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Aktuelles Rathaus

In Langen ist die Zahl der Straftaten gesunken

Polizei macht gute Arbeit und stellt Statistik vor

25.06.2018

Nahezu täglich berichten deutsche Medien von grausamen Mordfällen, schrecklichen Gewalttaten, schwerem Raub oder anderen Verbrechen im Bundesgebiet. Bei solchen Meldungen stehen auch Langener Bürgern schnell die Haare zu Berge – schließlich ist die gefühlte Sicherheit ein Thema, das schon im Bundestagswahlkampf hohe Wellen geschlagen hat. Dabei ist die Sterzbachstadt selbst offenbar ein recht sicheres Pflaster. Das bescheinigt die Kriminalstatistik der Polizei für das vergangene Jahr. Die Zahl der Straftaten innerhalb der Stadtgrenzen geht seit Jahren kontinuierlich zurück.

Insgesamt 1.521 Delikte listet die Statistik für 2017. Ein Jahr zuvor waren es noch 1.772. Genau 64,7 Prozent aller kriminellen Handlungen konnten aufgeklärt werden – 2016 waren es 58,9 Prozent. Damit haben die Langener Beamten aktuell die höchste Aufklärungsquote seit elf Jahren erreicht. In 78 Prozent aller Fälle handelte es sich bei den Tätern um Erwachsene, 12,8 Prozent gingen auf das Konto Heranwachsender von 18 bis 21 Jahren. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und Kinder unter 14 haben 9,2 Prozent der Straftaten auf dem Kerbholz.

Die meisten Vergehen in Langen gehörten in die Kategorie Diebstahl. 531-mal gab es Ärger wegen der „Aneignung fremder Sachen“ (2016: 638) - in 303 Fällen sogar unter „erschwerenden Umständen“. Hierzu zählten Wohnungseinbrüche (51 Taten) oder Diebstahl von Gegenständen aus Kraftfahrzeugen (33 Delikte).

Außerdem kamen die Ordnungshüter 233 Personen wegen Betrugs auf die Schliche - gemeldet wurden insgesamt 269 Fälle (2016: 326). Die Aufklärungsquote lag immerhin bei rund 93 Prozent. Wegen Körperverletzung war die Polizei 123-mal im Einsatz (2016: 133). Knapp 93 Prozent der Tatverdächtigen wurden gefasst.

Mit Rauschgiftdelikten hatten es die Beamten 158-mal zu tun (2016: 178). In etwa 92 Prozent der Fälle gingen die Täter ins Netz. So geschehen zum Beispiel im Oktober 2017, als eine Streife bei einer Verkehrskontrolle 500 Gramm Marihuana in einem Fahrzeug auf der Bundesstraße zwischen Langen und Egelsbach sicherstellen konnte.

Leicht zugenommen haben die Ladendiebstähle (2017: 49, 2016: 44) und die Sachbeschädigungen an Fahrzeugen (2017: 106, 2016: 86). Auch die Straftaten gegen die „sexuelle Selbstbestimmung“ – dazu gehören zum Beispiel Belästigung oder Nötigung - (2017: 20, 2016: 17) und leichte Körperverletzungen (2017: 92, 2016: 88) sind geringfügig gestiegen. Morde – in der Statistik als „Straftaten gegen das Leben“ geführt – gab es im vergangenen Jahr glücklicherweise keine in Langen.

Detlef Krüger, stellvertretender Dienststellenleiter vor Ort, bilanziert: „Der Rückgang der registrierten Straftaten ist überaus positiv. Wir werden auch weiterhin starke Präsenz zeigen und Kontrollen durchführen, um den Bürgerinnen und Bürgern Langens größtmögliche Sicherheit zu bieten.“ Immer wieder ruft die Polizei zudem erfolgreiche Präventionsprojekte ins Leben, wie zum Beispiel Fahrradkodierungen in Kooperation mit dem ADFC. In Langen ist die nächste Kodierung für Samstag, 8. August, bei Fahrrad Schneider in der Dorotheenstraße geplant.

Bürgermeister Frieder Gebhardt begrüßt die insgesamt positive Entwicklung bei der Straftatenbekämpfung und lobt die Erfolge der Ordnungshüter. „Das sind erfreuliche Nachrichten für unsere Stadt und ein Beleg für die hervorragende Präventions- und Ermittlungsarbeit der Langener Polizei“, sagt der Rathauschef. Schließlich sei die Sicherheit ein enorm wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Ebbelwoifest-Stadt in „guten Händen“ fühlen könnten. Besonders beachtlich findet Gebhardt die Aufklärungsquote und die sinkende Zahl der Straftaten im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum in Langen. „Mehr Menschen, aber weniger Straftaten – das zeigt die Qualität der Polizeiarbeit“, fasst er zusammen. „Die Dienststelle mit ihrer zentralen Lage am Rathaus ist ein Glücksfall für unsere Stadt.“

Wer die gesamte Statistik als PDF-Datei studieren möchte, findet sie auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Südosthessen.

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