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Leih-Autos für alle Fälle

Car-Sharing startet in Langen an acht Standorten

06.11.2017

Wenn das eigene Auto kaputt ist, der Zweitwagen abgeschafft werden soll oder passionierte Radfahrer doch mal ein Dach über dem Kopf benötigen, ist Car-Sharing (englisch für „car“: Auto und „to share“: teilen) eine bequeme Option. Schon über 1,7 Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Konzept nach Angaben des Bundesverbands CarSharing und entlasten durch den Verzicht auf ein eigenes Vehikel die Verkehrswege und die Umwelt. „Seit November stehen auch in Langen Leih-Autos an acht Standorten parat“, freut sich Erster Stadtrat Stefan Löbig. Das Aschaffenburger Unternehmens App2Drive macht’s möglich.

Geparkt sind die Fahrzeuge der App2Drive-Flotte auf beiden Seiten des Bahnhofs, an der Ecke Darmstädter Straße/Rheinstraße sowie Am Schleifweg/Konrad-Adenauer-Straße und in Höhe der Tankstelle an der Berliner Allee. Weitere Standorte sind das Rathaus, die Elisabeth-Selbert-Allee in Höhe des Rewe-Supermarktes und der Parkplatz vor dem Kindergarten an der Zimmerstraße. App2Drive Network Manager Peter Mentzel sagt: „In Langen sind anfangs der flotte kleine Fiat 500 in der Cabrio-Version und der Renault Megane Grandtour als Mittelklassewagen am Start.“ Auch ein geräumiger Citroën Jumper soll auf einem der mit Schildern gekennzeichneten Parkplätze stehen.

Wer die Autos nutzen möchte, muss mindestens ein Jahr lang im Besitz seines Führerscheins sein und sich auf der Webseite www.app2drive.com oder über die gleichnamige Smartphone-App registrieren. Hierfür sind neben Name und Adresse Bilder von Führerschein und Personalausweis nötig, die online direkt hochgeladen werden können. Wer die Dokumente nicht über das Internet senden möchte, kann den Datenabgleich kostenlos an der roten StadtInfo-Theke im Langener Rathaus vornehmen lassen.

Nach der Anmeldung können die Miet-Mobile mit dem markanten grünen Aufkleber via Webseite oder App gebucht werden. Egal, ob das Auto gleich, in ein paar Stunden oder zum Wunschdatum zur Verfügung stehen soll. Bevor es losgeht, öffnet sich die Fahrzeugtür mit Hilfe der Webseite oder App elektronisch. Am Ende der Reise kann das Transportmittel auf Zeit wieder an einem beliebigen App2Drive-Standort in Langen oder einer anderen Stadt abgestellt werden. Eine Abmeldung auf der App oder im Internet beendet den Leihvertrag.

Abgerechnet wird anhand der gefahrenen Kilometer und der Nutzungszeit per Lastschrift oder Kreditkarte. Für die Miete eines Kleinwagens, der drei Stunden lang etwa 100 Kilometer im Einsatz ist, werden im Basistarif knapp 29 Euro fällig. Genaue Preise sind auf der App2Drive-Internetseite einsehbar und können dort mit einem Tarifrechner kalkuliert werden.

„App2Drive ist an 180 Standorten deutschlandweit vertreten und bietet eine große Auswahl an Fahrzeugmodellen – vom E-Mobil bis zum LKW“, erläutert Mentzel das Konzept der Firma, die ebenfalls in Dreieich und Neu Isenburg aktiv ist. Auch in Langen denkt das Unternehmen darüber nach, künftig Elektroautos einzusetzen, wenn die Nachfrage stimmt.

Das wäre ganz im Sinne von Erstem Stadtrat Stefan Löbig, der das Projekt in der Sterzbachstadt auf’s Gleis gesetzt hat. „Car-Sharing ist für uns ein sinnvoller und praktikabler Beitrag zu einem zukunftsfähigen Mobilitätskonzept“, betont der Dezernent. Für die Stadt sei das App2Drive-Angebot zudem kostenfrei. Lediglich die Beschilderung der Parkplätze werde durch die Verwaltung finanziert. „Die gemeinschaftliche Nutzung der Fahrzeuge bewegt vielleicht den ein oder anderen künftig auf ein eigenes Auto zu verzichten und ist daher auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, findet Löbig. Und weil das Car-Sharing so unkompliziert sei, plane die Stadtverwaltung, es in Zukunft selbst zu nutzen.

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