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Leuchtturm für die Aus- und Weiterbildung

Neubau macht Pittler ProRegion noch attraktiver

26.11.2018
Pittler ProRegion - Erweiterung Ausbildungszentrum
Frisch verputzt: das neue Ausbildungsgebäude der Pittler ProRegion an der Siemensstraße. Foto: PBA

Das neue Ausbildungsgebäude der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) ist nach den Worten von Geschäftsführer Thomas Keil Mitte Dezember bezugsfertig. „Dann beginnen wir mit dem Umzug in die Büros und Werkhallen, bevor dann im kommenden Frühjahr die Einweihung gefeiert wird.“ Für Keil genauso wie für Bürgermeister Frieder Gebhardt ist die Erweiterung der bestehenden Anlagen an der Ampèrestraße hin zur Siemensstraße ein großer Wurf in Zeiten, in denen viele Unternehmen den Mangel an Fachkräften beklagen und händeringend auf der Suche nach ihnen sind. Die Stadt Langen ist gemeinsam mit der Flughafenstiftung ProRegion Gesellschafterin der PBA. Beim Richtfest im Juni sprach Gebhardt von einem Leuchtturm für Berufsanfänger, Umschüler und die Weiterbildung.

Mit den zusätzlichen und auf vier Geschosse verteilten Ausbildungs-, Schulungs- und Verwaltungsflächen kann die Pittler ProRegion ihre bildungspolitischen Aufgaben noch umfangreicher wahrnehmen als bisher und sieht sich für die Zukunft gerüstet. „Die Rekordzahl von knapp 160 Berufsstartern zum diesjährigen Ausbildungsbeginn zeigt ganz deutlich, dass die Investition sinnvoll ist und wir dank des Bauvorhabens weiterhin innovativ und wettbewerbsfähig bleiben können“, betont Keil. „Wir entsprechen mit unserem Angebot sowohl den Bedürfnissen von kleineren Unternehmen, die kein eigenes Personal und keine eigene Ausstattung für die Ausbildung zur Verfügung haben, als auch den Vorstellungen großer Betriebe, die ihren Nachwuchs ebenfalls sehr gerne zur PBA schicken, weil sie wissen, dass bei uns die Qualität stimmt.“

Geschaffen wurden 3.500 Quadratmeter und damit noch einmal eine Fläche im gleichen Umfang wie die vorhandene. Zur Verfügung stehen jetzt Erweiterungsmöglichkeiten für alle 17 von der PBA angebotenen gewerblich-technischen Ausbildungsberufe. Vor allem können sich die Mechatroniker (Kältetechnik) und die Anlagenmechaniker (Sanitär-, Heizungs- und Kältetechnik) über deutlich verbesserte Möglichkeiten freuen. Die Elektroberufe profitieren aber ebenso, weil sie künftig den bisherigen Verwaltungsbereich im gut zehn Jahre alten Bestandsgebäude hinzubekommen.

Besonders wertvoll machen den Neubau zudem 17 Zimmer für Auszubildende, die einen weiten Anreiseweg haben und nun während ihres Lehrgangszeitraums an Ort und Stelle übernachten können. Zur Verfügung stehen für die Sparte „Beherbergung“ rund 450 Quadratmeter im dritten Obergeschoss. Alle Zimmer sind mit sanitärer Ausstattung. Außerdem gibt es einen Gemeinschaftsraum. Die Übernachtungskosten trägt der jeweilige Ausbildungsbetrieb.

Mit dem Angebot kann Keil ein Manko beseitigen. Denn bisher fehlten Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Auszubildende, die von Partnerbetrieben aus ganz Deutschland für zwei, drei Monate nach Langen geschickt werden, um bei der PBA ihr Handwerk zu lernen. Das gilt in erster Linie für angehende Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Kundendienstmonteure. „Wir müssen dann Zimmer anmieten, damit die jungen Leute die Woche über ein Dach über dem Kopf haben.“ Für Keil ist das bei aktuell 1.500 Übernachtungen im Jahr keine wirtschaftliche Lösung. „Stattdessen wird es sich auf Dauer auszahlen, wenn wir selber beherbergen können. Das steigert obendrein unsere Attraktivität auf dem Ausbildungsmarkt.“

Zu Buche schlägt der Neubau einschließlich der Übernachtungsquartiere mit rund 4,8 Millionen Euro. Die Ausgaben werden von der PBA aus eigener Kraft gestemmt. Auf die Qualität der Ausbildung hatte die Planungs- und Bauphasenzeit laut Keil keine negativen Auswirkungen. „Die Arbeiten sind wie am Schnürchen gelaufen“, sagt der Geschäftsführer. Die Kommunalen Betriebe hatten für das Vorhaben ein Baukonzept erarbeitet, das Langener Unterhemen LIG-Bau GmbH zog das Gebäude hoch.

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