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Gut 20.000 Temposünder erwischt

Radarmessungen in Langen sorgen für mehr Verkehrssicherheit

17.02.2020

Die Ordnungspolizei der Stadt Langen hat ihre jährliche Statistik für 2019 veröffentlicht. Dabei wird deutlich: Dem städtischen Fachdienst Öffentliche Sicherheit und Ordnung sind mehr Temposünder ins Netz gegangen als im Vorjahr. Geschuldet ist das einerseits den neuen Messanlagen, andererseits dem Einsatz des Radarwagens an besonders stark frequentierten Gefahrenpunkten.

Insgesamt erfassten die stationären Anlagen 3.798.885 Fahrzeuge (Vorjahr: 1.605.705), von denen 14.519 (2018: 3.723) zu schnell unterwegs waren. Hinzu kommen 57.727 Temposünder, die das Radarauto innerhalb des Stadtgebietes passiert haben. Von ihnen wurden 5.358 wegen erhöhter Geschwindigkeit verwarnt. Im Vorjahr lagen die Zahlen mit 48.668 Kraftfahrzeugen und 3.723 Rasern noch etwas unter den aktuellen. Einer der Schwerpunkte der mobilen Verkehrsüberwachung lag im vergangenen Jahr auf der Darmstädter Straße vor dem neuen Wohngebiet und der Kita Zauberburg.

Deutlich bemerkbar machte sich die im September 2018 in Betrieb genommene Messanlage an der Dieburger Straße. Hier gelangen der Ordnungspolizei 973 Schnappschüsse mit Folgen. Statistisch noch stärker ins Gewicht fielen die beiden im Juni 2019 errichteten Säulen an der Kreuzung B 486/K168. Auf ihr Konto gehen 7.310 Verwarnungsschreiben von insgesamt 673.646 Verkehrsteilnehmern in Richtung Mörfelden und 3.184 von 2.030.715 in der Gegenrichtung. Den erfassten Geschwindigkeitsrekord erreichte ein Fahrzeug mit 109 bei erlaubten 70 Kilometer pro Stunde. Im Innenstadtbereich schuf ein Autofahrer mit gemessenen 51 Stundenkilometern in einer Tempo-30-Zone eine traurige Bestmarke. Auch die Falschparker hatten in Langen nichts zu lachen: 12.310 Knöllchen und damit etwas weniger als im Vorjahr fanden ihre Empfänger. Im Jahr 2018 waren es mit 12.703 noch etwas mehr.

Die Einnahmen aus der gesamten Verkehrsüberwachung sind im vergangenen Jahr auf 274.892,11 Euro gestiegen (2018: 267.360 Euro). Davon flossen 168.597,51 Euro aus dem Geldbeutel von Falschparkern in den Stadtsäckel. „Die Einnahmen stehen eindeutig nicht im Vordergrund“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt, denn damit seien nicht einmal die Personal- und Wartungskosten gedeckt. Es gehe darum, die Sicherheit auf Langens Straßen zu erhöhen und besonders gefährdete Stellen, wie zum Beispiel Kitas oder Schulen durch Überwachung zu schützen. Kritikern der Blitzer entgegnet der Bürgermeister: „Wer sich an die Straßenverkehrsordnung hält, zahlt keinen Cent.“

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