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Mängel und Schäden schnell behoben

Bürgermelder kommt gut an und macht es allen leicht

20.12.2018

„Eine Straßenlaterne ist defekt, bei Dunkelheit nichts mehr zu sehen“, schreibt ein Langener und fügt auch gleich noch ein Bild hinzu. Ein anderer weist darauf hin, dass auf einem Bürgersteig Scherben liegen und dokumentiert das ebenfalls mit einem Foto. Ein Dritter informiert, dass ein offenbar herrenloses, aber intaktes Fahrrad nicht abgeschlossen an einen Zaun gelehnt wurde. Es sind drei typische Einträge im digitalen Bürgermelder, den die Stadtwerke und die Stadt Langen im Sommer vorigen Jahres eingerichtet haben und der sich nach den Worten der Initiatoren mit inzwischen rund 350 Einträgen bewährt hat.

Kein Wunder, denn zum einen erreichen die Hinweise auf schnellstem Weg ihre Adressaten und zum anderen gehen diese ihnen unvermittelt nach. Davon profitieren alle: Stadtwerke, Kommunale Betriebe (KBL) und Stadtverwaltung erhalten Kenntnis von Mängeln, Schäden oder Vorfällen, die bisher nicht bekannt waren und die Bürger können sich darauf verlassen, dass sich um ihr Anliegen rasch gekümmert wird. So haben die Stadtwerke die Laterne unverzüglich repariert, die Kommunalen Betriebe die Scherben zusammengekehrt und das Fundbüro holte das Fahrrad ab.

Der Bürgermelder ist die moderne Version der früheren Mängelkärtchen und steht über das Internet (www.langen.de) und die Stella-App der Stadtwerke rund um die Uhr zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Die eingegebenen Meldungen und der Bearbeitungsweg werden auf der städtischen Homepage abgebildet. Das macht die Plattform transparent und Doppelmeldungen können vermieden werden. Wenn zum Beispiel jemand darauf hinweist, dass in der Altstadt ein Pflasterstein hervorragt und zur Stolperfalle wird, braucht das ein Zweiter, dem das ebenfalls auffällt, nicht nochmal zu tun.

Für Bürgermeister Frieder Gebhardt ist der Bürgermelder „ein zweckmäßiges Instrument, um auf kleinere und größere Widrigkeiten aufmerksam zu machen, damit sie ohne Umwege aus der Welt geschafft werden“. Niemand müsse sich mehr durchtelefonieren oder mühsam nach einer Adresse suchen. Nach den Worten von Manfred Pusdrowski, Chef der Stadtwerke und der Kommunalen Betriebe, ist der Bürgermelder auf jeden Fall ein guter Service. Das würden zahlreiche Rückmeldungen zeigen.

Viele bedanken sich dafür, dass sich jemand zeitnah ihrem Anliegen angenommen hat: „Ich hätte nie gedacht, dass sich da einer meldet. Und dann so schnell“, lautete eine Reaktion. Und jemand anderes sendete ein „dickes Dankeschön an Sie und Ihre Kollegen“.

Online zeigt der Bürgermelder kurz nach Eingang des Hinweises an, dass der Vorgang bearbeitet wird. Ist dies geschehen, kommt ein „erledigt“, in der Regel ergänzt um eine kleine Stellungnahme wie „KBL hat aufgeräumt“, als es um die Beseitigung eines Müllhaufens ging. Das Ganze geschieht natürlich anonym, also ohne die Namen der Hinweisgeber. Nicht veröffentlicht werden Meldungen, die den Datenschutz oder die sogenannte Netiquette verletzen.

Spitzenreiter bei den vier zur Auswahl stehenden Kategorien ist „Müll und Verunreinigung“ (bisher 164 Meldungen), gefolgt von „Schäden an Straßen oder Wegen“ (111), Straßenbeleuchtung (37) und „Schäden an öffentlichen Einrichtungen“ wie zum Beispiel auf Spielplätzen (35). Wer den Bürgermelder über sein Smartphone bedient, kann neben Fotos auch gleich die genaue Standortposition per GPS mitteilen. Dadurch wissen wir sofort, wo wir genau hinmüssen“, sagt Pusdrowski. Natürlich werden – innerhalb der üblichen Öffnungszeiten – auch alle Meldungen ohne Foto und GPS-Daten bearbeitet. Für Rückfragen empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine E-Mail-Adresse anzugeben.

Unter den Meldenden sind sehr aufmerksame Mitbürger, die jeweils schon mehr als ein Dutzend Mal von der Plattform Gebrauch gemacht haben. Überhaupt sind gut ein Drittel der Nutzer Mehrfachmelder.   

Der einfachste Weg zum Bürgermelder führt nach Pusdrowskis Worten über die Stella-App der Stadtwerke. Sie steht zum kostenlosen Download auf Google Play und im App Store bereit und bietet noch eine ganze Menge mehr wie aktuelle Meldungen aus Langen und Egelsbach und von den Stadtwerken, den Abfallkalender, den Apothekennotdienst, regionale Berichte der Langener Zeitung, den Stadtwerke-Tarifrechner, einen Veranstaltungskalender, ein Vereins- und Firmenregister und die Möglichkeit, seine Zählerstände an die Stadtwerke zu übermitteln. Der von den Stadtwerken gemanagte Bürgermelder gilt nur für Langen. Egelsbach hatte schon früher ein solches Instrument eingeführt (www.egelsbach.de).

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