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Junges Leben im alten Forsthaus

Neues Domizil für Kinderbetreuung an Mörfelder Landstraße

16.09.2019
Junges Leben im alten Forsthaus
Sieht richtig idyllisch aus: Ins alte Forsthaus an der Mörfelder Landstraße soll die Kinderbetreuung Einzug halten. Foto: Sorger/Stadt Langen

Zusätzliche Plätze für die Kinderbetreuung in Langen soll es nicht nur in einem Familienzentrum an der Steubenstraße geben, sondern auch im alten Forsthaus an der Mörfelder Landstraße. Es soll zu einer städtischen Tageseinrichtung werden. Dafür hat der Magistrat jetzt ebenfalls eine Vorlage auf den Weg gebracht. „Vor dem Hintergrund unserer Wartelisten müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen, damit Eltern ihren Nachwuchs in eine qualifizierte Betreuung geben können“, betonte Erster Stadtrat Stefan Löbig.

Das hübsch anzusehende Forsthaus liegt etwas abseits der Straße. Vor einiger Zeit ist dort der Revierförster ausgezogen. Inzwischen steht das üppig eingewachsene Gebäude leer, da es vom Forst für die Erfüllung der Aufgaben nicht benötigt wird. Eigentümerin ist die Stadt. „Da lag der Gedanke nicht fern, dass etwa 100 Jahre alte Anwesen, das gut in Schuss ist, mit Kindern neu zu beleben“, erklärte Löbig.

Einzug halten sollen sie zum einen in die noch umzubauenden ehemaligen Diensträume. Zum anderen sind eine Waldgruppe und ein Neubau mit Verbindung zum Bestandsgebäude geplant. Das Grundstück bietet mit 1.360 Quadratmeter dafür den Platz. Es beinhaltet auch ein kleines Waldstück, in das aber nicht eingegriffen werden darf.

Im Forsthaus selbst mit einer Nutzfläche von etwa 135 Quadratmetern kann nach Löbigs Worten eine Tageseinrichtung mit 18 Ganztagsplätzen für Drei- bis Sechsjährige an den Start gehen. Für den Umbau einschließlich Ausstattung rechnet der Erste Stadtrat mit Kosten von 235.000 Euro. Die unteren Räume sollen den Kindern zur Verfügung stehen, während im Obergeschoss das Personal sein Domizil hätte.

Nach einer Begehung mit dem Kreis Offenbach und den Kommunalen Betrieben Langen, haben diese eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Demnach sollen zusätzlich zu den Angeboten im Haupthaus in einem Neubau zwei weitere Gruppen mit je 20 Drei- bis Sechsjährigen unterkommen. Die Ausgaben dafür können aber erst nach einem Architektenentwurf ermittelt werden.

Außerdem möchte der städtische Fachdienst Kinderbetreuung eine Waldgruppe für 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ins Leben rufen, die vormittags betreut wird. Als Dach über dem Kopf bei schlechtem Wetter und fürs Mittagessen ist an einen Schutzwagen gedacht, der gut 60.000 Euro kosten dürfte. Überwiegend würden die Kleinen die umliegende Natur erkunden.

Für den Forsthausumbau und den Schutzwagen rechnet Löbig mit einem Investitionszuschuss vom Land in Höhe von 150.000 Euro. Auch für den Neubau werde der Magistrat Zuschüsse beantragen.

Um die Pläne zu verwirklichen, muss die Stadt natürlich auch zusätzliches Personal einstellen und die Betriebskosten schultern. Für Löbig steht gleichwohl fest, dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zu erfüllen. „Mit den Projekten an der Steubenstraße und an der Mörfelder Landstraße, mit der noch im Bau befindlichen Kita der Arbeiterwohlfahrt an der Frankfurter Straße, mit neuen Kitas innerhalb des Baugebiets Liebigstraße und Erweiterungen bestehender Einrichtungen sind wir auf einem guten Weg.“

Die Vorlage zum Forsthaus geht jetzt in die drei parlamentarischen Ausschüsse (18., 19. und 26. September). Die Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung ist für den 17. Oktober vorgesehen.

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