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Flüchtlingsunterkunft für Fremde tabu

Dringender Aufruf der Stadt: keine Besuche, keine Spenden

24.03.2022

Sie meinen es gut, doch ihr Handeln ist alles andere als zielführend: Schon mehrfach haben Außenstehende versucht, in die städtische Flüchtlingsunterkunft in der Zimmerstraße zu gelangen, um mit den dort untergebrachten Ukrainerinnen und Ukrainern in Kontakt zu kommen. Zudem wurden vor der Einrichtung wahllos Gegenstände abgelegt, von denen die Spender fälschlicherweise glauben, dass sie benötigt werden. Deshalb stellt die Stadt nun klar: Der Zutritt ist Fremden nicht gestattet. Und solche Spenden nicht erwünscht.

Dass die Hilfsbereitschaft für die Menschen aus der Ukraine, die vor Putins Angriffskrieg geflohen sind, groß ist, wird nicht zuletzt durch zahlreiche Wohnungsangebote deutlich, die im Rathaus eingehen. „Für diese sind wir sehr dankbar“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Jede Wohnung hilft uns, den Geflüchteten einen Aufenthalt in einer Sammelunterkunft zu ersparen.“ Auch ehrenamtliche Hilfe wird gerne in Anspruch genommen – aber eben nur koordiniert.

Die städtische Webseite zur Ukrainehilfe umfasst alles Wissenswerte für Flüchtlinge wie für Helfer. Über Kontaktformulare kann jedermann unkompliziert Wohnungen oder sonstige Hilfe anbieten.

Auch Geldspenden sind gerne gesehen (Spendenkonto der Stadt, IBAN DE62 5059 2200 0000 1508 00, Verwendungszweck „Ukrainehilfe“). Sachspenden werden aktuell aber keine benötigt und deshalb auch nicht angenommen. Sollten gezielt Produkte gesucht werden, wird die Stadt dies explizit kundtun. Bei allen anderen Gegenständen ist aber das Risiko groß, dass sie unnötig sind und letztlich entsorgt werden müssen.

Absolut tabu ist, dass Menschen versuchen, in die Unterkunft oder den Garten zu gelangen: Dies stellt eine Verletzung der Privatsphäre der Geflüchteten dar. Zudem haben die Menschen durch Krieg und Flucht Schreckliches erlebt und benötigen dringend Ruhe und Abstand. Das gilt auch für Ukrainer, die privat untergekommen sind.

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