464 (466) Mädchen und insgesamt nur ein Zwillingspärchen (1) geboren.

Im Jahr 2018 schifften sich am Sterzbach 162 (167) Paare in den Hafen der Ehe ein. Am häufigsten (101 zu 106 im Vorjahr) fiel das Ja-Wort im Rathaus. 32 (31) Paare traten in der Merzenmühle vor den Traualtar und 29 (30) im Alten Rathaus. Seit dem 1. Oktober haben gleichgeschlechtliche Paare das Recht zu heiraten, deshalb gibt es auch keine Rubrik „eingetragene Lebenspartnerschaft“ mehr. Schon jetzt liegen im Übrigen von den Heiratswilligen Anfragen für Trautermine im Jahr 2019 vor.

Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber noch nicht deutscher Staatsangehöriger ist, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen einbürgern lassen. Das geschieht nicht automatisch, sondern nur auf Antrag. 128 solcher Formulare wurden zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2018 an der Südlichen Ringstraße abgegeben – weniger als ein Jahr zuvor (149). Die Papiere wurden zum Regierungspräsidium in Darmstadt geschickt und dort bearbeitet. In Langen händigten die Standesbeamten mehr Einbürgerungsurkunden (106) aus als noch im Vorjahr (89).

Die Todesfälle zwischen Oberlinden und Steinberg haben im Vorjahr ebenfalls abgenommen – von 624 auf 613. Gestorben sind 324 (296) Männer und 289 (328) Frauen. 262 (287) Verstorbene kamen aus Langen. Der hohe Anteil aus anderen Kommunen (351 zu 337) ergibt sich aus der Existenz der Asklepios Klinik und der beiden Alten- und Pflegeheime.

In den Zahlen des Standesamtes sind auswärts beurkundete Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle Langener Einwohner nicht enthalten.

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