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Neue Rohre, neue Leitungen und neues Pflaster

Auf dem Hegweg beginnen Mitte Mai die Sanierungsarbeiten

07.05.2018

Mehr als vier Wochen war die Frankfurter Straße gesperrt, weil in Höhe Wallstraße und Hegweg der Kanal und Versorgungsleitungen erneuert wurden. Auf der Kreuzung sind die Arbeiten seit einiger Zeit beendet, nun geht es auf dem Hegweg weiter. Die Altstadtstraße, die zur gleichnamigen Kita und in Richtung Paddelteich und Kleingärten führt, ist von Montag, 14. Mai, an bis ins neue Jahr hinein gesperrt. Eine Ausnahme gilt nur für die Dauer des Ebbelwoifestes (22. bis 25. Juni), weil der Hegweg dann als Rettungsgasse zur Verfügung stehen muss.

Die Straße ist in einem schlechten Zustand. Der Asphalt hat Risse, Löcher und ist schon wiederholt geflickt worden. Aber vor allem auch die Kanalrohre und die Wasser-, Gas- und Stromleitungen sind in die Jahre gekommen und müssen von den Kommunalen Betrieben beziehungsweise den Stadtwerken dringend erneuert werden. Deshalb duldet das Projekt keinen Aufschub mehr. Das gleiche Szenario gilt für die Turm- und die Kaplaneigasse, wo es hauptsächlich nur Anliegerverkehr gibt. Der Straßenbau beginnt dort erst Anfang 2019. Allerdings laufen in der Kaplaneigasse bereits die Arbeiten an den Versorgungsleitungen.  

Das gesamte Gebiet soll nach Angaben von Bürgermeister Frieder Gebhardt als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden, um die Kleinsten auf ihrem Weg zur Kita oder zum Spielplatz zu schützen. Deswegen wird nicht mehr asphaltiert, sondern gepflastert und Gehwege gibt es auch keine mehr. Radler, Fußgänger und Autofahrer sind in Zukunft gleichberechtigt. An den Einmündungen Hegweg/Kaplanei- und Hegweg/Turmgasse wird rotes Pflaster verlegt, um die Rechts-vor-links-Regelung zu verdeutlichen. Parkplätze werden mit anthrazitfarbenen Steinen kenntlich gemacht. 19 sind für den Hegweg auf dem rund 250 Meter langen Abschnitt von der Frankfurter Straße bis zur Kita und damit bis zum Ende der Bebauung vorgesehen. Parkmöglichkeiten haben Hausbesitzer und Mieter zudem auf ihren Grundstücken und in ihren Garagen.

Die Stadtverwaltung hat zusammen mit den Stadtwerken und den Kommunalen Betrieben einen engen Zeitplan ausgearbeitet, um die Bauzeit nicht in die Länge zu ziehen und die Einschränkungen möglichst gering zu halten. Sowohl die jeweiligen Bauabschnitte als auch Grundstückszufahrten müssen vorübergehend gesperrt werden. Die Anwohner werden darüber vorab informiert.

Die erste Bauphase auf dem Hegweg umfasst die Strecke von der Frankfurter Straße bis zur Kaplaneigasse. Umgeleitet wird der Verkehr über die Teichstraße und um das Freizeit- und Familienbad herum.

Die Sanierung des Hegwegs ist das erste Vorhaben, das über die Straßenbeitragssatzung abgerechnet wird, die die Stadtverordnetenversammlung im vorigen Jahr als eine Auflage der Kommunalaufsicht beschlossen hatte. Das Thema dürfte die Parlamentarier weiter beschäftigten, nachdem das Land Hessen den Kommunen durch eine Gesetzesänderung mehr Spielraum geben will. Beschlüsse liegen in Wiesbaden allerdings noch nicht vor und ob es danach in Langen eine Kehrtwende gibt, ist offen, zumal sich die Stadt nach wie vor in einer angespannten Finanzlage befindet und auf jeden Euro an Einnahmen angewiesen ist.

Laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gelten für Langen sogenannte wiederkehrende Beiträge. Die Straßenbaukosten werden dabei auf alle Grundstücksbesitzer eines Abrechnungsgebiets verteilt. Dieses Solidaritätsprinzip bewirkt, dass der Anteil für den Einzelnen vergleichsweise niedrig ausfällt, da alle Anlieger in dem Gebiet etwas zahlen– allerdings „wiederkehrend“, also immer dann, wenn eine Straße an der Reihe ist. Die Alternative wären einmalige Beiträge, mit denen nur die unmittelbaren Anlieger der jeweiligen Straße zur Kasse gebeten werden – wobei im Einzelfall schnell mal fünfstellige Summen für den Einzelnen zustande kommen können.

Wie viel der jeweilige Haus- oder Wohnungseigentümer überweisen muss, hängt unter anderem von der Anzahl der Geschosse auf seinem Grundstück ab. Auch die Stadt selbst trägt weiterhin einen Teil der Kosten. Der Gemeindeanteil liegt bei mindestens 25 Prozent. Bevor die Gebührenbescheide im kommenden Jahr verschickt werden, muss die Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Kostenaufstellung und –verteilung beschließen. Die Ausschreibung für die Straßenbauarbeiten auf dem Hegweg hat Ausgaben in Höhe von von nahezu 350.000 Euro ergeben. Die Aufwendungen für die Erneuerung des Kanals und der Versorgungsleitungen werden nicht über Straßenbeiträge abgerechnet.  

 

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