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Langen ein Vorbild für die Region

Stadt informiert im Internet über aktuelle Baustellen

19.03.2020
Langen ein Vorbild für die Region - Quartierszentrum Liebigstraße
In bester Lage an der Liebigstraße entsteht das Quartierszentrum, mit Wohnungen, einem Hotel und einem Einkaufszentrum. Foto: Sorger/Stadt Langen

In Langen ragen viele Baukräne in den Himmel. Es entstehen dringend benötigte Wohnungen, Betreuungseinrichtungen für Kinder, neue Geschäfte für die Nahversorgung und Gewerbebetriebe, die die Wirtschaftskraft der Kommune stärken sollen. Außerdem wird die Sonnenblumenschule erweitert. Das ist natürlich immer mit Bautätigkeiten verbunden, die auch zu Verkehrsbehinderungen führen können. Damit sich alle in kompakter Form ein Bild machen können, was wann wo wie und wie lange geschieht, hat die Stadt im Internet unter www.langen.de eine neue Seite „Aktuelle Baustellen“ platziert.

„Langen bleibt als Wohnort und als Gewerbestandort weiter eine herausragende Adresse im Rhein-Main-Gebiet. Bei uns wird gebaut und mächtig in die Zukunft investiert“, betont Bürgermeister Frieder Gebhardt. Das seien gute Aussichten, aber der Weg ans Ziel werde kein leichter sein, meint der Verwaltungschef.

Die Seite „Aktuelle Baustellen“, die am einfachsten über einen Button direkt auf der Startseite des Webauftritts www.langen.de erreichbar ist, informiert nicht nur über die laufenden und anstehenden Großvorhaben und nennt Kontaktadressen, sondern weist auch auf Straßensperrungen aufgrund kleinerer Baustellen hin. Überdies gibt es dort thematisch passende Pressemitteilungen.

Mit komplexen Bauvorhaben hat Langen gerade in jüngerer Zeit Erfahrungen gesammelt. Noch gut in Erinnerung ist die aufwändige Sanierung der Brücke über die Bahnlinie, die nach etwa einem dreiviertel Jahr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Trotz Sperrung der wichtigsten innerstädtischen Ost-West-Verbindung war es nicht zum befürchteten Verkehrschaos gekommen. Heute ist das Projekt fast schon wieder vergessen.

Seit längerer Zeit wird im Norden der Stadt an der Elisabeth-Selbert-Alle eifrig gebaut. Die Langener Terrassen und das Aranda-Quartier sind nur zwei Beispiele. Die neuen Wohnungen und Häuser wurden und werden Zug um Zug bezogen. Gleiches gilt für ein weiteres großes Wohngebiet am Belzborn. Aktuell stehen die Bagger zudem an der Bahnstraße. Hier verwirklicht ein ortsansässiger Investor das „Stadtquartier“ mit Eigentumswohnungen und Nahversorger. Ähnliches geschieht mit dem Postgelände. Wohnungen, Einzelhandel, Arztpraxen und Büros sind dort geplant. Die Postbank-Filiale zieht in einen Anbau am Jahnplatz. „All das wird unsere Innenstadt verändern und gewiss nach vorne bringen“, freut sich Gebhardt. Er wies obendrein darauf hin, dass Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut würden.

Längst eine Großbaustelle ist das Quartierszentrum Liebigstraße in bester Lage in Bahnhofsnähe. Es umfasst ein Einkaufszentrum, das bereits im Herbst eröffnen soll, und das LiebigCarree mit Wohnungen und darüber hinaus einem Hotel. Das Quartierszentrum bildet das Entree zum neuen Wohngebiet an der Liebigstraße für mehr als 3.000 Menschen. Bis zur Nordumgehung und zur Hans-Kreiling-Allee reicht das 28 Hektar große Areal, das in der Region Maßstäbe setzt. Auch die Liebigstraße selbst wird in nächster Zeit zur Baustelle, weil sie grundlegend saniert werden muss. Zugleich kommen Kabel in die Erde und es wird ein Teilstück der Radschnellverbindung von Darmstadt nach Frankfurt verwirklicht.

An den Start gehen soll im Herbst auch das Wohngebiet „Am Speierling“ auf dem Steinberg, das seinen Namen einem beeindruckenden Baum mit 20 Metern Kronendurchmesser verdankt, der erhalten bleibt. Geplant sind östlich der Konrad-Adenauer-Straße 80 Wohneinheiten. Auf der westlich benachbarten Brachfläche soll sich ebenfalls bald etwas tun. Der Grund und Boden gehört der Baugenossenschaft Langen, die hier unter dem Titel „Steinberg leben. Unser Zuhause.“ kostengünstige Wohneinheiten und kleinere Ladenlokale realisieren möchte.

Darüber hinaus will die Baugenossenschaft bis 2026 im Quartier Sofienstraße/Annastraße bis zu 160 Neubauwohnungen errichten und zu fairen Mieten vergeben. Durch den Neubau entsteht nicht nur modernerer, sondern auch zusätzlicher Wohnraum. Ein nachhaltiges, zukunftsweisendes Energie- und Mobilitätskonzept soll die Stadt bei der Klimawende vor Ort unterstützen. Die bestehenden neun Gebäude aus den 50er und 60er Jahren, die sich im Besitz der Genossenschaft befinden, müssen allerdings für den Neubau weichen, eine Modernisierung würde sich nicht mehr lohnen.

Aktuell größtes Vorhaben im Wirtschaftszentrum Neurott ist der Bau der Europazentrale des weltweit tätigen Automobilzulieferer American Axle & Manufacturing (AAM), der seine Firmensitze aus Bad Homburg und Dieburg in Langen zusammenlegt. Der neue Hauptsitz entsteht auf einer 36.000 Quadratmeter großen Fläche des früheren Kronenhofs an der Ecke Paul-Ehrlich-/Robert-Bosch-Straße und soll im Oktober bezugsfertig sein. Auf der Nachbarfläche möchte das Paul-Ehrlich-Institut neu bauen.

Beim Blick auf die Seite „Aktuelle Baustellen“ wird deutlich, was sich alles in Langen tut und welche Umleitungen anstehen. Das ist praktisch für alle, die vielleicht einen neuen Weg zur Arbeit oder zur Schule wählen müssen oder zum Beispiel einen Umzug planen.

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