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Lasst Blumen blühen

Kästen an der Dieburger Straße dürfen bleiben

10.06.2019

Die Geschichte hat in der Zeitung Schlagzeilen gemacht und im Internet in den „sozialen Medien“ zahlreiche Kommentare hervorgerufen. Jetzt scheint sie ein versöhnliches Ende zu nehmen. Es geht um die Blumenkästen an einem Haus an der Dieburger Straße. Sie kamen groß heraus, nachdem die Hausbesitzern eine anonyme Anzeige öffentlich machte. Der Vorwurf: die Bepflanzung würde in den ohnehin sehr schmalen Bürgersteig hineinragen.

Die Stadt sah sich daraufhin gezwungen, nachzumessen und kam zu dem Ergebnis: Mit den Blumenkästen wird’s zu eng: für größere Personen, Rad fahrende Kinder, Rollstuhlfahrer, Fußgänger mit Kinderwagen oder mit Regenschirm. Die Anwohnerin griff ebenfalls zum Zollstock, nahm selber Maß und widersprach den amtlich gemessenen Werten. Obendrein argumentierte sie, dass sie vor Jahren für ihre Bepflanzung sogar einen Preis vom Verkehrs- und Verschönerungsverein bekommen habe.

Inzwischen hat sich Erster Stadtrat Stefan Löbig den Blumenschmuck persönlich angesehen und ihn für ausgesprochen schön befunden – „auch wenn er sich zugegebenermaßen aus baulichen Gründen relativ weit im Fußgängerbereich befindet“. Doch Löbig geht es nicht anders als den Leserbriefschreibern und Kommentatoren im Internet: „Wenn ich andere Ecken in Langen in Relation setze, müssten wir an vielen Stellen ähnlich rigoros vorgehen – was ich allerdings nur ungern sähe, weil wir froh sein können, dass sich Mitbürgerinnen und Mitbürger für Begrünungen einsetzen“, argumentiert der Erste Stadtrat.

Inzwischen hat er die Anwohnerin angerufen und sie gebeten, ihre Blumenpracht regelmäßig zu stutzen und die Kästen baldmöglichst auf die Fensterbänke zu versetzen. „Bis dahin werden wir die aktuelle Situation akzeptieren und hoffen, dass sich der anonyme Anzeigenerstatter nicht weiter beschwert. Sollte dies dennoch der Fall sein, kann er oder sie sich gerne bei einer Tasse Kaffee in meinem Büro mit mir über das Für und Wider von Blumenkästen austauschen“, lautet das freundliche Angebot des Dezernenten.  

 

 

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