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Große Solidarität mit den Opfern des Krieges

Langen bietet großes Kontingent an Flüchtlingsunterkünften an

01.03.2022

Das Entsetzen über Putins Angriff auf die Ukraine ist groß, die Solidarität mit den Menschen in dem osteuropäischen Land ebenso. „Wir werden so gut es geht helfen“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Ich habe Landrat Oliver Quilling bereits angeboten, dass wir selbstverständlich mehr Flüchtlinge bei uns aufnehmen können, als wir vom Kontingent her müssten.“

Schon direkt nach Kriegsbeginn hatten sich Stadtverordnetenvorsteher Stephan Reinhold, Bürgermeister Jan Werner und Erster Stadtrat Stefan Löbig in einem Appell an den russischen Präsidenten gewandt und eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen gefordert. „Er bringt grundlos unendliches Leid über die Menschen in der Ukraine. Dies muss sofort gestoppt werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Inzwischen laufen im Rathaus die Vorbereitungen für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen auf Hochtouren. „Wir hatten angesichts der Tatsache, dass dieses Jahr generell mit mehr Flüchtlingen in Deutschland gerechnet wird, auf Bitten des Kreises vor Kurzem die frühere Unterkunft in der einstigen Kita Zimmerstraße wiederhergerichtet“, berichtet Jan Werner. „Diese kann nun sofort zur Verfügung gestellt werden.“ Dort können bis zu 50 Menschen unterkommen. Zudem hat der Bürgermeister bereits von vielen Langenerinnen und Langenern Privatwohnungen zur Unterbringung von Menschen aus der Ukraine angeboten bekommen.

Diese Angebote werden von der Stadtverwaltung gebündelt. Wer Unterkünfte zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter 06103 203-0 oder per Mail an ukrainehilfe@langen.de melden.

Nachfragen gibt es auch von Bürgern, die den Menschen vor Ort im Kriegsgebiet helfen möchten. „Dabei sollte man aber immer bedenken, dass die Lage vor Ort sowohl in der Ukraine als auch auf der anderen Seite der Grenze in Polen sehr unübersichtlich ist“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Jetzt sofort einen Lastwagen zu packen und loszufahren, ist vielleicht gut gemeint, aber nicht unbedingt zielführend.“ Die Stadt empfiehlt, über große Organisationen zu helfen. Informationen dazu gibt es beispielsweise beim Hessischen Innenministerium unter www.innen.hessen.de/hessen-hilft-ukraine. Spenden sammeln unter anderem das Bündnis Entwicklung Hilft und die Aktion Deutschland Hilft, die gemeinsam die Internetseite www.spendenkonto-nothilfe.de eingerichtet haben.

Außerdem verweisen Jan Werner und Stefan Löbig darauf, dass auch die Flüchtlinge, die nach Langen kommen werden, Unterstützung benötigen. „Sie haben nur das allernotwendigste, manchmal nur das, was sie am eigenen Leib tragen, mitgenommen“, sagt der Bürgermeister. Wer also Kleidung oder Ähnliches spenden möchte, wird gebeten, noch ein paar Tage zu warten, bis klar ist, was vor Ort in Langen oder anderen Kommunen des Kreises benötigt wird.  

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