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Kitaplatz-Vergabe nach neuen Kriterien

Angepasstes Punktesystem gilt ab Januar

11.11.2019

Der städtische Fachdienst Kinderbetreuung hat die Aufnahmekriterien für Kita-Plätze in Langen überarbeitet. Das dazugehörige Punkteverfahren wurde ebenfalls angepasst. Die Änderungen gelten ab Januar und haben auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen in freier Trägerschaft. Die bisherige Praxis wurde im Frühjahr in einem Beschluss des Darmstädter Verwaltungsgerichtes kritisiert, nachdem ein Langener Ehepaar die Stadt vor vier Jahren verklagte. Entstanden ist die Neufassung des Regelwerks laut Erstem Stadtrat Stefan Löbig in enger Abstimmung mit dem Gesamtelternbeirat. Neben den Anregungen aus der Elternschaft seien auch die Praxiserfahrungen der vergangenen Jahre mit eingeflossen.

Wer für seinen Nachwuchs einen Betreuungsplatz benötigt, nutzt wie bisher das Formular, dass die Verwaltung unter www.langen.de zur Verfügung stellt. Der Fachdienst erfasst dann alle Voranmeldungen in einer Liste. Bislang gaben die elf städtischen, vier kirchlichen und sechs freien Kitas in Langen ihre Kapazitäten im Rathaus bekannt und bekamen daraufhin – nach den Kriterien der Stadt - die Kinder zugeteilt. Diese vom Gericht beanstandete „monopolartige Struktur“ ist ab 2020 Geschichte. Plätze zuteilen wird die Stadt dann nur noch für ihre eigenen Kitas. Freie und kirchliche Einrichtungen erhalten Zugriff auf die Voranmeldeliste und entscheiden nach eigenen Kriterien, welche Kinder sie aufnehmen möchten.

Wenn sich die nicht-städtischen Einrichtungen den im Rathaus festgelegten Vergabekriterien anschließen, übernimmt der Fachdienst auch künftig die Platzvergabe für sie. Entscheiden sie sich aber dagegen und legen eigene Maßstäbe an, muss auch die aufwendige Datenerfassung und –pflege, unter anderem für statistische Zwecke künftig von den freien und kirchlichen Akteuren gestemmt werden. „Die administrativen Aufgaben könnten eine enorme Mehrbelastung für kleine Träger darstellen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich Vereine aus der Trägerschaft zurückziehen“, sagt Löbig. Die Stadt empfehle den Organisationen schon seit mehreren Jahren, ihre Verwaltung zusammenzulegen, um Synergieeffekte zu nutzen. „Wir als Stadt haben aber hier keine Möglichkeit einzugreifen“, betont der Dezernent.

Über die neuen Vergabekriterien diskutiert der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport am Donnerstag, 21. November. Die Sitzung beginnt um 20 Uhr im Rathaus.

 

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