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Im Einsatz für ein respektvolles Miteinander

Partnerschaft für Demokratie in Langen stellt neue Projekte vor

24.09.2018

Es geht darum, Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit vorzubeugen und die Demokratie zu stärken: Das Förderprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums, unterstützt durch das Land Hessen, stellt seit vier Jahren Mittel für Formate wie Schulprojekte und Infoveranstaltungen und für ein vielfältiges und friedliches Miteinander zur Verfügung. In Langen gibt es seit 2015 eine eigene Koordinierungs- und Fachstelle, für die Lea Wissel vom Kreisverband Offenbach Land der Arbeiterwohlfahrt im Einsatz ist. Gemeinsam mit ihrem federführenden Amt, vertreten durch Lea Berend vom städtischen Fachdienst Migration, Jugend, Spielplätze und anderen Akteuren bildet sie die „Partnerschaft für Demokratie“, die immer auf der Suche nach spannenden Projektideen für die Sterzbachstadt ist.

Lea Wissel ist ein neues Gesicht bei „Demokratie leben!“ und war vorher schon im sozialen Bereich tätig. Seit Juni 2018 ist die Frankfurterin gemeinsam mit ihrer Kollegin Ansprechpartnerin und Beraterin für alle Projekte in Langen. „Von der Idee bis zur Antragstellung und Öffentlichkeitsarbeit begleiten wir die Kooperationspartner wie Vereine, Schulen und Initiativen“, berichtet die Politikwissenschaftlerin. „In diesem Jahr standen für Aktionen und Initiativen Fördermittel in Höhe von 38.000 Euro zur Verfügung. Der Antrag für 2019 ist gerade in Arbeit.“

„Unterstützt werden Aktionen, die demokratische Kompetenzen stärken, präventiv gegen Menschenfeindlichkeit oder Diskriminierung vorgehen und Ausgrenzung verhindern“, fasst Lea Wissel die Leitlinien des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend zusammen. Ausstellungen, Aktionstage, Workshops, Weiterbildungen oder auch ganz andere Dinge können die Akteure auf die Beine stellen. Besonders erwünscht sind Veranstaltungen, die Jugendliche für Politik begeistern und zum Mitmachen anregen. Für sie gibt es ein eigenes Budget.

Der Weg zum eigenen Projekt ist simpel: In einem persönlichen Gespräch können Ideen vorgestellt werden. Wer es lieber schriftlich mag, skizziert sein Vorhaben kurz und sendet es per E-Mail an demokratieleben@langen.de. Entspricht das Ganze den Leitlinien, wird ein Antrag ausgefüllt und anschließend in einem Begleitausschuss erörtert, in dem Engagierte aus verschiedenen Vereinen und von Organisationen sitzen. Der Ausschuss, der wie das Langener Jugendforum eine der vier Säulen für die „Partnerschaft für Demokratie bildet“, entscheidet einmal im Quartal über die Zuteilung der Fördergelder.

Mehrere Projekte sind für die kommenden Monate bereits aufs Gleis gesetzt. „Demokratie leben!“ unterstützt zum Beispiel einen Vortrag der Caritas am Donnerstag, 25. Oktober, bei dem ein Mitglied der Seenot-Rettungsinitiative Sea-Eye im katholischen Pfarrzentrum Sankt Albertus Magnus Langen von seinen Erlebnissen berichtet. Bis zum Jahresende stehen außerdem vier Poetry-Slam-Workshops in der Langener Stadtbücherei auf dem Programm. Dabei lernen junge Kreative, wie sie selbstgeschriebene Bühnentexte zum Besten zu geben und sich dabei mit politischen Wünschen, Sorgen und Idealen auseinander setzen.

Weiterhin hat die Langener Koordinierungs- und Fachstelle konkrete Veranstaltungs-Angebote in der Schublade, für die sich gerne Interessenten melden dürfen. Mit dabei sind Theaterpädagogen, die für Schüler ab der siebten Klasse Workshops zum Thema Geschlechterrollen leiten und eine blinde Mutter mit Migrationshintergrund, die mit Kindern und Jugendlichen über Vorurteile und ihren Alltag mit Sehbehinderung spricht.

Erster Stadtrat Stefan Löbig sagt: „Das Projekt „Demokratie leben!“ entwickelt konkrete Handlungskonzepte und stärkt so aktiv die Werte, die unsere Gesellschaft sozial und friedlich machen.“ Gerade die Präventionsangebote sind nach Ansicht des Dezernenten ein wichtiger Baustein für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander.

Wer mehr über „Demokratie leben!“ und die Fördermöglichkeiten eigener Aktionen erfahren möchte, kontaktiert Lea Wissel im Rathaus, Telefon: 203-540, E-Mail: lwissel@langen.de oder informiert sich im Internet unter www.demokratie-leben.de.

 

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