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Stadt möchte Elterninitiativen weiter fördern

Jährlich 30.000 Euro Zuschüsse geplant

03.06.2019

Exzellente Verkehrslage, gute Infrastruktur und drum herum viel Grün: Langen ist ein beliebter Wohnort und zieht junge Familien an. Damit Zugezogene und Alteingesessene ein bedarfsdeckendes Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen vorfinden, setzt der Magistrat alle Hebel in Bewegung. Laut Erstem Stadtrat Stefan Löbig sollen künftig jährlich 30.000 Euro an Haushaltsmittel zur Verfügung stellen, um private Elterninitiativen bei der Betreuung zu unterstützen.

Vier kirchliche, sieben freie und elf städtische Tageseinrichtungen in Langen gibt es derzeit. Alle gemeinsam betreuen etwa 1.400 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Ergänzend haben sich zahlreiche Eltern zu Krabbelgruppen, Spielkreisen, Minikindergärten oder Waldkindergruppen zusammengetan und die pädagogische Arbeit mit ihrem Nachwuchs selbst organisiert. Drei dauerhaft etablierte Angebote für insgesamt 45 Mädchen und Jungs entstanden auf Anregung von Müttern und Vätern, die sich teilweise selbst engagieren: Der Mini-Treff der Martin-Luther-Gemeinde (Berliner Allee), „Die kleinen Strolche“ (Teichstraße) und die Waldkindergruppe „Aventiure“ (Langen/Egelsbach). Allen gemein ist die tageweise Betreuung von bis zu 3,5 Stunden vormittags in überschaubaren Gruppen mit Kindern im Alter von 18 Monaten bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr.

„Auch wenn weiterhin neue Tageseinrichtungen in Langen geschaffen werden, rechnen wir damit, dass diese zusätzlichen Angebote in den nächsten Jahren weiterhin nötig sind, um den Bedarf zu decken“, sagt Löbig. Mit 500 Euro pro Kind und Jahr hat die Stadt die Elterninitiativen in den vergangenen Jahren gefördert. Das schlug mit insgesamt 22.500 Euro zu Buche. Künftig sollen 7.500 Euro mehr bereitgestellt werden, um weitere 15 Plätze mit zu finanzieren. „Zur Kostendeckung reicht das aber nur in Verbindung mit Elternbeiträgen“, betont der Sozialdezernent.

Die Elterninitiativen verpflichteten sich im Gegenzug zur Teilnahme an regelmäßigen Fachgesprächen im Rathaus zur Bestandsaufnahme und Qualitätssicherung. „Wir möchten keine Möglichkeit ungenutzt lassen, Familien bei der Kinderbetreuung zu entlasten“, betont Löbig. Die Angebote seien derzeit ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept und müssten unterstützt werden.

Sofern die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 27. Juni, zustimmt, sollen die Fördermittel für die kommenden drei Jahre im Haushalt bereitgestellt werden. Vorab beraten der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (6. Juni) und der Haupt- und Finanzausschuss (13. Juni) über das Vorhaben.

 

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