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Gemeinsam gegen den Stau auf der B 486

Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums bestätigt Dringlichkeit des vierspurigen Ausbaus

18.09.2020

Langen ist beliebt als Wohnort und begehrt als Gewerbestandort. Kurz: Langen wächst. Und genau deshalb muss auch die Verkehrsinfrastruktur mitwachsen. Ganz oben auf der Prioritätenliste von Bürgermeister Jan Werner steht der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 486 zwischen der K 186 (Kläranlage) und der Autobahn 5. Dieser war nun auch Thema bei einem Besuch von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie dem Bundestagsabgeordneten Björn Simon im Langener Rathaus. Steffen Bilger betonte dabei, dass der Ausbau der B 486 im Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Dringlichkeitsstufe („Vordringlicher Bedarf“) geführt werden. „Die erforderlichen Finanzmittel stehen damit zur Verfügung, sobald das Planfeststellungsverfahren für die 2,2 Kilometer lange Strecke erfolgreich abgeschlossen ist. Zuständig dafür ist die landeseigene Straßen- und Verkehrsmanagementbehörde Hessen Mobil“, erläutert Björn Simon, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ist.

Bürgermeister Jan Werner wird deshalb im nächsten Schritt Kontakt mit dem hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir, aufnehmen. „Wir müssen alle zusammen mit Hochdruck daran arbeiten, die unbefriedigende Situation mit den häufigen Staus auf der B 486 so schnell wie möglich zu beseitigen. Es kann nicht sein, dass Hessen Mobil dies nicht mit oberster Priorität bearbeitet, weil dem hessischen Minister die Dringlichkeit des Ausbaus nicht klar ist. Allein aus Umweltgründen muss der vierspurige Ausbau vorangetrieben werden. Die täglich durch den sinnlosen Stau auf dieser Straße entstehenden Autoabgase müssen vermieden werden“, sagt der Langener Rathauschef. „Schon heute stellen sich auf dem Teilstück der Bundesstraße Verkehrsstärken von bis zu 30.000 Fahrzeugen pro Tag ein, laut Verkehrsprognosen werden diese Zahlen in wenigen Jahren auf 50.000 Fahrzeuge steigen. Langen braucht daher den Ausbau der B 486, das Verkehrsaufkommen kann sonst nicht mehr aufgenommen werden“, ergänzt Simon.    

Jan Werner erinnert daran, dass es bereits 1970 erste konkrete Überlegungen für einen Ausbau der Strecke durch den Wald gab. 1981 forderte die Langener Stadtverordnetenversammlung dann einen vierspurigen Ausbau. Jahrelang wurde über die Frage zwei oder vier Spuren diskutiert; 1999 stufte der Bund die vierspurige Variante als „Maßnahme des vordinglichen Bedarfs“ ein. Doch die Planungen erwiesen sich als schwierig und äußerst zeitaufwendig. Zwar wurde 2006 vom zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt erstmals ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet (und wegen eines Verfahrensfehlers gleich wieder eingestellt), eine endgültige Genehmigung der Baumaßnahme ist aber selbst heute, 14 Jahre später, nicht in Sicht. Erst im April dieses Jahres hatte Hessen Mobil leider angekündigt, weitere Gutachten überarbeiten oder neu erstellen lassen zu müssen. Als Begründung angeführt dazu wurden in der Zwischenzeit veränderte EU-Richtlinien.

Für Bürgermeister Jan Werner ist es angesichts der Verkehrssituation auf der Strecke zwischen A 5 und Langen aber nicht hinnehmbar, dass weitere Jahre ins Land gehen, ehe mit dem Ausbau begonnen werde. „Es ist unabdingbar, das Genehmigungsverfahren so schnell wie nur irgend möglich abzuschließen“, fordert er. Ein Anliegen, das bei Staatssekretär Steffen Bilger und Bundestagsabgeordnetem Björn Simon auf uneingeschränkte Zustimmung stößt.

 

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