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Radschnellweg: Kritik findet Gehör

Stadt und Regionalpark beteiligen Anwohner bei der Planung

26.06.2020
Karte Radschnellverbindung

Der in ersten Teilen bereits fertiggestellte Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt soll Fahrradfahren in der Metropolregion attraktiver machen. In Langen laufen die Planungen für den Teilabschnitt, der von der Nachbarkommune Egelsbach bis zum Bahnhof der 39.000-Einwohner-Kommune führt. Die Stadt Langen und die Regionalpark Südwest gGmbH widersprechen öffentlicher Kritik, die besagt, dass Anwohnerinnen und Anwohner im Planverfahren „weder gehört noch eingebunden“ wurden. Damit nicht nur die Radler mit dem neuen Verkehrsweg zufrieden sind, hatten die Verantwortlichen sie frühzeitig im Prozess beteiligt.

Nachdem die Stadtverordneten in Langen und allen anderen beteiligten Kommunen die grundsätzliche Streckenführung der Trasse bereits vor etwa zwei Jahren beschlossen hatten, vergab der Regionalpark die detaillierte Ausarbeitung an zwei Planungsbüros. Als dort die ersten Entwürfe zu Papier gebracht waren, informierte der Regionalpark alle Anwohner und bat um Kritik zum Projekt. Ursprünglich sollte eine Versammlung im Rathaus ihnen Gelegenheit zur Diskussion des Papiers geben. Pandemiebedingt wurde die Veranstaltung abgesagt und die Unterlagen postalisch verschickt.

Regionalpark-Geschäftsführer Manfred Ockel sagt: „Alle Anregungen und Einwände werden derzeit aufgearbeitet und wenn möglich in die Entwurfsplanung eingearbeitet.“ Das so erarbeitete Konzept wird den Anwohnern dann erneut vorgestellt. Weiterhin ist es angedacht, unter Federführung des Regionalparks für jeden Ausbauabschnitt („Walter-Rietig-Straße“, „Im Wiesengrund“ und „Außenbereich Richtung Egelsbach“) je eine Arbeitsgruppe mit ihnen und Fachleuten der Stadt ins Leben zu rufen, um die Pläne unter Dach und Fach zu bringen.

„Im Herbst soll alles nochmal öffentlich in der Neuen Stadthalle präsentiert werden“, berichtet Ockel. Anschließend müsste ein Förderantrag gestellt und die abschließende Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung eingeholt werden, bevor ein Auftrag ausgeschrieben wird. Die Bauarbeiten sollen 2021 über die Bühne gehen.

„Die Radschnellverbindung ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende und macht den Radverkehr in und um Langen attraktiver und komfortabler“, sagt Langens Erster Stadtrat Stefan Löbig. Die Stadt unterstützte den Regionalpark nach Kräften dabei, die Planungen umzusetzen, damit volle Züge und Staus im Autoverkehr bei Pendler zwischen Frankfurt und Darmstadt künftig nicht mehr auf der Tagesordnung stehen.

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