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Die 40.000 fest im Blick

Langens Einwohnerzahl wächst stetig an

01.02.2021

1.110 fehlen noch: Mit 38.890 Menschen leben so viele Bürgerinnen und Bürger in Langen wie noch nie (Stand: 31. Dezember 2020). Rechnet man noch die 427 Nebenwohnungen dazu, kommt die Stadt sogar auf eine Bevölkerungszahl von 39.317. Die Grenze von 40.000 rückt angesichts der großen anstehenden Wohnungsbauprojekte speziell im Neubaugebiet Liebigstraße in greifbare Nähe.

Bürgermeister Jan Werner freut sich einerseits über den Bevölkerungszuwachs – andererseits erfordert dieser auch enorme Anstrengungen von der Stadtverwaltung, um die erforderliche soziale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Er hofft deshalb auch weiterhin auf die Unterstützung der Stadtverordnetenversammlung bei der Schaffung der so dringend benötigten Kitaplätze und dem Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen sowie bei Vereins- und Sportstätten. „Der Zuzug von Neubürgern wird in diesem Jahrzehnt ungebremst auf die Stadt zukommen. Wir können immer nur auf die jeweilige Entwicklung reagieren, statt zu agieren“, sagt der Bürgermeister.

2020 ist die Einwohnerzahl allerdings noch gar nicht so sehr gestiegen, wie viele angesichts der bereits bezogenen Neubauten vielleicht erwartet hätten: Die Anzahl der Bürger mit Hauptwohnsitz in Langen stieg von 38.651 nur um 239.

Die Zahl der Nebenwohnungen sank gar in den beiden vergangenen Jahren deutlich: Ende 2018 waren es noch 1.004, Ende 2019 fanden sich 563 in der Statistik des Einwohnermeldeamts. Grund dafür ist die neu eingeführte Zweitwohnungssteuer: 2019 wurden Besitzer von Nebenwohnungen darüber informiert, 2020 musste die Steuer dann erstmals bezahlt werden. „Das führte zur Abmeldung von Nebenwohnungen im Haus der Eltern, die gar nicht mehr genutzt wurden oder bei denen beim Auszug schlichtweg vergessen wurde, sie abzumelden“, erklärt Heike Kahse, als Fachdienstleiterin des Bürgerbüros für das Einwohnermeldeamt verantwortlich. Somit kann die aktuelle Zahl 427 als relativ realistisch angesehen werden, was die Zahl der tatsächlich genutzten Zweitwohnungen in der Stadt betrifft.

Ein genauer Blick in die Statistik offenbart, dass Langen eine weltoffene, multikulturelle Stadt ist. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger ohne deutschen Pass ist vergangenes Jahr leicht von 8.009 auf 8.106 gestiegen; der Ausländeranteil lag zum Jahreswechsel bei 20,84 Prozent. Die deutsche Staatsbürgerschaft haben 30.784 Langener.

Angehörige von weiteren 112 Ländern leben derzeit in der Sterzbachstadt. Größte Gruppe sind türkische Staatsangehörige (894), gefolgt von jeweils 644 Afghanen und Kroaten sowie 605 Italienern. Aus 15 Ländern lebt jeweils nur ein Mann oder eine Frau in Langen. Dies sind Argentinien, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Demokratische Republik Kongo, Gambia, Hongkong, Litauen, Mali, Mongolei, Myanmar, Nepal, Nicaragua, Bolivien, die Karibikinsel St. Kitts und Nevis, Tadschikistan sowie Trinidad und Tobago.

Von den 38.890 Bewohnern sind 6.125 unter 16 Jahre alt (3.017 Mädchen, 3.108 Jungs), die 32.765 über 16 teilen sich auf in 16.034 männlichen und 16.731 weiblichen Geschlechts. Auch über die Religionszugehörigkeiten gibt die Statistik des Einwohnermeldeamts Auskunft: In Langen leben 8.136 Mitglieder der Evangelischen und 7.796 der Katholischen Kirche. Sonstigen Glaubensgemeinschaften gehören 345 Bürger an. Erfasst werden allerdings nur die als Körperschaften in Deutschland anerkannten Glaubensrichtungen, für die auch in der Regel Kirchensteuer erhoben wird. Da der Islam nicht in öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften organisiert ist, wird die Zahl der Muslime ebenso wie die weiterer Glaubensgemeinschaft nicht gesondert erfasst.

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