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Langen unterstützt Errichtung eines Kreis-Hospizes

Magistrat empfiehlt Zuschuss von 20.000 Euro für den Neubau

24.07.2017

Im Kreis Offenbach gibt es bisher kein stationäres Hospiz zur Sterbebegleitung. Doch das könnte sich in absehbarer Zeit dank des Engagements der Hospiz Stiftung Rotary Rodgau ändern. Der Standort des Gebäudes soll in Rodgau liegen, der mit rund 45.000 Einwohnern größten Kreiskommune. Die Stadt Langen möchte sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen. Daher empfiehlt der Magistrat den Neubau mit 20.000 Euro zu bezuschussen.

Die Einrichtung wird unheilbar kranke Menschen aufnehmen, die in Krankenhäusern nicht mehr versorgt werden können und deren häusliche Pflege ebenfalls nicht gesichert ist. Unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Stand, Konfession und Nationalität erhalten die Patienten dort eine palliative Versorgung in fürsorglicher und liebevoller Umgebung. Das Angebot richtet sich an Menschen mit fortgeschrittenen Erkrankungen wie Krebs oder AIDS. Zu diesem Zweck möchte die Hospizstiftung insgesamt zwei bis drei Millionen Euro an Spenden sammeln. Bisher liegt das Stiftungskapital bei rund einer Million Euro und wird von einer Partnerstiftung um eine weitere aufgestockt. Der noch fehlende Rest-Betrag soll in den kommenden ein bis zwei Jahren zusammenkommen. Beginn des Baus ist für das erste Halbjahr 2018 geplant. Die Organisatoren rechnen mit seiner Fertigstellung innerhalb von 15 Monaten.

Das Haus soll auf einem von der Stadt Rodgau erworbenen 4.000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und von der Mission Leben betrieben werden sowie eine Kapazität von zwölf Plätzen haben. Derzeit liegt die Nachfrage im Kreisgebiet bei statistisch rund 20 Betten im Jahr, wobei bereits acht im Offenbacher Ketteler Krankenhaus bereitstehen. Im Kreis Offenbach sterben jährlich rund 3.000 Menschen. Eine Zahl, die sich nach Meinung von Experten in Zukunft durch den Bevölkerungszuwachs weiter erhöhen wird und den dringenden Bedarf verdeutlicht. Außerdem existieren bei den bestehenden Stätten in Offenbach, Frankfurt und Hanau lange Wartelisten. Bürgermeister Frieder Gebhardt begrüßte die Idee eines neuen stationären Hospizes in der Mitte zwischen Langen und Seligenstadt. Mit ihr werde ein würdevoller Ort für die letzten Lebenstage von Mitbürgerinnen und Mitbürgern geschaffen. Das Vorhaben sei daher ausgesprochen sinnvoll.

Der Kreis Offenbach unterstützt die Beteiligung der kreisangehörigen Kommunen, die fast alle schon die Zahlung eines Investitionskostenzuschuss beschlossen haben. Aus diesem Grund würde sich auch Langen gerne anschließen.

Die Empfehlung des Magistrats geht nun zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (17. August), in den Haupt- und Finanzausschuss (24. August) und zur Beschlussfassung in die Stadtverordnetenversammlung (6. September). Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Rathaus.

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