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Hilfe in der Schule und bei Ausbildungsplatzsuche

Bericht informiert über Projekt „Jugend stärken im Quartier“

04.09.2017

Kein Schulabschluss, kein Ausbildungsplatz, keine Perspektive – diesen Teufelskreis unterbricht in Langen das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ (JustiQ). Seit 2015 greift die Stadt drei Jahre lang jungen Erwachsenen – darunter Flüchtlinge und Migranten - unter die Arme, die sich mit dem Eintritt in das Berufsleben schwertun. Dem Magistrat hat der städtische Fachdienst Migration, Jugend, Spielplätze jetzt einen Bericht über die bisherige Arbeit und Erfolge vorgelegt. Die Stadtverordnetenversammlung hatte bei Einführung des zunächst auf drei Jahre ausgelegten Projekts beschlossen, dass sie über dessen Entwicklung regelmäßig informiert wird.

„Wir möchten die jungen Leute ansprechen, die nicht allein zu uns finden“, erklärt Martina Waidelich, die im Rathaus für Jugendarbeit und Integration zuständig ist. Gerade junge Flüchtlinge und Zuwanderer wüssten oft nicht, wo sie Hilfe und Unterstützung für den Berufsstart bekämen und seien daher dankbar für einen Ansprechpartner, der auf sie zugehe.

Finanziert wird das Modellprogramm, das außer in Langen auch noch in Dietzenbach, Neu Isenburg und Dreieich läuft, vom Europäischen Sozialfonds und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Städte wählten aus verschiedenen Förder-Bausteinen Angebote, die vor Ort fehlten. Langen nutzt die jährlich zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 50.000 Euro für die gezielte Ansprache vor Ort im Nordend und an der Zimmerstraße.

Durch gemeinsame Aktivitäten, Aktionen und intensivere Betreuung konnten bisher 85 junge Leute erreicht werden. In den vergangenen zwei Jahren gelang es den Verantwortlichen, über zahlreiche Gruppenangebote mit dem Personenkreis ins Gespräch zu kommen. Dazu zählten Selbstverteidigungskurse für Mädchen, Box-Training oder auch Discoabende für geflüchtete Mädchen und Frauen. Über diese Kontakte konnten die Projektmitarbeiterin, der Berufswegebegleiter oder andere Beratungseinrichtungen bei Problemen in der Schule oder bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Ausbildungs- beziehungsweise einem Arbeitsplatz helfen. JustiQ arbeitet eng mit allen relevanten Stellen zusammen. Eine besonders enge Kooperation besteht mit der Berufswegebegleitung. Sie erleichtert im Auftrag der Stadt durch Beratung und Information den Einstieg ins Berufsleben und leistet individuelle Unterstützung, zum Beispiel bei Bewerbungen. Sie verfügt zudem über den direkten Kontakt zu Anbietern von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

Die Personalkosten für das Projekt werden vollständig über Mittel des Europäischen Sozialfonds vom Bundesministerium erstattet. Durch die bereits bestehenden Angebote der Stadt auf dem Gebiet der Jugendsozialarbeit (Berufswegebegleitung und Schulsozialarbeit) kann der notwendige Eigenanteil der Stadt ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand abgedeckt werden.

Auf dem Tisch liegt der Bericht dem Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport am Donnerstag, 14. September, 20 Uhr, im Rathaus an der Südlichen Ringstraße.

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