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Kooperationen mit Erfolg

Mit interkommunaler Zusammenarbeit spart Langen Zeit und Geld

09.09.2019

Gemeinsam geht es leichter. Das gilt auch für die Stadt Langen, die häufig mit anderen Kommunen und der Kreisverwaltung Hand in Hand arbeitet, um Synergieeffekte zu nutzen. Wo genau finanzielle und personelle Ressourcen geschont werden, zeigt der neue Bericht zur interkommunalen Zusammenarbeit, den die Stadt jetzt vorgelegt hat.

Darin steht unter anderem, dass Langener sich seit mittlerweile zehn Jahren über kurze Wege bei der Kfz-Zulassung freuen können. Die im hiesigen Rathaus ansässige Außenstelle der Dietzenbacher Behörde bringt zusätzliche Erträge für den Stadtsäckel, verringert die Warteschlangen im Kreishaus und ist damit ein Gewinn für alle Beteiligten.

Geht es um Wohnungsvermittlung und Hilfe für Obdachlose, wirkt die Sterzbachstadt eng mit Nachbarkommunen im Westkreis Offenbach zusammen. Auf rein administrativer Ebene stimmt sich Langen mit anderen Städten und Gemeinden ab, wenn Stellungnahmen erarbeitet, Einzelhandelskonzepte aufs Gleis gesetzt und Planfeststellungsmaßnahmen im Bauwesen erstellt werden müssen.

Im Zusammenschluss mit Dreieich, Egelsbach und anderen organisiert der städtische Fachdienst Demografischer Wandel, Senioren, Soziale Organisationen Veranstaltungen für Ältere, Freizeit-Angebote für Behinderte oder die „AG-Pflege“ für ambulante und stationäre Anbieter der Altenpflege. Auch das beliebte Magazin „Zeitlos“ ist ein Projekt, an dem Langen und Egelsbach beteiligt sind. Regen Austausch betreibt zudem auch der Fachdienst Kinderbetreuung: Städteübergreifend kommen die Verantwortlichen in Fachberatungen, Arbeitskreissitzungen und zu Fortbildungen zusammen, um wichtige Themen aus ihrem Metier zu besprechen.

Bei Standortwerbung, Marketingkonzepten und Baugenehmigungen für Gewerbetreibende ist die Wirtschaftsförderung mit der Industrie- und Handelskammer Offenbach und den beim Kreis ansässigen Kollegen eng verzahnt. Mit im Boot ist Langen zusätzlich bei der FrankfurtRheinMain GmbH, die sich die Vermarktung der Standortqualitäten rund um die Metropolregion auf die Fahnen geschrieben hat.

Bewährte Praxis ist die interkommunale Zusammenarbeit im kulturellen Sektor. Die Volkshochschule (VHS) Langen greift dabei auf viele lokale Kooperationspartner zurück. Zu ihnen zählen Vereine, Bildungseinrichtungen und andere Institutionen. Ähnlich macht es die Musikschule. Das Team aus dem Alten Amtsgericht kommuniziert mit allen Musikschulen der südhessischen Region, profitiert dabei vom regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch und koordiniert überregionale Projekte und Wettbewerbe.

In der Stadtbücherei ist der bundesweit zwischen Bibliotheken betriebene Leihverkehr längst Alltag. Beim Medieneinkauf kooperiert der Lesetempel mit dem örtlichen Buchhandel und der Einkaufszentrale für Bibliotheken, um bestmögliche Konditionen zu erhalten. Der ebenfalls in der Neuen Stadthalle beheimatete Fachdienst Kultur und Sport pflegt kreisweit seine Kontakte und ist gerade dabei, mit der „Kultur-Card“ des Kreises Offenbach ein weiteres, attraktives Angebot zu etablieren.

Außerordentlich gut vernetzt ist die Feuerwehr. Gemeinsam mit anderen Brandschützern aus dem Kreis schreiben die Langener Sammelbestellungen für Schutzkleidung, Ausrüstung und sogar Fahrzeuge aus und können so bei der Anschaffung ordentlich sparen. Auch bei der Instandsetzung der Gerätschaften greifen sich die Floriansjünger gegenseitig unter die Arme. Während zum Beispiel in Langen alle Motorsägen geschärft oder Bleche gebogen werden, sitzen in Neu Isenburg Spezialisten für das Kalibrieren von Messgeräten. Gemeinsame Personalschulungen runden die Partnerschaft mit den Kameraden aus dem Kreis ab und bringen alle auf den gleichen Wissensstand.

Gleich neben der Langener Feuerwache gibt es ein Paradebeispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit. Der neue Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe (KBL) an der Darmstädter Straße steht praktisch und sinnbildlich für die Kooperation mit Egelsbach, die weit über die Anlieferung von Wertstoffen hinausgeht. Erst in diesem Jahr hatte die ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH als Tochterunternehmen der KBL die Müllabfuhr für beide Kommunen übernommen. Vorab ergänzten sich die geografischen Nachbarn bereits als Strom- und Erdgaseinkaufsgesellschaft unter Führung der Stadtwerke Langen, bei der Wasserversorgung, im öffentlichen Nahverkehr und mit der vereint ins Leben gerufenen Stella-App, die ihren Nutzern lokale Informationen bietet.

Bürgermeister Frieder Gebhardt sagt: „Die Stadt Langen sieht sich in der Pflicht, verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umzugehen.“ Durch die Zusammenarbeit über die Gemarkungsgrenzen hinaus entstünde eine nachhaltige und ökonomische Wertschöpfung in der Region, von der letztlich alle profitierten. „Geringere Kosten, vielfältigere Angebote und eine schlanke Verwaltungsstruktur sind die unmittelbaren Vorteile solcher Projekte“, betont Gebhardt. Für die Stadt sei die stetige Weiterentwicklung dieses Konzeptes in finanziell schwierigen Zeiten unverzichtbar.

Fragen zum Bericht über die interkommunale Zusammenarbeit beantwortet der zuständige Fachdienst Controlling und Finanzen unter der E-Mail-Adresse beteiligungsmanagement@langen.de.

 

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